eic kyf msh nnz uhz tv nt
Di, 09:40 Uhr
06.02.2007

Familienoffensive im Gespräch

Nordhausen (nnz). Wiederholt schon hatte sich die nnz in jüngster Zeit mit der Thüringer Familienoffensive befasst (siehe nnz-Archiv) und auf deren Problematik hingewiesen. Die hier behandelte Thematik soll sich in diese Problematik einfügen.


Falley, Skibbe (Foto: js) Falley, Skibbe (Foto: js) Es gibt im Rahmen der Familienoffensive ein Familienfördergesetz, das im wesentlichen die Aufgabe hat, das Thüringer Erziehungsgeld als neues Element rechtlich zu fixieren. Es gibt das veränderte „moderne“ Kindertagesstättengesetz, das den Eltern bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder bereits im vorschulischen Alter - ab zwei Jahren – helfen soll. So die Vorstellung der Thüringer Landesregierung.

Und es gibt demgegenüber einen Trägerkreis Volksbegehren „Für eine bessere Familienpolitik“, die gerade und erneut dabei ist, Unterschriften gegen diese Familienoffensive nach Art der Thüringer Landesregierung zu sammeln. Und im übrigen aktuell Eltern zu beraten.

Dieser Initiative steht im Landkreis Nordhausen Elke Falley (Linkspartei) vor, dazu gehören aber auch mit Dagmar Becker und Doris Apel (beide SPD), Gisela Hartmann (Bündnis 90/Grüne) zahlreiche andere Vertreter aus der Politik, aber auch aus anderen Gesellschaftskreisen an. Die Genannten trafen sich gestern mit der Landtagsabgeordneten Diana Skibbe (Linkspartei) in Nordhausen, besuchten Kindereinrichtungen und –tagesstätten um sich ein Bild über die aktuelle Situation in Nordhausen zu dieser Thematik zu machen. Und informierten darüber anschließend u.a. die nnz, um die Erkenntnisse öffentlich werden zu lassen.

Grundsätzlich stellten die Vertreter der Initiative fest, dass die Situation der Einrichtungen, des Fach- und Verwaltungspersonals vergleichsweise recht gut ist, aber alles getan werden müsse, um diesen Stand zumindest zu halten. Als dringend erforderlich wird die Information der Eltern über die Notwendigkeiten und Möglichkeiten angesehen, die sich aus den aktuellen Gesetzlichkeiten ergibt, um diese auch sinnvoll im Interesse der Kinder zu nutzen. nnz hatte bereits wiederholt auf solche Erfordernisse hingewiesen.

Gleichermaßen erforderlich aber wird es erachtet, die Kinder möglichst ab dem zweiten Lebensjahr entsprechend ihrer psychischen Entwicklungstendenzen die richtige Betreuung in entsprechenden Kindereinrichtungen zu ermöglichen und dafür auch den Rat von Kinderärzten und –psychologen in Anspruch zu nehmen. Auf diese Weise könnte durch das Angebot entsprechender integrativer Kindereinrichtungen Fehlentwicklungen frühzeitig vorgebeugt werden und bei Erreichen des Schulalters der Einstieg in die weitere Bildung leichter gefunden werden.

Im Landkreis liegt nunmehr der erwartete Bedarfsplan für die Kindereinrichtungen vor, die Anmeldungen müssen jetzt vorgenommen werden. Dafür liegen beim Landratsamt als zuständiger Behörde die Anmeldeformulare vor. Die Initiative ist mit ihren Mitgliedern bemüht, zu allen Fragen in diesem Zusammenhang zu informieren.

Unabhängig von diesen Gestaltungserfordernissen und –möglichkeiten fordert der Trägerkreis Volksbegehren „Für eine bessere Familienpolitik“ die Umsetzung ihres eigenen Gesetzentwurfes zum Erhalt, der Verbesserung der Kitas und zur gesetzlichen Sicherung der Grundschulhorte. Sie fordert die Familien zu fördern und nicht ausbluten zu lassen. Die Vereinbarkeit von beruflicher Entwicklung und Kinderwunsch ist unerlässlich – die Politik der CDU-Regierung, die Frauen zurück an den Herd zwingen will, bedarf der Revision. nnz wird dazu weiter berichten.
Autor: js

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)