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Do, 17:15 Uhr
29.01.2026
Planungszwischenstand für Thüringentag

1100 Ideen fürs Stadtjubiläum

Eine Website, eine Zeitkapsel und ein gemeinsames Weihnachtssingen – das Stadtjubiläum „1100 Jahre Nordhausen“ und der Thüringentag im Jahr 2027 werfen ihre Schatten voraus. In einem Pressegespräch stellten Stadtverwaltung und ehrenamtlicher Beirat den aktuellen Stand der Planungen vor. Und der macht deutlich: Es könnte ein sehr volles Festjahr werden...

Beiratsmitglied Uwe Peters zeigt ein Entwurf der Zeitkapsel.  (Foto: ssc) Beiratsmitglied Uwe Peters zeigt ein Entwurf der Zeitkapsel. (Foto: ssc)
„Die Stadt Nordhausen hat jetzt eine Homepage zum Jubiläum und zum Thüringentag freigeschaltet“, sagte Stadtsprecher Lutz Fischer am Donnerstagnachmittag. „Dort kann man sich auch schon jetzt für den Festumzug anmelden“, ergänzte Barbara Rinke. Die frühere Oberbürgermeisterin ist Vorsitzende des 15-köpfigen Beirats. Strecke und Sicherheitskonzept für den Umzug stehen allerdings noch nicht fest. Sie hofft aber auf eine breite Beteiligung aus der Stadt heraus.

Wer wird das neue Königspaar?
Gesucht wird außerdem ein neues Königspaar Heinrich und Mathilde. Das Paar soll als Botschafter Nordhausens den Thüringentag das damit verbundene 1100. Stadtjubiläum nach außen tragen. In den kommenden Tagen soll dazu ein Interessenbekundungsverfahren starten. Paare können sich dann bewerben. Bereits beim diesjährigen Rolandsfest soll das neue Königspaar erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Barbara Rinke und OB Kai Buchmann stellten den aktuellen Planungsstand vor. (Foto: ssc) Barbara Rinke und OB Kai Buchmann stellten den aktuellen Planungsstand vor. (Foto: ssc)
Auch die städtischen Fahrzeuge sollen in den nächsten Wochen mit dem goldenen „1100“-Logo beklebt werden und so schon frühzeitig Werbung für das Jubiläum machen. Auf den Briefumschlägen der Stadtverwaltung ist das jetzt auch groß zu sehen.

Das ganze Jahr durchgeplant
Neben dem Thüringentag 2027 ist eine ganze Reihe weiterer Veranstaltungen über das gesamte Festjahr hinweg geplant. Für jeden Monat hat der Beirat bereits erste Ideen entwickelt. „Wir wollen das ganze Jahr über feiern“, sagte Rinke. Vieles befinde sich noch im Ideenstadium.

Fest eingeplant ist ein Empfang zu Jahresbeginn. Die Sportgala soll in den Februar verlegt werden. Im März ist eine Ausstellung mit bislang verborgenen Schätzen aus dem Stadtarchiv vorgesehen. Im April soll ein Podcast mit dem Bürgerradio Enno starten, außerdem wünscht man sich einen Osterspaziergang mit dem MDR. Im Mai soll es ein Schulprojekt zur Apfelsorte „Schöne von Nordhausen“ geben. Zudem gibt es die Idee, dass Nordhäuserinnen und Nordhäuser ihrer Stadt 1000 Bäume schenken - um nur einige Ideen hier zu nennen.

Konkreter sind die Pläne für den 13. Mai 2027: An diesem Tag soll ein Festakt zur Stadtgründung stattfinden. Rinke hofft, auf dem dann „hoffentlich fertigen“ Blasii-Kirchplatz auch einen Mathildenbrunnen einweihen zu können, der im Zuge der Umgestaltung entstehen soll.

Vom 11. bis 13. Juni dann der Thüringentag mit großem Festumzug im Rahmen des Rolandfestes. Auch musikalisch soll es zum Thüringentag ein besonderes Highlight geben. Clueso oder die Fantastischen Vier – Künstler dieser Größenordnung schweben Holger Gonska vom Nordhäuser Jazzklub vor, der die musikalische Planung übernommen hat. Er habe bereits verschiedene Künstler angeschrieben.

Im August soll tatsächlich das Altstadtfest wiederbelebt werden, wann genau ist aber noch nicht klar. Für den Oktober gibt es nach einer Idee von Axel Heck den Vorschlag einer Kürbiswoche, angelehnt an die Mühlhäuser Kirmes. „Zumindest vom Flair her“, sagte Heck. Martini soll wieder mit einem richtigen Umzug gefeiert werden. Und zum Abschluss des Festjahres ist für den Dezember geplant, eine Zeitkapsel aus Kupfer im Glockenturm zu installieren. „Außerdem gibt es die Idee, im Wackerstadion erstmals ein gemeinsames Weihnachtssingen anzubieten“, sagte Rinke.

Vieles sind noch Ideen, die in den kommenden Wochen und Monaten konkretisiert werden müssen. Dafür haben sich innerhalb des Beirats vier Arbeitsgruppen gebildet, die sich getrennt mit den Themen Umzug, Sport, Musik und Stadtgeschichte beschäftigen sollen.

Fest steht auch: Der Stadtrat wird für 2026 und 2027 einen Doppelhaushalt beschließen. „Damit haben wir auch für den Jahresanfang 2027 finanzielle Sicherheit und kommen mit den Planungen nicht ins Stocken“, erläuterte Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos). Er lobte die Arbeit des Beirats, der habe „steil vorgelegt“. Nun müsse die Verwaltung diese Arbeit untersetzen – nicht nur finanziell, sondern auch personell.

Im April soll die Stelle im Bereich Stadtmarketing und Veranstaltungen wieder besetzt werden, kündigte der Oberbürgermeister an. Zudem treffe sich die Stadtspitze bis zum Thüringentag regelmäßig, derzeit einmal im Monat, mit der Staatskanzlei, um die Vorbereitungen abzustimmen. „Es gibt viele Vorgaben von der Staatskanzlei“, sagte Rinke. „Aber es gibt auch genügend Lücken, die wir nur mit Ideen füllen müssen.“
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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Kommentare
Warren
29.01.2026, 21:39 Uhr
Das ist eine erfreuliche Mitteilung
es wird Zeit das Nordhausen zeigt, das die alte Stadt auch in der Lage ist mit der Gesamtheit seiner Bürger ausgelassen ein großes Jubelfest zu feiern.
RiotUwe
30.01.2026, 06:51 Uhr
Hört sich alles gut an...
aber zu den Sportereignissen verrät man ja nicht viel. Wie wäre es mit einem Radsportfest? Bei dem Rennradfahrer, Gravelfahrer, Mountainbiker und auch "Normalos" angesprochen werden. Oder auch ein Leichtathletikfest könnte ich mir vorstellen.
andy24111963
30.01.2026, 15:37 Uhr
Wie heiß die Webseite
Kann keine freigeschaltete Webseite finden
Anmerkung techn. Support:
Denke unter nordhausen.de
Filzstift und Lineal
31.01.2026, 09:02 Uhr
Pogramm Thüringentag aus dem Gestern für das Gestern
Das Programm zeigt, dass diese Stadt im Gestern festhängt, das zeigt auch die aktuelle Politik.


Die Stadt erlebt einen Einwohneraderlass v.a. bei den jungen Menschen und ist nicht in der Lage, alte Pfade zu verlassen.

Das zeigt sich auch im Programm: Empfänge, Umzüge usw. .. damit wird die Jugend nicht angesprochen, das Festkomitee durfte in seiner Zusammensetzung deutlich Ü 60 sein.

Gute Nacht, NDH.
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