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Di, 07:40 Uhr
06.02.2007

Konflikt spitzt sich zu

Nordhausen (nnz). Schon über längere Zeit gehen die Landkreisverwaltung sowie der Gemeinde- und Städtebund nicht gerade zimperlich miteinander um. Der Höhepunkt der Spannungen war der Austausch von offenen Briefen. Damit ist der Streit aber nicht beendet, im Gegenteil.


Im Namen des Nordhäuser Kreisvorstandes des Gemeinde- und Städtebundes Thüringen hatte dessen Vorsitzender Jürgen Hohberg an Landrat Joachim Claus (CDU) einen Brief geschrieben (siehe nnz-Archiv). Auf den Brief hatte sodann der Vorsitzende des Personalrates im Landratsamt, Klaus-Uwe Koch, geantwortet. Dieser Brief, mit einem Schmunzeln zu lesen, hat viele Bürgermeister und Kreistagsmitglieder entzürnt. In keinem Landkreis in Thüringen würde der Umstand verzeichnet, dass ein Angestellter der Verwaltung Mitglieder des Kreistages so vorführe. Die nnz erinnert an ähnliche „Vorkommnisse“ zwischen Personalrat und Martin Höche (CDU) vor einigen Jahren. Jetzt die Wiederholung mit Jürgen Hohberg.

Wer nun erwartet hätte, der Landrat würde sich von dem Brief des Klaus-Uwe Koch distanzieren, der sah sich getäuscht. Vielmehr legte der Behördenchef in seinem Offenen Brief nach. Er zeigte sich verwundert, dass Herr Hohberg „in höchst unsachlicher Weise Äußerungen zum Haushalt tätigt, die jeder sachlichen Grundlage widersprechen“.

Und genau an dieser Stelle setzt die Verstimmung des Vorstandes des Gemeinde- und Städtebundes ein. Nicht Jürgen Hohberg teilt seine Meinung in dem Brief mit, sondern alle Vorständler. Und das sind neben Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, die hauptamtlichen Bürgermeister Rostek, Ehrhold, Hummitzsch, Höche, Hohberg sowie die VG-Chefs Gassmann, Reitzig und Meyer.

Wie die nnz aus diesen Kreisen erfuhr, wird es in nächster Zeit eine weitere Beratung der Bürgermeister geben, in der eine Strategie für das künftige Vorgehen in dieser Sache auf den Tisch kommen und beraten werden soll. Schließlich soll dem ein Gespräch mit Joachim Claus folgen. Ebenfalls verwundert äußerten sich die Verwaltungsstrategen über den zweiten Teil der Antwort des Landrates: Was seine Bemerkungen zur Gebietsreform angehe, so stand dies überhaupt nicht zur Debatte. Vielmehr wird vermutet, dass an der Nordhäuser Behringstraße bei diesem Themenkreis momentan die Nerven ein wenig blank liegen. Sich über künftige Strukturen Gedanken zu machen, das sei alles, nur nicht kontraproduktiv, wie es der Landrat ausdrückte.
Autor: nnz

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