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So, 10:55 Uhr
04.02.2007

Klares Votum für Becker

Nordhausen (nnz). Die Bedeutung des gestern stattgefundenen Kreisparteitages der SPD Nordhausen lag in seinem homogenen Verlauf als Ausdruck der Geschlossenheit seiner Delegierten. Und dem darauf gründenden überwältigendem Vertrauenserweis für die bisherige Vorsitzende Dagmar Becker. nnz gehörte zu den Gästen und kann über das Geschehen berichten.

Vorstand (Foto: js) Vorstand (Foto: js)

Ein Kreisparteitag wie der gestrige der SPD mitten in einer wahlfreien Zeit, ohne erkennbare innerparteilichen Probleme und so kurz nach dem Neujahrsempfang kann keine wirkliche Spannung auslösen. Im Cafe Jacobsohn hatte sich alles an Prominenz eingefunden, was solchen Empfängen Glanz verleiht. nnz hatte berichtet, was dort von den RednerInnen gesagt worden war und wie es eingeschätzt wurde. Im "Haus des Gastes" in Sülzhayn, wo sich die Delegierten der Kreis-SPD gestern trafen, war man unter sich und tauschte lediglich gesprächsweise noch Meinungen zum Verlauf des Neujahrsempfangs aus.

Dafür verlief diese Veranstaltung dann entsprechend der Tagesordnung sehr konzentriert, sachlich und effektiv. Nach Begrüßung und Eröffnung durch die bisherige Kreisvorsitzende Dagmar Becker, die eine ganze Anzahl Delegierter wegen Krankheit zu entschuldigen hatte, übernahm Michael Seifert die Moderation und leitete nach Feststellung der Beschlussfähigkeit der Versammlung souverän durch die Tagesordnung.

Die gekennzeichnet war durch die Rechenschaftsberichte aller für die einzelnen Ressorts Verantwortlichen, durch die Beiträge zur Arbeit des Kreisverbands und zu politischen Themen. Und schließlich nach der Entlastung des Vorstands durch dessen Neuwahl samt der Wahl zu allen sonst notwendigen Gremien.

Dagmar Becker hielt Rückschau auf das Geschehen um die Wahl der kommunalen Repräsentanten, schilderte kurz ihre Tätigkeit als Abgeordnete im Landtag, zog Schlüsse daraus und trug erste Überlegungen in Vorbereitung auf die nächsten Wahlen vor. Ausführlicher mit dem Schwergewicht auf seine vormalige Tätigkeit als Erster Beigeordneter im Landratsamt referierte dann Matthias Jendricke, nun Bürgermeister der Stadt Nordhausen. Es war ein anschaulicher und nachvollziehbarer Bericht über die Arbeits- und Verhaltensweise des Landrats, die immer wieder zu Problemen führte, die bis in den Kreistag reichten und mit sich brachten, dass die Fraktion der SPD mehrfach in die vermeintliche Rolle des Nein-Sagers und Bremsers gedrängt wurde und nicht öffentlichkeitswirksam darzustellen vermochte, dass sie lediglich das "Aussitzen" im Verhalten des Landrats und seine Alleingänge am Kreistag vorbei zu korrigieren bemüht war.

Insofern ergänzten sich die Aussagen Dagmar Beckers als Fraktionsvorsitzende, Jendrickes und seiner nach ihm zu Wort gekommene Nachfolgerin im Landratsamt, Jutta Krauth. Die u.a. die Aufzehrung aller Rücklagen im Haushalt des Kreises beklagte, und die dadurch noch enger gewordenen Möglichkeiten in der Gestaltung notwendiger Aufgaben. Bitter beklagt wurde schließlich auch die Vernachlässigung des Landkreises durch das Land, wobei als Beispiel auf die unterschiedliche und sehr augenfällige Verfahrensweise beim Straßenbau zwischen dem Eichsfeld und dem Landkreis Nordhausen verwiesen wurde. Hinsichtlich der gerade in jüngster Zeit sehr lebhaften Diskussion um Gebiets- und Verwaltungsreformen waren sich alle Redner einig, dass dabei Änderungen bewirkt werden müssen, allein schon durch die enormen Abwanderungen und deren Konsequenzen für die Kommunen.

Die abschließenden Wahlen brachten ein überaus überzeugendes Ergebnis für Dagmar Becker, die von den 37 Delegierten bei drei Enthaltungen (92%) als Vorsitzende wiedergewählt wurde. Als ihre Stellvertreter wurden gewählt Matthias Jendricke, Helga Uhl und Michael Seifert. Als Schatzmeisterin erhielt einstimmig Doris Apel das Vertrauen der Delegierten. Diese und alle sonst Gewählten wurden schließlich mit Blumen und viel Beifall bedacht und in ihre künftigen Aufgabenbereiche verabschiedet.
Autor: js

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