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Sa, 13:10 Uhr
24.01.2026
Autofahren im Winter

Laufender Motor beim Eiskratzen: 80 Euro

Nächtlicher Frost macht das morgendliche Eiskratzen für viele Autofahrer zum Pflichtprogramm. Nicht wenige lassen den Motor währenddessen schon warmlaufen, schließlich kann sich der Innenraum so schon ein wenig erwärmen. Auch längere Standzeiten im Fahrzeug werden gern bei laufendem Motor überbrückt, damit die Heizung weiterlaufen kann...

Marcel Schauffler vom TÜV Thüringen erklärt, warum diese unnötigen Leerläufe nicht nur der Umwelt schaden und daher auch laut StVO untersagt sind, sondern sich zudem negativ auf den Verbrauch und damit auch auf das Portemonnaie auswirken.

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„Ein laufender Verbrennungsmotor verursacht neben Abgasen immer auch Lärm. Zum Schutz der Mitmenschen vor vermeidbaren Belästigungen untersagt die StVO deshalb den unnötigen Betrieb eines Automotors. Mit den beiden Adjektiven ‚unnötig‘ und ‚vermeidbar‘ schließt der Gesetzgeber ausdrücklich auch das Betreiben eines Fahrzeugs im Stand aus. Dabei ist ganz egal, ob der Motor zum Aufwärmen des Innenraums im Winter oder zum Betrieb der Klimaanlage im Sommer genutzt wird. Wer das Verbot ignoriert, riskiert eine hohe Geldbuße: Seit der Aktualisierung des Bußgeldkatalogs werden für einen solchen Verstoß 80 Euro fällig“, warnt Fahrzeugexperte Marcel Schauffler vom TÜV Thüringen.

Das Freikratzen der Scheibe bei laufendem Motor ist allerdings auch aus technischen Erwägungen heraus wenig sinnvoll, meint Fahrzeugexperte Schauffler: „Bis ein Verbrennungsmotor die optimale Betriebstemperatur erreicht hat, vergehen gut und gerne 20 Minuten. Im Fahrbetrieb wird er schneller warm, daher ist es besser, nach dem Motorstart sofort loszufahren und gerade im Winter motorschonend frühzeitig zu schalten und hohe Drehzahlen zu vermeiden. Für ein schnelleres Wärmegefühl als die Heizung können außerdem die Sitzheizung und andere elektrisch beheizte Oberflächen sorgen.“

Auch abgesehen vom drohenden Bußgeld wirkt sich der im Stand laufende Motor negativ aufs Portemonnaie aus: „Ein kalter Motor verbraucht im Stand je nach Hubraum und Bauart rund zwei Liter Kraftstoff pro Stunde. Und was sich negativ auf den Verbrauch auswirkt, schadet auch eins zu eins der Umwelt: Die fünfminütige Aufwärmphase sorgt sowohl bei Benzinern als auch bei Dieseln für mehrere hundert Gramm vermeidbaren CO2-Ausstoß“, rechnet Marcel Schauffler vor.
Autor: red

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Kommentare
Kitty Kat
24.01.2026, 13:37 Uhr
Das ist alles nachvollziehbar
Aber was macht der Fahrer, dessen Frontscheibe von innen undurchsichtig beschlagen/gefroren ist? Im Blindflug nicht verkehrssicher losfahren oder doch etwas Gebläsewirkung abwarten dürfen?
Dass an den Scheiben innen was ist, kommt ja je nach Witterung oder Einsatz des Fahrzeugs am Vortrag doch mal vor. Ich würd mich auf jeden Fall für losfahren mit Sicht entscheiden, auch wenn der Motor im Stand mal zwei Minuten laufen muss.
Adavia
24.01.2026, 13:50 Uhr
Das sind die wichtigen Sorgen des Landes...
Wieder einmal eine wichtige Priorität im Land der Wirren. So geht es wieder vorwärts! Oder halt auch nicht...
big Z
24.01.2026, 15:03 Uhr
netter Beitrag
Wie verhält sich das eigentlich bei unseren Ordnungshütern?
Bei jeder Veranstaltung stehen sie im großen Format herum.
Egal ob Sommer oder Winter der Motor läuft die ganze Veranstaltung.
Norbert
24.01.2026, 16:10 Uhr
Thema Frontscheibenheizung..
Eine Frontscheibenheizung funktioniert leider nur mit laufendem Motor und benötigt circa ein bis zwei Minuten, um die Scheibe eisfrei zu kriegen.

Wie verhält es sich da rechtlich?
DonaldT
24.01.2026, 18:31 Uhr
Laufender Motor beim Eiskratzen: 80 Euro
Die Regelung, dass der Motor im Stand nicht laufen soll, die gibt es schon lange, nur hält sich fast niemand daran, weil auch keine Kontrollen erfolgen, also keine Verstöße geahndet werden.

Man beginne doch bei den Bussen des ÖPNV - aber auch da wird nicht kontrolliert, nicht mal vom Verkehrsbetrieb, der ja die Motorlaufzeit über die Betriebsstunden erfassen könnte.

Und eine Kontrolle der Raser und der E-Roller fahrer, für die keine Verkehrsregel zu gelten scheint - das wäre nötiger.
mabe39
25.01.2026, 10:06 Uhr
Zum Artikel
Eine Frage an Herrn Schaufler,was ist mit Bussen und LKW dessen Fahrer nach mindestens zehnstündiger Ruhepause wieder starten wollen
und Luft für das funktionieren der Bremsen benötigen.
Ich schätze das ca 85 Prozent aller Busse und LKW .mit Diesel betrieben weden.
Man muß den Motor nicht laufen lassen bis 20 Grad im Innenraum sind aber das Öl aus der Ölwanne. etwas bewegt wurde um einen Ölfilm an die Buchsen zu bringen
Irrenhaus
25.01.2026, 11:54 Uhr
Politiker
Und was ist eigentlich mit unseren Politikern die jeder einzelnen von a nach b geflogen werden ist das gut für unsere Umwelt.Ich muss zusehen wie ich bei den Temperaturen zur Arbeit komme die die sich darüber aufregen sicher nicht.Man sollte sich lieber über wichtigere Themen Gedanken machen.
KeinKreisverkehr
26.01.2026, 09:55 Uhr
Beschlagene Scheiben vermeiden.
Bezugnehmend auf Kitty Kats Kommentar hier Mal ein richtiger Profi Tipp um von innen beschlagene Scheiben zu vermeiden.:

Beim abstellen des Fahrzeuges die letzten 2-3 Minuten immer alle Fenster komplett hinunter lassen. Damit lässt man die warme, feuchte Luft aus dem Auto welche am nächsten Tag für den Beschlag von innen sorgt.

Man braucht keine Kirschkern Kissen oder andere Gimmicks. Einfach beim einparken die Fenster runter.

In meinem Verkehrsmittel der Wahl hatte ich bisher zum Glück noch nie mit beschlagenen Scheiben oder Schneebergen auf dem Dach zu kämpfen.
Nur das Silikonspray steht aktuell neben dem Fahrrad statt im Schrank.
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