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Do, 10:27 Uhr
15.01.2026
nnz nachgehakt

Zulassungen bald wieder online möglich

Ein Leser der nnz wollte vor Kurzem sein Auto bei der zuständigen Behörde des Landratsamtes zulassen. Das müsste eigentlich online funktionieren, doch Fehlanzeige. Die Möglichkeit bestehe wohl seit geraumer Zeit nicht mehr, heißt es in der Leserzuschrift. Die nnz hat nachgehakt und das zur rechten Zeit…

Die Online-Zulassung sei der kostengünstigste Weg gewesen, schreibt uns Herr R., seinem Kenntnisstand nach sei diese in Nordhausen aber bereits seit etwa zwei Jahren nicht mehr verfügbar und das obwohl der Gesetzgeber die Ämter dazu verpflichtet habe, diese Möglichkeit anzubieten.

Die nnz hat mein Landratsamt nachgehakt und scheinbar zur richtigen Zeit. In der Zulassungsstelle gibt es viel zu tun, im Jahr 2024 wurden dem Landratsamt zu Folge 9.198 Zulassungen und 8.892 Außerbetriebsetzungen bearbeitet, in 2025 wurden 7.197 Zulassungen ausgestellt und 8.805 Fahrzeuge außer Betrieb gesetzt.

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Mit der Einführung und der Weiterentwicklung im Rahmen der internetbasierten Fahrzeugzulassung wurden Verordnungen und Gesetze dahingehend angepasst, dass bestimmte Verfahren vollständig internetbasiert ausgeführt werden können, teilt das Landratsamt auf Anfrage der nnz mit, Bürger und Unternehmen sollen ihre Anliegen effizient und zeitersparende abwickeln können. Die Verwaltungen stünden damit in der Pflicht, ohne ein fixes Datum, ihre digitalen Angebote auszubauen. 

In Nordhausen hat das auch funktioniert, bis 2023. Webportale für die Online-Zulassung werden regelmäßig durch das Kraftfahrtbundesamt überprüft und zertifiziert. Der Anbieter, den der Kreis Nordhausen für die Bereitstellung der Online-Zulassung bis dahin nutzte, verlor eben jene Zertifizierung. „Die Sicherheitsanforderungen des Bundesamtes sind hoch und wir mussten einen neuen Anbieter finden. Das neue Verfahren musste in die Zulassungssoftware integriert, angepasst und intern getestet werden.“, teilt das Landratsamt auf Anfrage der nnz mit. Das gesamte Verfahren habe sich durch wiederholte Anpassungen an die amtlichen Vorgaben hingezogen, ist aus dem Landratsamt weiter zu hören, nun sei man kurz davor das neue Verfahren auch wieder digital anbieten zu können. Die neue Seite werde aktuell noch intern abgestimmt und soll in den nächsten Tagen online gehen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Checker
15.01.2026, 12:52 Uhr
Zulassungen…
Herr Jendrickes Hexenbesen war eben in der Zwischenzeit wichtiger. Nun ist das Ungetüm fertig und man hat wieder die nötige Zeit der Zulassungsstelle zu widmen.
Auch im Landratsamt muss man eben Prioritäten setzen.
Ingejörg
12.03.2026, 21:35 Uhr
Bald? Wann ist bald?
Was läuft denn da im Landratsamt, was Jahre braucht, um für die Bürger wieder einen Service online zur Verfügung zu stellen, welcher vor Jahren schon einmal funktionierte.
Auch die Meldung hier in der NNZ aus dem Januar ist nun schon wieder Monate her. Wie hier nachzulesen: in den nächsten Tagen?

Jendricke ist doch eigentlich ein Macher, oder etwa nicht?

In anderen Landkreisen funktioniert das schon seit Jahren!

Traurig und ein Armutszeugnis.
Fönix
13.03.2026, 11:14 Uhr
Das LRA ist hier
wohl eher Opfer als Täter. Wie kann es sein, dass Anbieter einer Softwarelösung, die ausschließlich von Behörden eingesetzt wird, Produkte auf den Markt bringen dürfen, die offensichtlich untauglich und/oder unzulässig sind?
Der Markt richtet hier offensichtlich gar nichts mehr und die Marktwirtschaft wird einmal mehr ad absurdum geführt.
Die Tatsache, dass die Korrektur dieses irrsinnigen Unfugs drei Jahre Zeit in Anspruch nimmt und mit Sicherheit Unsummen an Steuergeldern verschlingt (NDH dürfte kein Einzelfall sein!), zeigt nur, wie hoffnungslos rückständig dieses Land nicht nur beim Thema Digitalisierung (!!!) mittlerweile ist.
Es wird Zeit, dass hier aufgeräumt wird, und zwar gründlich! Unser Land geht sonst endgültig vor die Hunde, und zwar schneller, als sich viele vorstellen können. Denn das Bild ist überall das Gleiche, im Bildungssystem, im Gesundheitswesen, in den Alterssicherungssystemen, in der Infrastruktur, in den Verwaltungen ...
Ein erster wichtiger Schritt auf diesem Weg wären mehr unabhängige Medien wie z.B. die nnz, die ungeschminkt und schonungslos die Defizite und Missstände aufzeigen. Und es braucht natürlich auch noch mehr Bürger, die sich auf eine neutrale ungefilterte Berichterstattung einlassen!

PS.
Je länger ich über das, was ich in der letzten Zeit in der kleinen und großen Welt so wahrnehme, nachdenke, umso mehr beschleicht mich das ungute Gefühl, dass der alte Marx mit seiner These vom faulenden sterbenden Kapitalismus so unrecht nicht hatte ...
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