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Di, 10:11 Uhr
06.01.2026
Neubau in Nord

„Franzi“ macht den Ossietzky-Hof komplett

Federstrich für "Franzi": der Umbau des Ossietzky-Hofes in Nordhausen Nord geht in seine letzte Phase, entsprechende Verträge für den Start des Neubaus wurden jetzt von der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft SWG unterzeichnet. Nun soll es schnell gehen, in nur einem Jahr will man fertig sein...

Die Visualisierung von Franzi zeigt, wie das dritte Gebäude des Ossietzky-Hofs aussehen soll (Foto: Z-Geschossbau) Die Visualisierung von Franzi zeigt, wie das dritte Gebäude des Ossietzky-Hofs aussehen soll (Foto: Z-Geschossbau)

Gute Nachrichten für die Städtische Wohnungsbaugesellschaft zum Jahresbeginn: SWG-Chefin Inge Klaan und André Boden, Geschäftsstellenleiter von der Brandenburger Baufirma "Z-Geschossbau", haben jetzt den Vertrag für den Neubau „Franzi“ in der Albert-Traeger-Straße 43 unterschrieben. „Wenn alles glatt läuft, bauen wir spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2026“, kündigt SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan an.

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten setzt das Neubauprojekt nicht nur ein starkes Zeichen, mit dem Gebäude „Franzi“ wird zugleich das IBA-Projekt „Multitalent Ossietzky-Hof“ abgeschlossen. Der Neubau wird sich architektonisch harmonisch zwischen die bestehenden Wohngebäude „Ludwig“ und „Sophia“ einfügen und schließt die offene Raumkante an der Kreuzung Beethovenring/Albert-Traeger-Straße.

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Wohnen mit Komfort und Qualität
Geplant ist ein moderner, fünfgeschossiger Neubau mit 24 barrierefreien Wohnungen. Die Wohnungsgrößen reichen von 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit 61 bis 97 Quadratmetern und sprechen damit unterschiedliche Wohnbedürfnisse an. Alle Wohnungen verfügen über einen Westbalkon, der Abendsonne ermöglicht. Ein Aufzug erschließt alle Etagen, der Hauseingang befindet sich hofseitig. Die Westfenster erhalten eine einheitliche Außenverschattung, eine Fußbodenheizung sorgt in allen Wohnräumen und Bädern für angenehmen Wohnkomfort.

Prokurist Pascal Wetzler, SWG-Chefin Inge Klaan, Z-Geschossbau GmbH Geschäftsstellenleiter André Boden und kaufmännischer Leiter Oliver Münz sowie Projektleiterin Claudia Beck (v.l.n.r.) nach der Vertragsunterzeichnung in der SWG-Geschäftsstelle. (Foto: SWG Nordhausen) Prokurist Pascal Wetzler, SWG-Chefin Inge Klaan, Z-Geschossbau GmbH Geschäftsstellenleiter André Boden und kaufmännischer Leiter Oliver Münz sowie Projektleiterin Claudia Beck (v.l.n.r.) nach der Vertragsunterzeichnung in der SWG-Geschäftsstelle. (Foto: SWG Nordhausen)

Rekordverdächtig kurze Bauzeit
Besonders hervorzuheben ist die geplante Bauzeit von nur einem Jahr: Bereits im zweiten Quartal 2027 sollen die ersten Mieterinnen und Mieter einziehen.

Ermöglicht wird dies durch eine serielle Betonmodulbauweise, bei der vorgefertigte Bauteile eine schnelle, hochwertige und zugleich kosteneffiziente Umsetzung erlauben. Z-Betonbau überzeugte mit seinem Angebot im Rahmen des Verfahrens des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) „Serielles und modulares Bauen 2.0“. Für die SWG ist es bereits das zweite serielle Bauprojekt in einem GdW-Verfahren. Schon die beiden Neubauten im Gumpetal wurden in dieser Plattenbauweise in unter einem Jahr gebaut.

Klimafreundlich und zukunftsorientiert
„Franzi“ wird als klimafreundliches Effizienzhaus 40 errichtet und benötigt nur 40 Prozent der Energie eines vergleichbaren Referenzgebäudes. Für diesen Standard wird eine KfW-Förderung in Anspruch genommen. Der ursprünglich geplante Holz-Hybrid-Bau musste aus wirtschaftlichen Gründen verworfen werden.

Zur Sicherung bezahlbarer Nebenkosten wird der Neubau in das quartiersübergreifende Energiekonzept eingebunden und an die Energiezentrale im Gebäude „Ludwig“ angeschlossen. Ergänzt wird dies durch eine zentrale Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung.

Interessenten für eine Wohnung können sich bereits jetzt unter der Telefonnummer (03631) 920 400 vormerken lassen.
Autor: red

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Kommentare
Ulrich Schlegel
06.01.2026, 11:44 Uhr
Nichts für die regionale Wirtschaft
Eine schöne Investition, die sich auch sehr gut in das Quartier einfügt. Ich wundere mich nur sehr darüber, dass ein kommunales Immobilienunternehmen zum wiederholten Mal eine solche Großinvestition vollständig an der regionalen Wirtschaft vorbei realisiert.
Kein regionaler Baustoffhersteller, kein Handel und auch kein Bauunternehmen hat hier auch nur die Chance gehabt, ein Angebot ab zu geben.
Die Mieteinnahmen bekommt die SWG mit Sicherheit nicht aus Brandenburg, nein es sind die Menschen die hier wohnen und in den heimischen Betrieben ihre Brötchen verdienen.
Hier verstehe ich auch die Stadt Nordhausen als Eigentümer der SWG nicht.
Und wenn es im Rathaus schon keiner merkt, gibt es ja eigentlich noch einen Stadtrat.
Aber sicher ist es ausreichend, wenn die regionale Wirtschaft hier die Gewerbesteuern bezahlt, das Rolandsfest und die Vereine sponsort und die Mieter brav die Miete bezahlen.
Genau so muss man es machen, wenn es hier aufwärts gehen soll !
GerKobold
06.01.2026, 15:36 Uhr
der Mietpreis ist m.E. "Wucher"!
...es soll lt. "SWG" bei 13,50€ m² Preis losgehen, wer soll das bezahlen ist doch unrealistisch für einen schnell hochgezogenen Wohnblock, ich hoffe die neugebaute "Kiste" bleibt leer?
Wanderwölfin
06.01.2026, 16:21 Uhr
Franzi
Sehr schön,ich freue mich,dass barrierefreier Wohnraum entsteht.Gerade für Menschen, welche Treppen nicht mehr bewältigen können.
Kobold2
06.01.2026, 17:46 Uhr
Wenn die Auftragsvergabe
so verlaufen ist, wie im Eingangskommentar geschrieben, dann passt das zur Mentalität in der Region. Da braucht man sich auch nicht wundern, das man hier abgehängt bleibt.
Südharzmensch
06.01.2026, 18:22 Uhr
Mietwucher der SWG
Diese Preise sind Wucher - die SWG stellt sich unter Frau Klaan immer weiter selbst als kommunales Wohnungsunternehmen mit sozialer Verpflichtung in Frage.
.Wo bleibt der Stadtrat und der OB als Chef des Aufsichtsrates?
yven
06.01.2026, 18:24 Uhr
Mietpreise
die sich Ottonormalverdiener und Rentner leider nicht leisten können, aber die können ja immer noch in den unsanierten und unbeliebten Wohngebieten wohnen.
Davon abgesehen wird es bestimmt toller Wohnraum.
Gertrude
06.01.2026, 19:18 Uhr
…. Nichts für die regionale Wirtschaft
Wahre Worte Herr Schlegel! Eine solche öffentliche Auftragsvergabe ist in Nordhausen leider die Regel, nicht die Ausnahme. Das es anders geht beweist wieder mal das Eichsfeld. Hier wird seit Jahrzehnten die überwiegende Mehrheit kommunaler Aufträge an Unternehmen im Eichsfeld vergeben. Es geht also trotz kommunalem Vergaberecht auch Hand in Hand: Nach dem Wettbewerbs-
grundsatz und dem Gleichbehandlungs-
grundsatz dürfen ortsansässige Bieter bei
der Vergabe von Aufträgen nicht
bevorzugt werden, allerdings kommt der
Mittelstandsförderung im deutschen
Vergaberecht eine sehr wichtige
Bedeutung zu. So müssen größere
Beschaffungsvorhaben in Fach- oder
Teillose aufgeteilt werden. Darüber hinaus
gibt es im Ausschreibungsverfahren
mehrere Ansatzpunkte für die Förderung
des Mittelstands, von der Wahl der
Verfahrensart über das Leistungs-
bestimmungsrecht des Auftraggebers bis
zu den Eignungs- und Zuschlagskriterien.
Wanderwölfin
06.01.2026, 19:29 Uhr
Mietwucher?
Mir ist eine Rentnerin bekannt, welche mit ihrem Sohn eine schöne Wohnung bewohnt. Er schmeisst die Türen und schreit herum .Für Mitbewohner nicht schön und es sind keine armen Menschen. Also arm heisst nicht schlecht wohnen.
diskobolos
06.01.2026, 20:29 Uhr
Nicht immer nur meckern
Wer glaubt einen barrierefreien Niedrigenergie-Neubau mit Balkon, Fahrstuhl, Fußbodenheizung usw. könne man heute für die Mieten von vor 20 Jahren anbieten, der träumt wahrscheinlich.

Es wird viele nicht erfreuen, aber es ist heute nicht möglich Wohnungen neu zu errichten, die sich (fast) jeder leisten kann. Die Wohnungen werden sicherlich ihre Mieter finden. Nur wenn die SWG dabei Gewinne erwirtschaftet, kann sie auch in der Zukunft solche Projekte angehen.

Was häufig nicht beachtet wird: Auch Wohnungen der oberen Preisklassen nützen den Menschen mit kleinerem Geldbeutel. Denn ihre Mieter treten dann nicht mehr als Nachfrager für mittelteure Wohnungen auf . .
Esteban
07.01.2026, 23:13 Uhr
Neubau kostet
Ich kann dieses permanente "mir steht alles günstig zu“ Denken langsam nicht mehr hören. Wer ein Eigenheim besitzt und in den letzten Jahren gebaut oder saniert hat, weiß genau, wovon ich rede.

Explodierende Handwerkerpreise, monatelange Wartezeiten, Material knapp oder deutlich teurer. Da fragt auch keiner, ob das „sozial“ ist. Das ist schlicht Realität.

Viele Mieter argumentieren, als wäre Neubau eine Art staatliches Geschenk. Barrierefrei, Aufzug, Energiestandard, Balkon – aber bitte zu Preisen von vorgestern. Das ist eine Anspruchshaltung, die mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun hat. Niemand zwingt jemanden, dort einzuziehen.

Vielleicht sollten diejenigen es mal anders sehen. Diejenigen, die sich die Miete leisten können machen günstigere Wohnungen wieder frei. Man kann Wucher definieren wie man will, aber Neubau für 10€/qm ist nicht mehr möglich.

Was die regionale Wirtschaft betrifft, habe ich grundsätzlich Verständnis für den Baustoffhandel und das Handwerk vor Ort. Aber man sollte auch ehrlich bleiben: Es lief auf den Bau viele Jahre richtig gut. Und das Handwerk selbst steht in vielen Bereichen dank der Renteneintritte, also der Verknappung der Handwerker, sehr gut da.

Jetzt, wo das Baugeschehen stockt, plötzlich bei einem einzelnen Neubauprojekt die Schuldigen zu suchen, wirkt vorgeschoben. Und so zu tun, als würde die öffentlichen Auftraggeber grundsätzlich an der Region vorbei wirtschaften, ist schlicht falsch.

Die Baustoffe für die laufenden Sanierungen der bestehenden Wohnhäuser und Gebäude werden mit Sicherheit nicht in Berlin oder Brandenburg eingekauft, sondern hier vor Ort.

Man kann hohe Mieten kritisieren, dass ist legitim. Aber dieses reflexhafte „die da oben, wir hier unten“ hilft weder dem Wohnungsmarkt noch dem lokalen Gewerbe. Neubau ist teuer geworden. Für alle. Auch für Mieter Punkt.
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