Meine Meinung:
Alles dunkel oder was?
In Berlin ist es in einigen Stadtteilen recht dunkel. Hintergrund ist ein Anschlag auf das Starkstromnetz der Hauptstadt. Interessant ist bei dieser Gelegenheit ein Blick in die Medienlandschaft...
Alles dunkel oder was? (Foto: pixabay)
Leben wir wirklich alle in einer "Blase"? Beurteilen wir Straftaten nicht mehr nach dem, was passiert ist, sondern wer der Täter sein könnte? Ich will an dieser Stelle nicht schon wieder die aktuellen polizeilichen Kriminalstatistiken zum Beispiel in punkto Ausländerkriminalität bemühen.
Aber es gibt den PKS und den Berichten des Verfassungsschutzes einen Unterpunkt - die Gefahren, die vom Linksextremismus ausgehen. Die natürlich in der linken und grünen Blase heruntergespielt werden. Vielmehr müsse sich der Fokus der Berichterstattung auf das rechtsextreme Milieu konzentrieren. Und die meisten der bedeutenden Medien in diesem Land stimmen in diese Meinungsrichtung mit ein. Vielmehr: sie ordnen für uns, die Leserschaft, alles richtig ein.
In Berlin ist es seit dem Samstagmorgen in einigen Stadtteilen zappenduster. Es gab an zentralen Stellen der Stromversorgung (Hochspannungskabel) einen Anschlag, der die Stromversorgung von rund 45.000 Haushalten lahmlegte. Die Lage der Aufklärung lichtet sich in diesen Stunden. Die Rede ist von einem Anschlag. Im "Spiegel" und der "taz" ist man aktuell (10.28 Uhr) vorsichtig. In der "taz" (9.30 Uhr) ist nichts bekannt zu den Verursachern.
Die "WELT" berichtet um 11.38 Uhr von Brandsätzen und meldet unter Berufung der Berliner Polizei von einem Bekennerschreiben aus dem linken Zirkel einer Gruppe namens Vulkan. Der BILD liegt indes das Bekennerschreiben vor, es trägt den Titel: "Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit". Beide Zeitungen gehören zum Springerimperium und sind damit natürlich auf der bösen Seite des Medienhimmels zu verorten.
Das hier ist eine Momentaufnahme der Medienlandschaft. Und nun stellen sie sich vor, der Anschlag würde die "Handschrift" einer "gesichert rechtsextremistischen Gruppierung" zuzuordnen sein. Wie würde da die Berichterstattung des linksgrünen Medienhimmels über Deutschland ausfallen?
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg
Kommentare
ArreeTim
04.01.2026, 13:36 Uhr
Terroranschlag, Berichte und Resilienz gefragt
Terror hat nur in den Medien und der politischen Auseinandersetzung eine ideologische Farbe, aber legal m.E. zurecht nicht. Terroristische Straftaten werden in Deutschland politisch neutral sanktioniert, denn die §§ 129a und 129b StGB definieren Terrorismus ausschließlich nach Ziel, Methode und Schwere der Tat – nicht nach der Ideologie der Täter.
Ein linksmotivierter Anschlag auf kritische Infrastruktur kann daher ebenso als terroristische Straftat eingestuft werden wie ein rechts- oder religiös motivierter, sofern er darauf abzielt, die Bevölkerung einzuschüchtern oder den Staat zu beeinflussen (Ist das da in Berlin der Staat?).
Zusätzlich kommen bei solchen Taten regelmäßig andere schwere Delikte wie § 306a StGB (schwere Brandstiftung) und § 316b StGB (Zerstörung wichtiger Anlagen) zur ggf. kumulierten Anwendung, die grds. hohe Freiheitsstrafen vorsehen.
Damit bleibt klar: Die rechtliche Bewertung richtet sich allein nach der Gefährlichkeit und Zielrichtung der Handlung – nicht nach der politischen Farbe der Täter.
Die Medien mögen das polarisieren. Fraglich für Deutschland ist aber auch ff.: Resilienz bzw. Risikominimierung wird eine wichtigere Rolle spielen, d.h. hier Redundanz oder Pufferung mit Ersatzfunktion. Es gibt Möglichkeiten, temporäre Überbrückungskits vorrätig zu haben, die anhand bestehender Infrastruktur ausgelegt und vorgehalten werden sollten, keine Spinnerei... Wieso Infra krit. nicht überwacht, Prädikation, Brand- bzw. Sabotageschutz? Kostet, ja, aber wir müssen erkennen, was das Gebot der Zeit ist.
Politik stellt dazu m.E. durchgängig noch nicht die zielführenden Bedingungen und Programme auf!
Marino50
04.01.2026, 14:08 Uhr
Anschlag
Der Anschlag im September 2025 wurde auch schon durch Linksextreme begangen. Auch hier handelt es sich nicht um eine Havarie, sondern einen Anschlag. Was folgt, ist eine Kettenreaktion in allen Bereichen. Betroffen sind Krankenhäuser, Alten- und Pflegeeinrichtungen, private Haushalte ohne Wasser, keine Heizung.
Eigentlich ist es ein kriegsähnlicher Zustand, der herrscht, verursacht durch unsere Mitmenschen. Ich finde das sehr schlimm.
Und die Medien berichten kaum etwas, nur wenn es wirklich nicht mehr geht. Es soll so viel als möglich unter den Tisch gekehrt werden.
Was kommt als nächster Schritt?
Muggefug
04.01.2026, 16:22 Uhr
Linksgrüne Blase
Wie leicht man doch unsere Hauptstadt lahmlegen kann,und das mit überschaubaren Aufwand.Kleines Feuerchen und die Lichter gehen aus.
Nur schön das man dabei auch die eigene linke Wählerschaft,die es in Berlin reichlich gibt,vergrault.
Der Aufschrei nach solch einem Terror muss doch in der Regierung riesig sein,nur braucht man ja die Linken im Bundestag für Abstimmungen.
Passt das eigentlich auch in das linke Gutmenschentum das man Altenheime,Schulen, Kindergarten und Krankenhäuser lahmlegt, einfach wiederlich.
Extremismus muß bekämpft werden,der Verfassungsschutz ist aber auf dem linken Auge blind.
Unvorstellbar wenn das den Rechten zuzuschreiben wäre.....gute Nacht Deutschland
diskobolos
04.01.2026, 16:40 Uhr
Gewalt ist nie akzeptabel, darin sollten wir uns doch einig sein
Anschläge auf die Infrastruktur sind selbstverständlich als Verbrechen zu charakterisieren, egal durch wen sie verübt werden.
Solange sie aber nicht aufgeklärt sind, bleibt vieles Spekulation. Ein Bekennerschreiben kann ein Hinweis auf die Täter sein. Es kann aber auch von Trittbrettfahrern stammen.
Dass in den Polizeistatistiken rechtsextreme Straftaten besonders häufig auftreten, liegt einfach an deren Zahl. Und in der Rubrik Politische Morde sind sie deutlich häufiger als linksextremistische (gab es solche?)
Wer in D den Medien Einseitigkeit vorwirft, verkennt die Breite unserer Medienlandschaft. Junge Welt und Junge Freiheit, FAZ und taz unterscheiden sich doch gewaltig, auch wenn es eine große Konzentration von Medien in den Händen weniger sehr reicher Familien gibt.
Über BILD, das Zentralorgan des rechten Populismus, spare ich mir jetzt Ausführungen. Sonst könnte ich ja auch RTL 2 als ein Nachrichtenorgan ansehen . . .
tofa
04.01.2026, 16:45 Uhr
Toll, eine Meinung zur Meinung
Es piept mich schon bissel an, dass Zeitungen - auch besonders diese hier - fast nur noch Meinungen produzieren… Hier sogar ne Meinung über vermeintliche Meinungen… Ist das Journalismus? Auf jeden Fall schnell geschrieben….
Meines Wissens, hat die Polizei jetzt ganz offiziell Linksextreme als Täter benannt. Eine Straftat ist es sowieso, egal aus welcher Ecke. Für mich macht der politische Hintergrund keinen Unterschied - die Tat wird nicht weniger verwerflich, wenn die dahinter stehende Idee zu meinem Wahlverhalten passt…
Statt immer weiter Misstrauen, Argwohn und Abwehr gegen unseren Staat, seine Instanzen und ja auch generell gegen den ÖRR und die großen Medien zu schüren, halte ich es eher für angezeigt, die Bevölkerung auch mental zu stärken. Denn dass die gemütlichen Zeiten vorbei sind, ist kaum noch zu leugnen…
Frank Tabatt
04.01.2026, 18:05 Uhr
Für irgenwas ist so was trotzdem gut
Mitten im Winter fällt der Strom aus - in der Bundeshaupstadt . Über das warum und warum man nicht für solche Havarien ausreichend vorgesorgt hat ,das sei mal dahin gestellt.
Ein viel wichtigerer Aspekt ist doch , das es zu solchen Dunkelzeiten ohne intakte Infrastruktur jederzeit kommen kann und wahrscheinlich auch kommen wird . Bedingt durch die unüberlegte und von unwissenden Politkern und manipulierten Beratern herbeiorganisierte Energiewende begeben wir uns in eine sehr unsichere Zukunft.
Weht kein Wind , scheint keine Sonne, bekommen wir nicht ausreichend überteuertes Gas und haben die Polen oder Franzosen keine Strom übrig , sitzen wir im Dunkeln.
Darüber sollte sich unsere Regierung endlich mal klar werden und begangene Fehler schnellstens rückgängig machen.
Traurig ist es für die Berliner Bürger , die betroffen sind , aber ich sehe sie als eine Art Versuchskaninchen .
Anmerkung techn. Support:
Wenn eine Stromtrasse sabotiert wird und es dadurch zu einem Stromausfall kommt ist die von »unwissenden Politkern und manipulierten Beratern herbeiorganisierte Energiewende« Schuld?
Mensch Herr Tabatt, da hätte ich ihnen aber mehr zugetraut.
diskobolos
04.01.2026, 18:05 Uhr
"Meines Wissens,
hat die Polizei jetzt ganz offiziell Linksextreme als Täter benannt."
Echt jetzt? Woher haben Sie, tofa, denn diese Information? Hat man die Täter schon identifiziert oder ist dass jetzt auch nur IHRE MEINUNG?
Marino50
04.01.2026, 18:59 Uhr
Herr Tabatt
Ihre Äußerungen sind sehr krass. Ich hoffe nur, dass es nicht zu zusätzlichen Einbrüchen, Überfällen oder gar zu Erfrierungen in ausgekühlten Wohnungen kommt, wo alleinstehende kranke alte Menschen keinen oder wenig Kontakt haben. Ich wünsche mir nicht, 1 Woche ohne Strom auszukommen.
Sie vielleicht????
rasska86
04.01.2026, 20:37 Uhr
Herr Tabatt
.. "Thema verfehlt , 5 setzen" hätte mein Lehrer dazu gesagt.
Das ist eine perfide schwere Straftat, die tausende Menschen zu Opfern gemacht hat. Diese Vollpfosten gehören hinter Schloß und Riegel, egel welcher politischen Gesinnung sie angehören. Da muss auch kein Journalist irgendetwas für mich einordnen.
H.Freidenker
04.01.2026, 21:17 Uhr
Bekennerschreiben, Trittbrettfahrer?
das können nur die Russen gewesen sein!
Frank Tabatt
04.01.2026, 21:44 Uhr
Richtigstellung zu meinem Beitrag
Die betroffenen Bürger in Berlin tun mir natürlich leid.
Meine Bemerkungen bezogen sich auf die unausgegorene und stümperhaft gemachte Energiewende - nicht auf das Attentat. Meine Befürchtungen sind, dass wir demnächst deshalb alle mal im dunklen und kalten sitzen können. Mehr nicht
Und das diese Energiewende so nicht funktionieren wird , da stimmen mir sicher mehr zu .
Das hat nichts mit 5 setzten zu tuen
Anmerkung techn. Support:
Sehr geehrter Herr Tabatt, ein solcher Anschlag führt unter jeder bezahlbaren, möglichen Konstelation zu einem Stromausfall. Hier einen Zusammenhang mit Energiewende. Solarstrom, Windenergie oder was auch immer zu konstruieren ist einfach nur …
Bodo Schwarzberg
04.01.2026, 23:02 Uhr
Anschlag: Täter legen Schwachstellen offen...
...denn der verurteilungswürdige Anschlag zeigt die Verwundbarkeit unserer Infrastruktur durch Ganoven jeder Art und zugleich, wie abhängig wir von extern erzeugter Energie mittlerweile als Einzelpersonen sind.
Noch vor 50 Jahren hätten die Attentäter weniger Grund zur Freude gehabt. Unsere Großeltern hätten den Kachelofen angeheizt, Kerzen und Petroleumlampen angezündet, sie hätten sich einen dicken Pulli übergezogen, Eingewecktes aus dem Keller geholt und sie wären zeitig schlafen gegangen. Denn so kannten sie es. So funktionierte es Jahrhunderte lang.
Leider leben wir immermehr in Zeiten, in denen die gewohnte, hochtechnisierte Sicherheit nicht mehr sicher ist. Die Politik hat auch die Aufgabe, der Bevölkerung dies zu vermitteln und nutzbare Alternativen für den Fall der Fälle zur Verfügung zu stellen. Nicht nur in Berlin.
altmeister
05.01.2026, 07:39 Uhr
Da beißt sich die Katze in den Schwanz
Durch die "Energiewende" werden die Abhängigkeiten immer größer, die Möglichkeiten des Einzelnen kleiner.
Öfen, also auch Kachelöfen, werden immer mehr als unerwünschte Wärmeerzeuger deklariert, was die einfache und unabhängige Beheizbarkeit einschränkt. Das trifft auch auf die ehemaligen Möglichkeiten von Kochen und Backen durch den mit Holz und Kohle betriebenen Küchenherd zu.
Natürlich ist in einem Wohnblock eine Nutzung solch einer Heizmöglichkeit nicht möglich, da war schon zu früheren Zeiten Pumpentechnik für die Beheizung notwendig.
Weiterhin sind die Möglichkeiten der Lagerung von z.B. Einkochgläsern in heutigen Wohnsituationen immer eingeschränkter, schon das Einkochen ist bei aktuellen Energiepreisen zu überdenken.
Der weitere Ausbau von Wärmepumpenheizungen und Elektromobilität wird zusätzlich die Risiken vergrößern, dass es bei solchen oder ähnlichen Situationen zu einem Chaos kommen kann. Dem einzelnen Bürger wird durch Vorgaben wenig Spielraum gegeben gestaltend und vorbeugend zu agieren, selbst der vielleicht vorhandene Batteriespeicher hilft nur für kurze Zeit, da dessen Dimensionierung für normale Bedingungen ausgelegt sein wird, wobei noch dazu Platz- und Brandschutzaspekte zu berücksichtigen sind sowie wirtschaftliche.
Wie schon vorher kommentiert ist es wichtig, dass die Energieversorgung redundant ausgelegt sein sollte, um die Versorgungssicherheit bestmöglich zu gewährleisten, selbst bei solchen Terroranschlägen.
Eine vollumfängliche Überwachung ist nicht möglich, es wird immer Risiken geben.
Wie Bitte
05.01.2026, 07:41 Uhr
Bei einem Anschlag auf eine Energietrasse -
- ist es doch völlig egal, woher der Strom kommt bzw wie er erzeugt wird. Tatsache ist, dass er nicht mehr fließt, und dass es den betroffenen Berlinern sicher herzlich egal ist, ob der Strom, den sie gerade nicht haben, aus Atom, Kohle oder Windkraft ist.
Also, das ist Blödsinn, was da von einem Kommentator zusammengeschrieben wird, um irgendwie, nur weil es um Strom geht, den Haken zu Erneuerbaren zu schlagen.
P.Burkhardt
05.01.2026, 08:59 Uhr
Grundsätzlich...
..hat die Energiewende mit diesem Anschlag gar nichts zu tun....richtig ist, dass es ein Bekennerschreiben einer linksradikalen/autonomen Gruppierung gab, welches als echt eingestuft wurde. Falsch hingegen, ist die Aussage eines Vorkommentators, wonach durch die Energiewende die Risiken durch Anschläge steigen, da wegen der zunehmenden Dezentralisierung der Energieerzeugung das Schadenpotenzial sinkt.
Harzfreund
05.01.2026, 13:21 Uhr
Energiewende ?
"Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit"
Woran muss man glauben um solche Taten zu rechtfertigen ?
deralte
05.01.2026, 23:11 Uhr
Was wir wissen....
…. ist, dass es ein Terroranschlag war. Von Fanatikern, die so dumm sein müssen, dass sie keinen einzigen Kommentar hier richtig verstehen werden. Um das zu beweisen, muss ich mich auf einen Bericht des rbb verlassen können, der besagte, dass in dem Bekennerschreiben stehe, die Täter wollen damit die Reichen treffen. Man könne sich Reiche in Deutschland nicht mehr leisten.
Derart Dumme dürften wir uns eigentlich nicht mehr leisten. Aber wie sollen diese bekämpft werden?
Der richtig Reiche hört von der Katastrophe und klappt seinen Laptop auf. Im entsprechenden Programm sieht er, dass sein Notstromaggregat schon lange angesprungen ist und er noch für 3 Monate Diesel und für 6 Monate Heizöl hat.
Der mittelmäßig Reiche greift zum goldenen mobil phone und telefoniert Generatorverleiher und -verkäufer ab und lässt sich einen passenden anliefern. Natürlich heute noch.
Der Mieter eines Arbeiterschließfachs im Plattenbau geht zur nächsten Bahnstation und hofft auf einen gut geheizten Zug mit freiem Sitzplatz und wenig Kontrollen in den nächsten 5 Tagen, weil er keinen Platz in einer Turnhalle o.ä. bekommen hat. Und er zahlt mit seinen Steuern, steigenden Energiepreisen usw. den Unfug, den ein paar Dumme angerichtet haben. Die Reichen tun das auch. Aber sie nehmen das Geld aus der Portokasse.
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