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Fr, 13:49 Uhr
26.12.2025
Nordhausen hilft:

Benefiz-Yogaabend für Leopold

Manchmal braucht es nicht viel – nur Zeit, Zusammenhalt und ein offenes Herz. Unter diesem Gedanken laden Ramona Nahrstedt vom INJOY und Patrick Börsch vom Kreissportbund am kommenden Montag zu einer besonderen Benefizveranstaltung in die Ballspielhalle ein...


Beginn ist 18:00 Uhr. Der Abend steht ganz im Zeichen der Unterstützung für Leopold. Mit einer gemeinsamen Yoga- und Meditationsstunde möchten die Initiatoren möglichst viele Menschen aus Nordhausen zusammenbringen – nicht aus Pflicht, sondern für den guten Zweck. Die Teilnahme ist kostenlos, es wird kein Eintritt erhoben. Stattdessen gibt es eine Spendenbox. Jede Spende hilft weiter und kommt vollständig Leopold zugute.

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„Es ist uns ein echtes Herzensanliegen“, betonen die Initiatoren. „Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, füreinander da zu sein und Menschen aus unserer Stadt zu unterstützen, die Hilfe brauchen.“ Die Veranstaltung soll bewusst niedrigschwellig sein: Jede und jeder ist willkommen, unabhängig von Alter oder Yoga-Erfahrung. Benötigt wird lediglich eine Yoga-Matte oder ein Handtuch.

Ramona Nahrstedt (Foto: KSB) Ramona Nahrstedt (Foto: KSB)

Für eine warme, gemeinschaftliche Atmosphäre ist gesorgt: Zudem ist geplant, dass Leopold gemeinsam mit seiner Mutter Janine an diesem Abend ebenfalls anwesend ist – als stilles Zeichen dafür, worum es geht: echte Nähe, echte Hilfe, echte Solidarität.

Der Benefizabend soll Mut machen und zeigen, wofür Nordhausen steht: für Zusammenhalt, Menschlichkeit und Verantwortung füreinander – direkt vor Ort. Ein Abend, der nicht nur Ruhe schenkt, sondern Hoffnung.
Autor: red

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Kommentare
Hugo_NDH
26.12.2025, 20:32 Uhr
Spendenaktion
Hallo,

Grundsätzlich bin ich ja nicht gegen solch eine Spendenaktion, davor sollte aber klar sein, welche Sozialleistungen hier greifen oder warum nicht - denn grundsätzlich haben wir ein sehr gut aufgestelltes Sozialleistungssystem in Deutschland.

Des Weiteren stellt sich die Frage für mich als damaligen Spender, ob die damals gesammelten Spendengelder in meines Wissens 6-stelliger Höhe bereits aufgebraucht sind..

Zu allerletzt wäre auch wichtig, für was man genau spendet und vor allem, wie der aktuelle Gesundheitszustand ist und sich die Prognosen darstellen. Wichtig wäre natürlich auch, die Empfehlungen der Mediziner zu kennen.

Transparenz sollte Voraussetzung für eine Spendenaktion sein...

... erst dann kann ich entscheiden, ob ich nochmals spenden würde.
nemoi
27.12.2025, 11:38 Uhr
Leopold....?
man liest den artikel als aussenstehender.

wenn man solch einen aufruf macht, dann solle man überhaupt erstmal darlegen, wofür und vor allen WER ist Leopold....

sorry
Hugo_NDH
27.12.2025, 17:29 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Artikel
Hugo_NDH
27.12.2025, 17:46 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Wir klären das gerade.
Max_NDH
29.12.2025, 15:16 Uhr
Spenden helfen bei wichtigen Therapien
Die Fragen nach Transparenz sind absolut legitim.
Leopold lebt mit einer seltenen, nicht heilbaren und lebensverkürzenden Erkrankung (GM1). Viele notwendige Therapien, Hilfsmittel, Reisen (auch ins Ausland) und begleitende Maßnahmen werden nicht oder nur teilweise von Krankenkassen übernommen und kosten über Jahre hinweg sechsstellige Beträge. Spendengelder fließen nicht „auf einmal“, sondern werden kontinuierlich für genau diese Maßnahmen eingesetzt.

Diese Krankheit nimmt Schritt für Schritt Fähigkeiten, die wir für selbstverständlich halten:
• allein laufen
• einen Becher greifen
• selbstständig trinken
• alleine zur Toilette gehen
• mit anderen Kindern unbeschwert spielen

Was für uns Alltag ist, ist für Leopold oft nur mit viel Unterstützung, Therapie und Begleitung möglich.

Was viele nicht wissen: Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern gelten statistisch als dauerhaft armutsgefährdet, trotz Sozialleistungen. Spenden schließen hier Lücken, die das System nicht abdeckt – und ermöglichen Teilhabe, Therapie und Entlastung. Transparenz ist wichtig und wird ernst genommen.
Hugo_NDH
29.12.2025, 20:32 Uhr
Danke
Hallo Max,

Zunächst Danke für die Rückmeldung.
Ich gehe davon aus, dass du zur Familie gehörst. Zunächst wünsche ich Euch viel Kraft.

Meine Fragen wurden jedoch nicht konkret beantwortet - daher nochmals eine Übersicht:

Wieviel Gelder aus der bisherigen Spendenaktion stehen noch zur Verfügung?

Welche konkreten Maßnahmen und Leistungen werden nicht durch die Krankenkasse oder andere Sozialleistungsträger finanziert?

Welche Teilhabeleistungen sind erforderlich bzw. werden nicht finanziert?

Danke für Ihre Antwort.
Max_NDH
30.12.2025, 15:05 Uhr
Danke und ein gesundes neues Jahr.
Hallo Hugo,

danke für die Rückmeldung. Ich gehöre nicht zur Familie, habe mich aber mit dem Thema GM1, der Situation von Leopold und der allgemeinen Lebensrealität von Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern beschäftigt und dazu auch viel gelesen und gesprochen.

Wenn man sich damit auseinandersetzt, wird sehr schnell deutlich, wie akut belastend und vor allem wie kostenintensiv diese Lebenssituation ist. Viele notwendige Therapien, Hilfsmittel, Reisen zu Spezialisten sowie Maßnahmen zur Förderung und Teilhabe werden nur teilweise oder gar nicht von Krankenkassen übernommen und summieren sich über Jahre auf sehr hohe Beträge. Von außen ist das oft schwer nachvollziehbar, da man die laufenden Kosten und den dauerhaften Druck kaum sieht.

Spenden basieren grundsätzlich auf Freiwilligkeit und Vertrauen. Genau deshalb unterstützen Familie, enge Freunde und viele langjährige Wegbegleiter diese Aktion: weil sie die Familie kennen, im engen Austausch stehen und wissen, dass die Mittel ausschließlich für Leopold und zur Entlastung der Familie in einer extrem belastenden Situation eingesetzt werden. Es sollte aus meiner Sicht einer Familie mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind nicht zusätzlich zugemutet werden, ihre finanzielle Situation öffentlich im Detail offenzulegen. Dennoch wird hier nach bestem Wissen und Gewissen ein hohes Maß an Transparenz gelebt.

Wichtig ist mir auch zu betonen: Niemand soll hier zu einer Spende überredet werden. Wer helfen möchte, tut dies aus eigener Überzeugung. Wer Zweifel hat oder andere Hilfsorganisationen unterstützen möchte, hat dafür selbstverständlich genauso jedes Recht.

Bei aller Diskussion sollte nicht vergessen werden, dass es hier um ein Kind geht, dessen Lebenszeit voraussichtlich deutlich begrenzt ist. Diese Situation ausschließlich auf finanzielle Fragen zu reduzieren, ist für alle Beteiligten eine große ethische und menschliche Herausforderung.

In diesem Sinne möchte ich das Thema an dieser Stelle gerne ruhen lassen und wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Viele Grüße
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