Mi, 17:26 Uhr
24.01.2007
Schachspiel im Kalten Krieg
Nordhausen (nnz). Die Zeiten haben sich geändert, aber die Musik von ABBA bleibt ein Hit. Erstmals ist an einem ostdeutschen Theater Chess, das Schachspiel, zu sehen. Einblick in die laufende Produktion gibt Ihre nnz.
Das Bühnenbild ist ein überdimensionales Schachbrett. Einige große Figuren wie der weiße König warten bereits auf ihren Einsatz. Regisseurin Iris Limbarth und Joseph R. Olefirowicz, der musikalische Leiter, proben intensiv für die Premiere am 02.02.2007 um 19.30 Uhr. Die Vorstellung ist nahezu ausverkauft.
Die Geschichte von Chess ist an sich überholt. Ein Russe und ein Amerikaner stehen sich beim Schachturnier mitten im Kalten Krieg gegenüber. Und beide verlieben sich in die selbe Frau. Die einst verfeindeten Supermächte sind jedoch weniger das Hauptmotiv der Inszenierung als die Beziehungen der Personen untereinander. Liebe und Intrigen kommen nie aus der Mode.
Das Musical wurde den heutigen Sehgewohnheiten behutsam angepaßt. War es ursprünglich eine viereinhalb Stunden dauernde Rockoper, ist diese deutsche Fassung auf zwei Stunden und 40 Minuten verkürzt. Dank des abstrakten Bühnenbildes sind blitzschnelle Umbauten möglich. Das verhindert lange Pausen für die Zuschauer. Fast alle Lieder werden auf Deutsch gesungen. Nur der Hit One Night in Bangkok bleibt Englisch. Solch ein bekannter Titel sollte nicht geändert werden. Wir haben uns für Deutsch entschieden, damit alle Zuschauer die Texte verstehen sagte Regisseurin Iris Limbarth.
45 Personen werden auf der Bühne zu sehen sein, wenn man alle Chorsänger und Tänzer zählt. Die klassisch ausgebildeten Sänger mußten erst mal für die moderne Musik gewonnen werden. Nicht jeder ist dafür geeignet. Zwei der Hauptrollen wurden mit Gastsolisten aus den Niederlanden besetzt. Den Amerikaner Frederick Trumper spielt Paul Erkamp. Die Ungarin Florence Vassy singt Femke Soetenga. Die zweite Hauptrolle, die des russischen Schachspielers Anatoli Sergievsky, übernimmt Rob Pitcher. Den intriganten KGB-Mann singt Thomas Kohl.
Ein interessantes Klangerlebnis ist zu erwarten. Drei Keyboards werden neben dem Orchester eingesetzt. Da es die Originalinstrumente aus den 1980ern nicht mehr gibt, mußten alle Klänge möglichst echt neu programmiert werden. Zwei Stunden dauert allein der Aufbau dieser Technik. Anders als im Original erklingt eine echte Harfe. Für die Nutzung dieses Instruments hat das Theater eine schriftliche Erlaubnis von ABBA Gründer und Komponist Benny Anderson eingeholt.
Neunmal ist das Musical Chess im Theater Nordhausen während dieser Spielzeit zu sehen. zudem gibt es für Jugendliche eine Musicalwerkstatt, wo sie binnen 90 Minuten das Stück kennenlernen und Ausschnitte sehen können. Durch die vielfältige Musikmischung zwischen Pop, Rock und klassischer Orchestermusik ist Chess ein Musical für alle Generationen.
Autor: wfDas Bühnenbild ist ein überdimensionales Schachbrett. Einige große Figuren wie der weiße König warten bereits auf ihren Einsatz. Regisseurin Iris Limbarth und Joseph R. Olefirowicz, der musikalische Leiter, proben intensiv für die Premiere am 02.02.2007 um 19.30 Uhr. Die Vorstellung ist nahezu ausverkauft.
Die Geschichte von Chess ist an sich überholt. Ein Russe und ein Amerikaner stehen sich beim Schachturnier mitten im Kalten Krieg gegenüber. Und beide verlieben sich in die selbe Frau. Die einst verfeindeten Supermächte sind jedoch weniger das Hauptmotiv der Inszenierung als die Beziehungen der Personen untereinander. Liebe und Intrigen kommen nie aus der Mode.
Das Musical wurde den heutigen Sehgewohnheiten behutsam angepaßt. War es ursprünglich eine viereinhalb Stunden dauernde Rockoper, ist diese deutsche Fassung auf zwei Stunden und 40 Minuten verkürzt. Dank des abstrakten Bühnenbildes sind blitzschnelle Umbauten möglich. Das verhindert lange Pausen für die Zuschauer. Fast alle Lieder werden auf Deutsch gesungen. Nur der Hit One Night in Bangkok bleibt Englisch. Solch ein bekannter Titel sollte nicht geändert werden. Wir haben uns für Deutsch entschieden, damit alle Zuschauer die Texte verstehen sagte Regisseurin Iris Limbarth.
45 Personen werden auf der Bühne zu sehen sein, wenn man alle Chorsänger und Tänzer zählt. Die klassisch ausgebildeten Sänger mußten erst mal für die moderne Musik gewonnen werden. Nicht jeder ist dafür geeignet. Zwei der Hauptrollen wurden mit Gastsolisten aus den Niederlanden besetzt. Den Amerikaner Frederick Trumper spielt Paul Erkamp. Die Ungarin Florence Vassy singt Femke Soetenga. Die zweite Hauptrolle, die des russischen Schachspielers Anatoli Sergievsky, übernimmt Rob Pitcher. Den intriganten KGB-Mann singt Thomas Kohl.
Ein interessantes Klangerlebnis ist zu erwarten. Drei Keyboards werden neben dem Orchester eingesetzt. Da es die Originalinstrumente aus den 1980ern nicht mehr gibt, mußten alle Klänge möglichst echt neu programmiert werden. Zwei Stunden dauert allein der Aufbau dieser Technik. Anders als im Original erklingt eine echte Harfe. Für die Nutzung dieses Instruments hat das Theater eine schriftliche Erlaubnis von ABBA Gründer und Komponist Benny Anderson eingeholt.
Neunmal ist das Musical Chess im Theater Nordhausen während dieser Spielzeit zu sehen. zudem gibt es für Jugendliche eine Musicalwerkstatt, wo sie binnen 90 Minuten das Stück kennenlernen und Ausschnitte sehen können. Durch die vielfältige Musikmischung zwischen Pop, Rock und klassischer Orchestermusik ist Chess ein Musical für alle Generationen.


