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Mi, 06:45 Uhr
24.01.2007

Korruptionsverdacht bei der GEZ

Nordhausen (nnz). Bei der Gebühreneinzugszentrale, alles andere als Deutschlands bevorzugter Sympathieträger, haben offenbar die internen Vorkehrungen gegen Korruption versagt. Wie sich das auswirkt haben soll schildert nnz.


Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt gegen zehn Verdächtige und hat deren Wohnungen wie auch die Büros der GEZ in Köln durchsucht. Gegen Geld, Bordellbesuche und andere Geschenke soll ein Kaufvertrag in zweistelliger Millionenhöhe abgeschlossen worden sein.

Behördensprecher Alfons Grevener bestätigte, dass die Staatsanwaltschaft ermittele. Laut Grevener soll die GEZ bei einer Firma aus der IT-Branche Produkte eingekauft haben. Vor Abschluss des Vertrages in zweistelliger Millionenhöhe seien GEZ-Mitarbeiter mit Geldzuwendungen in Höhe von mehreren tausend Euro sowie mit Einladungen zu Sportveranstaltungen oder Bordellbesuchen bestochen worden.

Die Ermittlungen seien durch eine sehr konkrete anonyme Anzeige in Gang gekommen, die möglicherweise von einem ehemaligen Mitarbeiter der Computerfirma stamme, sagte Grevener. Die Staatsanwaltschaft habe auf Grund dieses Hinweises einen Durchsuchungsbefehl bekommen und sei in den Büros sowie in der Wohnung des Chefeinkäufers in Troisdorf bei Köln "auf einige sehr interessante Dokumente" gestoßen. Daraufhin seien die Durchsuchungen am Dienstag angesetzt worden. Es bestehe der dringende Tatverdacht des Betrugs, der Untreue, Vorteilsgewährung und -Annahme.

Auch andere Unternehmen seien in diesem Zusammenhang durchsucht worden. Dabei gehe es um eine Versicherung in Köln sowie um Unternehmen in Aachen und Düsseldorf. Außerdem seien insgesamt acht Privatwohnungen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg durchsucht worden.

Die GEZ mit Sitz in Köln ist im Auftrag aller deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten dafür zuständig, Besitzer von Radios, Fernsehern und neuerdings auch internetfähigen Computern zu erfassen und zur Kasse zu bitten. 2005 zog die GEZ ihrem Geschäftsbericht zufolge 7,1 Milliarden Euro an Gebühren ein. 162 Millionen Euro seien für die Finanzierung der Einzugszentrale verwendet worden.
Autor: js

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