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Fr, 11:30 Uhr
05.12.2025
Meine Meinung:

Klima ja - Wehrdienst nein?

Na, wer hätte das denn gedacht: die deutsche Jugend hat es nicht so sehr mit den Taten. Die Welt retten ja, das eigene Land, die Heimat verteidigen eher nicht...

Das war einst erlaubt... (Foto: Gerd Altmann auf Pixabay) Das war einst erlaubt... (Foto: Gerd Altmann auf Pixabay)
Viel wird seit einigen Tagen medial über die für heute angekündigten Schülerproteste gegen die Einführung einer Wehrpflicht diskutiert. Dazu meine Meinung.

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Wenn ich das alles mal kurz zusammenfassen kann: Als es um die angebliche und unverbindliche Rettung dieser Erde ging, da gingen die jungen Menschen und diejenigen, die immer gegen irgendetwas demonstrieren auf die Straßen dieses Landes. Vor allem freitags sollte demonstriert werden. War praktische, weil quasi eine Vier-Tage-Schulwoche.

Und was macht die Politik? Die Politkräfte, die immer noch "unsere", also ihre Demokratie verteidigen wollen, die finden den Schülerstreik gegen eine drohende Wehrpflicht nicht mehr so toll. Während bei der Klimademo gerne mal schulfrei gegeben wurde, während einige Kultusminister die von FFF organisierten und während normaler Schulzeit stattfindenden Demos gegen den Ukrainekrieg im Jahr 2022 oder gegen "Rechts" noch unterstützten, ist der jugendliche Widerstand jetzt defacto illegal. Wer gegen die Wehrpflicht demonstriert und das noch während der Schulzeit, der ist Schulschwänzer.

Bleibt ja auch die Frage, warum die jungen Menschen, die das Land nicht verteidigen wollen, ausgerechnet zwischen 10 und 12 Uhr streiken? Ginge doch heute auch zwischen 14 und 16 Uhr. Die Scheinheiligkeit dieses Ansinnens ist defacto nicht zu überbieten. Wieder mal...

Aber: Es ist auf eine Weise kurios, wenn Niedersachsens grüne Kultusministerin Schülerinnen und Schüler ermahnt, zur Schule zu gehen. Der heutige Freitag sei ein ganz normaler Schultag, Schulstreiks oder Unterrichtsboykott seien nicht erlaubt, sagte die Politikerin der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. In Thüringen hätten sich die Schüler ja vorher schriftlich beurlauben könne, hießt es aus dem entsprechenden Ministerium.

Wenn die Teilnehmer der FFF-Demos damals die ganze Welt retten wollten, warum können sie nicht mit der Waffe in der Hand wenigstens dieses Land vor Putin oder sonst wen beschützen? Das Land mit der Waffe in der Hand, das sollen schön die beschützen, die sich damals an der Rettung der Welt nicht beteiligten. Und das - mit Verlaub - das war damals die Mehrheit der 18 bis 25jährigen in diesem Land.

Ein zweiter Aspekt des Aufbegehrens kommt aktuell hinzu. Die jungen Menschen, die morgens mit dem Morgen-Magazin von ARD und ZDF beim Frühstück mit den Eltern unterhalten werden und den familiären Alltag mit dem Heute-Journal beenden, denken vermutlich, dass Putin kurz vor Frankfurt/Oder steht und überlegt, wie er über die maroden Brücken über Oder, Spree, Elbe oder Saale kommen könnte.

Diese Jugendlichen haben deshalb einfach Angst, dass die Herren Kiesewetter oder Röttgen Recht haben und der Krieg vor der Haustür steht und anklopfen könnte. Deren Demokratie verteidigen und eventuell dafür den Heldentod sterben? Auf keinen Fall. Die jugendlichen Demonstranten wollen nicht für "die da" in Berlin sterben. Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte gehen junge Menschen auf die Straße, um gegen die herrschende Politik zu demonstrieren. Ich bin auf die Berichterstattung in den bekannten Medien sehr gespannt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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Kommentare
Marino50
05.12.2025, 13:37 Uhr
Schülerproteste...
Ja, die Schüler (Werktätigen von MORGEN) wollen alles haben, aber nichts dafür tun. Wer soll denn in Zukunft diese Aufgaben übernehmen, wenn nicht die Nachfolger von uns Alten.
Wenn diese heutigen Schüler erwachsen sind, können sie diese freien Tage freitags auch nicht mehr haben. Die zukünftigen Arbeitgeber können sich jetzt schon freuen.
Der Freitag heißt nicht Freitag weil man da frei hat. Noch gibt es die 5-Tage-Arbeitswoche.
S.P.Andreas
05.12.2025, 14:17 Uhr
Das Problem sind die Rosinen,die man sich rauspickt
Ich habe garnichts gegen Demos von Jugendlichen.
Aber erstens bitte in der Freizeit.
Und zweitens zu Themen die realistisch alle in der Gesellschaft betreffen.
Klima Wandel ist real.......aber ist mit dem "Pille Palle" Massnahmen leider nicht aufzuhalten.Ausserdem von Deutschland(dem grössten Vorbild der Welt) sowieso nicht allein.(Das Vorbild war zynisch gemeint.)
Wehrpflicht ist nun mal ein Erfordernis des Staates gegenüber dem Bürger in Punkto Sicherheit.Und mit wem will man denn die Sicherheit gewährleisten!? Etwa mit Robottern und Raketen!? Alles ohne Bedienung....

Also bitte schön auf dem Teppich bleiben.

Das alles scheint ein Trend zu sein.Nichts tun und viel Geld verdienen.Nichts tun aber unter dem Schutzschild des Staaates die Füsse ausstrecken.

Mann wo ist die Moral der Leute......... Sie ist Im A......
Wie Bitte
05.12.2025, 14:45 Uhr
Ich meine mich erinnern zu können,
dass etliche Schulen durchaus auch das Fehlen an Freitagen für "fridays for future" als Schwänzen werteten.
Ganz so war es nicht, wie Herr Greiner hier wieder einmal sehr polemisch darstellt.

Außerdem fehlt mir irgendwie ein Fazit: Herr Greiner, schauen Sie doch mal in das Umfrageergebnis, als die nnz wissen wollte, wieviele Leser ihr Land mit der Waffe verteidigen würden. Ich meine, es war etwas bei 75 Prozent, die mit "nein" für die Verteidigung Deutschlands abstimmten.
Also, die "Alten", zu denen ich die nnz-Leserschaft inklusive mir werte, dürfen sagen, "wollen wir nicht", die Jugend aber soll, wenn ich die ersten Kommentare korrekt interpretiere, "die Jugend will nichts mehr tun"?
Ob der Kommentator wohl selbst auch "nein" bei "Verteidigung Deutschlands" angeklickt hat?

Oder, um Ihre Überschrift aufzunehmen: die Jungen "ja", die Alten "nein"?
Was'n das für eine Heuchelei?
Marino50
05.12.2025, 15:29 Uhr
Wie bitte?
Ich habe für 16 Jahre einen Diensteid geleistet. Mit meinen heutigen Ü70 ist das wohl kaum noch möglich.
Bei der Abstimmung war kein Alter angegeben. Also kann ich auch davon ausgehen, dass eventuell hauptsächlich jüngere Menschen mit "nein" gestimmt haben. Das ist eine "Milchmädchen-Rechnung".
Andi Macht
05.12.2025, 15:40 Uhr
Schüler von gestern...
die hauptsächlich an den Klimademos beteiligt waren befinden sich rein rechnerisch gar nicht mehr in der Schule.
Ich finde es irgendwie falsch die jetzigen Schüler für das verantwortlich zu machen, was deren Vorgänger auf dem Kerbholz haben.
Alexandra Se.
05.12.2025, 16:44 Uhr
Schulpflicht?
Zu den Demonstrationen kann man definitiv unterschiedlicher Meinung sein aber in D auf die Schulpflicht zu pochen ist schon albern... Für Lehrer scheint diese jedenfalls nicht mehr zu gelten, warum also für Schüler? In einzelnen Schulen in NDH fällt über 40 Prozent des Unterrichts aus, da kommt es auf diese 2h an einem Freitag definitiv nicht mehr an.
Leser X
05.12.2025, 17:14 Uhr
Gute Aktion
Der Skandal ist doch, dass Kriegstüchtigkeit und Militarisierung den Unwillen, ja geradezu Ekel der Regierenden zu internationaler Entspannungspolitik ersetzen sollen. Da sollten wir Kriegsgegner durchaus auch mal über einen Generalstreik nachdenken. Und die Kriegstreiber motivieren, direkt an die Front zu gehen.
Kitty Kat
05.12.2025, 18:06 Uhr
Natürlich Wehrpflicht
Warum denn nicht. Der Staat profitiert, weil genug Soldaten da sind. Die jungen Leute profitieren, weil sie dabei zu fertigen Erwachsenen werden. Was gibt's da zu demonstrieren?
Ich habe auch gedient, ohne Diskussionsmöglichkeit und in einer arg unbequemeren Zeit. Ich habe es locker überlebt. Also was soll das mimimi jetzt ihr ach so harten jungen Kerle?
Wie Bitte
05.12.2025, 18:54 Uhr
Ach, jetzt waren es alles die jungen Leute,
die auf der nnz auf "wir würden Deutschland nicht mit der Waffe verteidigen" geklickt haben?
Oh, da muss ich die Einstellung meiner Mitkommentatoren bisher ja völlig falsch eingeschätzt haben!
Da entschuldige ich mich aber mal lieber brav dafür.
Gehard Gösebrecht
05.12.2025, 19:46 Uhr
Ab an die Ostfront/flanke
Damit das Jungvolk Lust zum Sterben kriegt.
RWE
05.12.2025, 19:46 Uhr
Ach Leute
FFF war auch nur in den Großstädten ein Thema. Im Rest des Landes ist man damal zur Schule gegangen und tut es auch heute noch wenn es um die Wehrpflicht geht. Es handelt sich ja in beiden Fällen um in etwa das selben Milieu.
Übrigens, jeder junge Mann kann ohne Probleme den Wehrdienst verweigern. Auch wenn die Wehrpflicht wieder eingeführt wird.
Harzfan
05.12.2025, 21:25 Uhr
Wehrdienst
Es wäre ja evtl noch akzeptabel, aber wie Herr Greiner schrieb, oder ich es so heraus lese, wenn die jungen Leute pausenlos von den Medien bombardiert werden, dass der Krieg unausweichlich in Deutschland bevorsteht, feiere ich diese Aktion der Schüler. Stell dir vor, es ist Krieg und niemand geht hin. Da wird zudem die Deutschlandfahne weg gerissen von Politikern, aber zum Töten von Menschen soll plötzlich Patriotismus hergestellt werden. Oder irgendwas, was sie Kampf für Demokratie nennen. Ihre selbsternannte Demokratie? Wir dürfen gespannt sein. Die Revolution frisst ihre Kinder. Kinder,seid wachsam!
Echter-Nordhaeuser
05.12.2025, 21:41 Uhr
Wehrdienst
Jeder Staat dem seine Ehre und seine Unabhängigkeit lieb ist, muß sich bewußt sein daß sein Friede und seine Sicherheit auf seinem eigenen Degen beruht.
Mitternacht
05.12.2025, 22:07 Uhr
Ich finde es extrem verwirrend,
dass ein Redakteur, der sonst immer gegen alles ist, wofür die amtierende Regierung ist, plötzlich dagegen ist, dass die amtierende Regierung dagegen ist, dass die Jugend gegen den Wehrdienst ist.
Wenn man berücksichtigt, dass der Redakteur sonst durchaus gegen den Krieg und für Putin ist, und die Regierung den Wehrdienst vor allem der Erstarkung gegen Putin ins Feld gerufen hat, müsste der Redakteur eigentlich dafür sein, dass die Jugend dagegen ist, und somit dagegen sein, dass die Regierung dagegen ist, dass die Jugend dagegen ist.

Ihr könnt mir schon noch folgen, oder? Ich musste meine Worte auch selbst dreimal lesen, um sicherzustellen, dass sie Sinn ergeben.

Ich bin mir nicht sicher, was der Redakteur nun eigentlich meint, bin mir aber ziemlich sicher, dass die Kommentatoren, die dagegen sind, dass die Jugend gegen den Wehrdienst ist, während sie selbst gegen den Krieg sind, ziemlich sicher einfach nur prinzipiell gegen alles sind.
Sonst müssten die Kommentatoren nämlich eigentlich dafür sein, dass die Jugend dagegen ist, wofür die Regierung ist.

Aber dann könnte man ja nicht mehr so schön gegen alles sein.
Schickimicki67
06.12.2025, 09:20 Uhr
Ein freies Leben im Frieden muss auch verteidigt werden...
und wer soll das machen wenn nicht die zukünftige Generation.
Ja auch wir wurden früher eingezogen (18 Monate) um unser Land zu schützen.
Klingt jetzt vielleicht ein bisschen sozialistisch, ist aber nicht so gemeint. Mal ganz zu schweigen von den lächerlichen Sold ( 150-180 Mark monatlich) ist man auch nicht sehr oft nach Hause gekommen. Sie wollen leben, feiern und auch irgendwann eine Familie gründen. Doch wer soll das alles schützen? Es gab in der Vergangenheit böse Menschen es gibt sie jetzt und es wir auch in Zukunft böse Menschen geben, welche nicht viel von Freiheit und Frieden halten.
Cychreides
06.12.2025, 10:39 Uhr
Wieso sollte ich.
Als einer der letzten die noch gedient haben frage ich mich oft für was und wen ich bzw. andere kämpfen sollen. Melde ich mich freiwillig als Reservist? Es ist ja nicht so als würde man von Staat oder der Bevölkerung, noch Medien dafür gewürdigt. Weder für die Tätigkeit an sich, noch das Engagement sein eigenes Leben und seine Psyche sprichwörtlich in den Dreck zu werfen. Selbiges trifft für noch viele weitere Berufsgruppen zu. Diese inhaltlosen Reden und das gespielte erinnern, beklatschen und gedenken unserer politikerkaste ermutigt mich jedenfalls nicht.

Dann also für den Staat? Für unsere Steuer- und Abgabenlast? Für Überfremdung und Verwahrlosung unserer Städte? Für Alters- u. Kinderarmut und eine alles verschlingende Bürokratie? Für kiffen und transgender bullshit und sprachverbote sowie eine elitäre kaste die gerne genderneutral sprechen würde und dragqueens auf kinder los lässt?
Für eine Demokratie, welche in richtige und falsche Meinung unterteilt und Opposition mit allen mitteln bekämpft?
Für die rechtliche konsequenzlosigkeit schlechter Leistung unserer Politiker und Beamten? Für Vernachlässigung der elementaren Pflichten des Staates gegenüber seinem Souverän?

Nein, es ist ein Dienst an der Waffe für das weiter so vom Kapital. Ein Dienst für heimatlose Konzerne und Finanzgesellschaften welche um gebundenes Kapital und Dividenden fürchten. Um Märkte und Anteile. Für Personen die sich morgen in den Flieger setzen und aus London weiter machen. Die entkoppelt von der Realität ein multi kulti Leben führen. Heute Weihnachten und morgen Zuckerfest aber mit ihren eigenen Wurzeln, dem "Thüringer" bzw. "Deutscher" sein nichts anfangen können. Egoisten, nur auf ihren Vorteil bedacht.

Dafür soll die Jugend sterben?

Ich?

Ich denke nicht.

Vorher müsste sich Deutschland grundlegend ändern.

Ich bin Baujahr 1989. Bin 2009 vereidigt. Und weiß nicht für was dieses Deutschland heute steht. Was es sein will. Dafür zu töten und zu sterben? Nein. Nicht für diesen Staat.
Lautaro
06.12.2025, 11:51 Uhr
Wehrdienst per Verfügung ?
Als junger Mensch hätte ich dieser Truppe den Gehorsam verweigert. Ob Panzer-Toni oder Flak-Zimmermann, das sind einfach nur Politiker, welche ich mir bei Frost niemals an meiner Seite wünschen würde !
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