Fr, 07:16 Uhr
19.01.2007
nnz-Forum: Kinderarmut
Nordhausen (nnz). Oft wird abstrakt - verpackt in Zahlen und Quoten – über die Kinderarmut geschrieben. Ein nnz-Leser erlebte sie jetzt in Nordhausen...
Was sich Kinder alles einfallen lassen, um an das Taschengeld zu kommen, das sie von ihren Eltern nicht bekommen, weil man das Geld zum Lebensunterhalt benötigt: Am Mittwoch gegen 17,00 Uhr ging ich mit einer Bekannten die Bahnhofstraße entlang, unweit der Südharz-Galerie sprach uns ein Mädchen an. Es mag sechs bis sieben Jahre alt gewesen sein. Das Mädchen fragte uns, ob es uns etwas vorsingen dürfe, als wir ablehnten blieb das Kind hartnäckig, es setzte sich auf eine der dort stehende Bänke und fing an zu singen.
Wir wollten nicht unhöflich sein und hörten uns das Lied an, es war ein bekanntes Winterlied. Am Ende des Liedes schaute uns das Mädchen mit sehr traurigen Augen an, es erwartete eine Belohnung in Form von Geld. Das diese keine erfundene Geschichte ist, können die vielen Passanten bestätigen, die ebenfalls von den Mädchen angebettelt wurden.
Ich hoffe, die Tatsache, dass Kinder In Deutschland auf die Straße gehen und um etwas Taschengeld betteln müssen, gibt den Politikern die ständig von einer besseren Familienpolitik reden zu denken. Schauen Sie den skandalösen Zuständen in die Augen und unternehmen sie etwas, bevor ein Teil unserer Zukunft verwahrlost. Oder sind wir schon in der Dritten Welt angekommen, wo Kinder betteln müssen, damit ihre Familien etwas zu beißen auf den Tisch bekommen? Was kommt dann als nächstes, Kinderarbeit, denn Kinder wären weitaus billiger als ihre Eltern? Frau von der Leyen, sie als Ministerin für Familie und Soziales sind gefordert, unternehmen sie etwas um der armen Kinder willen.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnzWas sich Kinder alles einfallen lassen, um an das Taschengeld zu kommen, das sie von ihren Eltern nicht bekommen, weil man das Geld zum Lebensunterhalt benötigt: Am Mittwoch gegen 17,00 Uhr ging ich mit einer Bekannten die Bahnhofstraße entlang, unweit der Südharz-Galerie sprach uns ein Mädchen an. Es mag sechs bis sieben Jahre alt gewesen sein. Das Mädchen fragte uns, ob es uns etwas vorsingen dürfe, als wir ablehnten blieb das Kind hartnäckig, es setzte sich auf eine der dort stehende Bänke und fing an zu singen.
Wir wollten nicht unhöflich sein und hörten uns das Lied an, es war ein bekanntes Winterlied. Am Ende des Liedes schaute uns das Mädchen mit sehr traurigen Augen an, es erwartete eine Belohnung in Form von Geld. Das diese keine erfundene Geschichte ist, können die vielen Passanten bestätigen, die ebenfalls von den Mädchen angebettelt wurden.
Ich hoffe, die Tatsache, dass Kinder In Deutschland auf die Straße gehen und um etwas Taschengeld betteln müssen, gibt den Politikern die ständig von einer besseren Familienpolitik reden zu denken. Schauen Sie den skandalösen Zuständen in die Augen und unternehmen sie etwas, bevor ein Teil unserer Zukunft verwahrlost. Oder sind wir schon in der Dritten Welt angekommen, wo Kinder betteln müssen, damit ihre Familien etwas zu beißen auf den Tisch bekommen? Was kommt dann als nächstes, Kinderarbeit, denn Kinder wären weitaus billiger als ihre Eltern? Frau von der Leyen, sie als Ministerin für Familie und Soziales sind gefordert, unternehmen sie etwas um der armen Kinder willen.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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