Mo, 13:23 Uhr
01.12.2025
Statistisches Jahrbuch 2025 für Thüringen
Eine dicke Datensammlung
Wie hoch sind die Gehälter der Thüringerinnen und Thüringer? Wofür werden deren Steuern verwendet? Welche Ausmaße haben die Waldflächen, Nationalparks und Biosphärenreservate im Grünen Herz Deutschlands? Diese und andere Fragen beantwortet das Zahlenwerk der Thüringer Statistiker, die heute ihr Jahrbuch für 2025 vorgestellt haben...
Gemeinsam stellten heute der Thüringer Innenminister Georg Maier, und der Vizepräsident des Thüringer Landesamtes für Statistik (TLS), Knut Demmler, im Rahmen einer Pressekonferenz das Statistische Jahrbuch Thüringen 2025 der Öffentlichkeit vor.
Vertreterinnen und Vertreter der Presse sowie interessierte Gäste konnten so einen ersten Eindruck von der umfangreichen Sammlung an Daten zu demographischen, sozialen und ökonomischen Strukturen und Entwicklungen im Freistaat erhalten. Neben den Lebensbedingungen und wirtschaftlichen Verhältnissen in Thüringen werden im Statistischen Jahrbuch Entwicklungen zu fast allen Bereichen der amtlichen Statistik aufgezeigt. Regionale und überregionale Übersichten und Karten veranschaulichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kreise Thüringens und über dessen Landesgrenze hinaus.
In der Coverstory der diesjährigen Ausgabe rekonstruiert und analysiert der Diplom-Volkswirt und ehemalige Referatsleiter im Finanzministerium Baden-Württemberg, Dr. Werner Münzenmaier, anlässlich des 500. Jubiläums des Deutschen Bauernkrieges dessen Hintergründe, Besonderheiten und Verläufe. Zusätzlich beinhaltet das Jahrbuch im Kapitel Wahlen Ergebnisse der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 sowie Ergebnisse des Zensus 2022, die unter anderem das Kapitel Bevölkerung und Privathaushalte bereichern konnten.
Das Statistische Jahrbuch Thüringen bietet Antworten auf stets relevante Fragen, wie z. B.: Wie hoch sind die Gehälter der Thüringerinnen und Thüringer? Wofür werden deren Steuern verwendet? Welche Ausmaße haben die Waldflächen, Nationalparks und Biosphärenreservate im Grünen Herz Deutschlands? Wie viele neue Wohnungen wurden gebaut? Wie stark sind Kindertagesstätten ausgelastet? Wie werden die Bettenbestände in den Krankenhäusern genutzt? Wie viele Unternehmen gingen insolvent und wie viele wurden neu angemeldet?
Die Erkenntnisse und daraus resultierende Entscheidungen der Landespolitik beruhen maßgeblich auf den Ergebnissen der amtlichen Statistik. Mit dem Statistischen Jahrbuch Thüringen 2025 werden diese Ergebnisse übersichtlich und leicht zugänglich zur Verfügung gestellt. Das Statistische Jahrbuch Thüringen 2025 steht ab sofort auf der Homepage des TLS unter www.statistik.thueringen.de kostenfrei zum Download zur Verfügung oder kann zum Preis von 20 Euro als gebundenes Print-Exemplar erworben werden. Der Versand des Print-Exemplars erfolgt ab dem 8. Dezember 2025, so dass es rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegen kann. Folgende Leseprobe bietet einen kleinen Einblick in die Buchinhalte des Statistischen Jahrbuchs.
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
Das zentrale und wohl bekannteste Merkmal der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Es umfasst den Wert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebietes während einer bestimmten Periode produzierten Waren und Dienstleistungen und entspricht der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen.
Dem Statistischen Jahrbuch Thüringen 2025 ist zu entnehmen, dass das Thüringer BIP im Jahr 2024 bei 78,2 Milliarden Euro lag. Das sind etwa 1,8 Prozent des BIP von Deutschland (rund 4,3 Billionen Euro). Seit 2014 ist das BIP in Thüringen nominal um 37,0 Prozent gewachsen.
Die Tabelle Bruttoinlandsprodukt 2014 bis 2024 des Kapitels Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen zeigt zudem, wie sich das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt, also unter Berücksichtigung der Preisveränderungen, im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Die Werte werden für die Jahre 2014 bis 2024 dargestellt. Das kann darüber Aufschluss geben, in welchen Jahren sich Thüringen, Deutschland und Ostdeutschland (ohne Berlin) in einer Rezession oder in einem Aufschwung befanden. Die Arbeitsproduktivität bzw. das BIP je erwerbstätige Person lag 2024 in Thüringen bei 76 787 Euro. Das waren 82,2 Prozent der bundesweiten Arbeitsproduktivität von 93 426 Euro. (Vgl. Kapitel XIX/1, S. 580ff.)
Die Tabelle Arbeitnehmerentgelt und Bruttolöhne und -gehälter 2014 bis 2024 informiert über die Gesamtsummen und den Durchschnitt je Arbeitnehmer der Bruttogehälter in Thüringen, Deutschland und den neuen Bundesländern. So kann hier entnommen werden, dass im Jahr 2014 in Thüringen der durchschnittliche Bruttolohn je Arbeitnehmer mit 26 846 Euro etwa 18,5 Prozent unter dem deutschlandweiten Bruttolohn je Arbeitnehmer lag (32 960 Euro). Im Jahr 2024 lagen die Bruttolöhne der Thüringerinnen und Thüringer (39 243 Euro je Arbeitnehmer) noch 14,7 Prozent unter dem Schnitt aller Deutschen (46 008 Euro je Arbeitnehmer). (Vgl. Kapitel XIX/4, S. 588-589)
Produzierendes Gewerbe
Das Produzierende Gewerbe umfasst die Bereiche Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden sowie das Verarbeitende Gewerbe (kurz: Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe), das Baugewerbe, die Energieversorgung sowie die Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und die Beseitigung von Umweltverschmutzungen.
Wie dem Statistischen Jahrbuch Thüringen zu entnehmen ist, haben im Jahr 2024 die 1 580 im Bereich Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe erfassten Betriebe1) in Thüringen mit ihren 166 231 Beschäftigten einen nominalen Umsatz von 40,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Davon wurden etwa 14,2 Milliarden Euro mit Exportgeschäften umgesetzt, was einer Exportquote von 35,5 Prozent entspricht.
Mit 4,5 Milliarden Euro fuhr der Wartburgkreis 2024 unter allen Landkreisen und kreisfreien Städten den höchsten Umsatz ein. Außerdem umfasste dieser Landkreis die meisten Betriebe (149) und die höchste Anzahl an Beschäftigten in den Betrieben (18 732 Personen). Mit 371,3 Millionen Euro war die kreisfreie Stadt Weimar der Standort mit den geringsten Umsätzen in Thüringen. (Vgl. Kapitel VI/2, S. 216)
1) Betriebe mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten, (Vgl. Kapitel VI, S. 205); Anzahl der Betriebe und Beschäftigten Stand Ende September 2024
Autor: redGemeinsam stellten heute der Thüringer Innenminister Georg Maier, und der Vizepräsident des Thüringer Landesamtes für Statistik (TLS), Knut Demmler, im Rahmen einer Pressekonferenz das Statistische Jahrbuch Thüringen 2025 der Öffentlichkeit vor.
Vertreterinnen und Vertreter der Presse sowie interessierte Gäste konnten so einen ersten Eindruck von der umfangreichen Sammlung an Daten zu demographischen, sozialen und ökonomischen Strukturen und Entwicklungen im Freistaat erhalten. Neben den Lebensbedingungen und wirtschaftlichen Verhältnissen in Thüringen werden im Statistischen Jahrbuch Entwicklungen zu fast allen Bereichen der amtlichen Statistik aufgezeigt. Regionale und überregionale Übersichten und Karten veranschaulichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kreise Thüringens und über dessen Landesgrenze hinaus.
In der Coverstory der diesjährigen Ausgabe rekonstruiert und analysiert der Diplom-Volkswirt und ehemalige Referatsleiter im Finanzministerium Baden-Württemberg, Dr. Werner Münzenmaier, anlässlich des 500. Jubiläums des Deutschen Bauernkrieges dessen Hintergründe, Besonderheiten und Verläufe. Zusätzlich beinhaltet das Jahrbuch im Kapitel Wahlen Ergebnisse der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 sowie Ergebnisse des Zensus 2022, die unter anderem das Kapitel Bevölkerung und Privathaushalte bereichern konnten.
Das Statistische Jahrbuch Thüringen bietet Antworten auf stets relevante Fragen, wie z. B.: Wie hoch sind die Gehälter der Thüringerinnen und Thüringer? Wofür werden deren Steuern verwendet? Welche Ausmaße haben die Waldflächen, Nationalparks und Biosphärenreservate im Grünen Herz Deutschlands? Wie viele neue Wohnungen wurden gebaut? Wie stark sind Kindertagesstätten ausgelastet? Wie werden die Bettenbestände in den Krankenhäusern genutzt? Wie viele Unternehmen gingen insolvent und wie viele wurden neu angemeldet?
Die Erkenntnisse und daraus resultierende Entscheidungen der Landespolitik beruhen maßgeblich auf den Ergebnissen der amtlichen Statistik. Mit dem Statistischen Jahrbuch Thüringen 2025 werden diese Ergebnisse übersichtlich und leicht zugänglich zur Verfügung gestellt. Das Statistische Jahrbuch Thüringen 2025 steht ab sofort auf der Homepage des TLS unter www.statistik.thueringen.de kostenfrei zum Download zur Verfügung oder kann zum Preis von 20 Euro als gebundenes Print-Exemplar erworben werden. Der Versand des Print-Exemplars erfolgt ab dem 8. Dezember 2025, so dass es rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegen kann. Folgende Leseprobe bietet einen kleinen Einblick in die Buchinhalte des Statistischen Jahrbuchs.
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
Das zentrale und wohl bekannteste Merkmal der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Es umfasst den Wert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebietes während einer bestimmten Periode produzierten Waren und Dienstleistungen und entspricht der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen.
Dem Statistischen Jahrbuch Thüringen 2025 ist zu entnehmen, dass das Thüringer BIP im Jahr 2024 bei 78,2 Milliarden Euro lag. Das sind etwa 1,8 Prozent des BIP von Deutschland (rund 4,3 Billionen Euro). Seit 2014 ist das BIP in Thüringen nominal um 37,0 Prozent gewachsen.
Die Tabelle Bruttoinlandsprodukt 2014 bis 2024 des Kapitels Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen zeigt zudem, wie sich das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt, also unter Berücksichtigung der Preisveränderungen, im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Die Werte werden für die Jahre 2014 bis 2024 dargestellt. Das kann darüber Aufschluss geben, in welchen Jahren sich Thüringen, Deutschland und Ostdeutschland (ohne Berlin) in einer Rezession oder in einem Aufschwung befanden. Die Arbeitsproduktivität bzw. das BIP je erwerbstätige Person lag 2024 in Thüringen bei 76 787 Euro. Das waren 82,2 Prozent der bundesweiten Arbeitsproduktivität von 93 426 Euro. (Vgl. Kapitel XIX/1, S. 580ff.)
Die Tabelle Arbeitnehmerentgelt und Bruttolöhne und -gehälter 2014 bis 2024 informiert über die Gesamtsummen und den Durchschnitt je Arbeitnehmer der Bruttogehälter in Thüringen, Deutschland und den neuen Bundesländern. So kann hier entnommen werden, dass im Jahr 2014 in Thüringen der durchschnittliche Bruttolohn je Arbeitnehmer mit 26 846 Euro etwa 18,5 Prozent unter dem deutschlandweiten Bruttolohn je Arbeitnehmer lag (32 960 Euro). Im Jahr 2024 lagen die Bruttolöhne der Thüringerinnen und Thüringer (39 243 Euro je Arbeitnehmer) noch 14,7 Prozent unter dem Schnitt aller Deutschen (46 008 Euro je Arbeitnehmer). (Vgl. Kapitel XIX/4, S. 588-589)
Produzierendes Gewerbe
Das Produzierende Gewerbe umfasst die Bereiche Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden sowie das Verarbeitende Gewerbe (kurz: Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe), das Baugewerbe, die Energieversorgung sowie die Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und die Beseitigung von Umweltverschmutzungen.
Wie dem Statistischen Jahrbuch Thüringen zu entnehmen ist, haben im Jahr 2024 die 1 580 im Bereich Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe erfassten Betriebe1) in Thüringen mit ihren 166 231 Beschäftigten einen nominalen Umsatz von 40,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Davon wurden etwa 14,2 Milliarden Euro mit Exportgeschäften umgesetzt, was einer Exportquote von 35,5 Prozent entspricht.
Mit 4,5 Milliarden Euro fuhr der Wartburgkreis 2024 unter allen Landkreisen und kreisfreien Städten den höchsten Umsatz ein. Außerdem umfasste dieser Landkreis die meisten Betriebe (149) und die höchste Anzahl an Beschäftigten in den Betrieben (18 732 Personen). Mit 371,3 Millionen Euro war die kreisfreie Stadt Weimar der Standort mit den geringsten Umsätzen in Thüringen. (Vgl. Kapitel VI/2, S. 216)
1) Betriebe mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten, (Vgl. Kapitel VI, S. 205); Anzahl der Betriebe und Beschäftigten Stand Ende September 2024


