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Fr, 13:25 Uhr
28.11.2025
Mühlhausen

St. Nicolai hat seine Turmhaube zurück

Nach gut sieben Monaten Bauzeit schwebte diese Woche die sechs Tonnen schwere Turmhaube der St.-Nicolai-Kirche zurück an ihren Platz – ein Moment, der zahlreiche Schaulustige mit gezückten Handys in Atem hielt...

Mit einem imposanten Kran wurde die Haube passgenau aufgesetzt, gefolgt von Turmbekrönung, Zeitkapseln und Wetterfahne. 

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Unter den Gästen: Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns, die 2. Beigeordnete Ann-Kristin Zabel-Fröhlich, Bürgermeister Jan Riemann, die Pfarrer Marcus Ebert und Benjamin Themel sowie Vertreter der Kirchengemeinde und des Kirchenkreises wie beispielsweise Superintendent Christian Beuchel und Amtsleiter Micha Hofmann.

Diesen historischen Tag voller Dankbarkeit begleitete abschließend eine Andacht der Pfarrer Themel und Ebert mitten im Geschehen an der Straßenkreuzung neben dem lautstark brummenden Kranwagen. Pfarrer Ebert wagte sogar den Aufstieg per Kran Richtung Turmspitze, um ein Gebet zu sprechen – gesichert durch einen Klettergurt unter dem Talar.

Die Pfarrer Marcus Ebert und Benjamin Themel bei der Andacht nach der Turmbekrönung/Das Aufsetzen der Turmhaube mit dem Kran/Das Gebet hoch oben an der Wetterfahne mit Pfarrer Marcus Ebert (Foto: Kirchenkreis Mühlhausen, Regina Englert) Die Pfarrer Marcus Ebert und Benjamin Themel bei der Andacht nach der Turmbekrönung/Das Aufsetzen der Turmhaube mit dem Kran/Das Gebet hoch oben an der Wetterfahne mit Pfarrer Marcus Ebert (Foto: Kirchenkreis Mühlhausen, Regina Englert)

Die Geschichte von St. Nicolai sorgte in jüngster Zeit für reichlich Aufregung: Seit 2016 stützte ein „Korsett“ den Turm, dessen Genehmigung Ende 2025 ausgelaufen wäre. Es musste gehandelt werden. Als die Haube im April abgenommen wurde, kam die bittere Erkenntnis – die Schäden hinter dem Korsett waren gravierender als gedacht. Undichte Bleiblechabdeckungen hatten Regenwasser eindringen lassen, das Mauerwerksgefüge war massiv beeinträchtigt, selbst große Steine verschoben. Statt der geplanten 15 m³ mussten 52,5 m³ Naturstein zurückgebaut werden. Ohne die Umschnürung wären Teile des Turms auf das Kirchendach gestürzt.

Dank einer Gesamtinvestition von rund 1,07 Millionen Euro konnte das historische Wahrzeichen aus dem 14. Jahrhundert gerettet werden. 

Bund, Land und Stadt steuerten jeweils 300.000 Euro bei, weitere 170.000 Euro kamen von der Kirchengemeinde, dem Kirchenkreis, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Stiftung KiBa und der Vereinigten Kirchen- und Klosterkammer.

Ein entscheidender Beschluss des Hauptausschusses der Stadt am 23. Juli über zusätzliche 150.000 Euro zu den zuvor bewilligten 150.000 Euro sicherte die ursprüngliche Turmhöhe – ein Rückbau war zwischenzeitlich aus Finanznot angedacht, damit hätte sich das historische Stadtbild dauerhaft verändert.
Ausblick: Am Nikolaustag, Samstag, dem 06. Dezember, wird die Kirche um 13.30 Uhr mit einem Festgottesdienst feierlich wieder in Dienst genommen. Alle sind herzlich eingeladen! Wer vorher mithelfen möchte, dem sei Mittwoch, der 03. Dezember, ab 16 Uhr ans Herz gelegt, zum Herrichten des Innenraums für den ersten Gottesdienst nach der Sanierung.
Derweil dreht sich die Wetterfahne mit der roten Nikolaus-Silhouette bereits fröhlich im Wind.
Autor: red

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