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Do, 09:14 Uhr
18.01.2007

Von Blüten und Scheren

Nordhausen (nnz). Es ist schon beeindruckend, daß eine Nordhäuserin mit über 80 Jahren noch agil und engagiert ist. Auch für ihre Heimatstadt. Für Erika Schirmer standen Nordhäuser Motive immer im Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens. Einen Einblick davon präsentiert eine Ausstellung in der Flohburg. Gestern war die Exposition eröffnet worden.

Inge Klaan gratuliert Erkia Schirmer (Foto: psv) Inge Klaan gratuliert Erkia Schirmer (Foto: psv)

„Ich bin fasziniert, dass man in der schnelllebigen Computerzeit mit der Nagelschere Kunstwerke in solcher Akribie herstellen kann“, sagte gestern Dezernentin Inge Klaan (CDU) zur Eröffnung der neuen Scherenschnitt - Ausstellung von Erika Schirmer im Museum „Flohburg“. Auch Museumsleiter Jürgen Rennebach bewunderte die Agilität, Vielseitigkeit, Fantasie und den Fleiß der über 80jährigen Künstlerin. In der Ausstellung werden bis zum 11. März auf zwei Etagen neben ihren Scherenschnitten zu Kinderliedern, Märchen oder Nordhäuser Ansichten auch verschiedene Blütenbilder und einige ihrer Publikationen zu sehen sein.

Die gebürtige Schlesierin textet und komponiert schon seit über 50 Jahren Kinderlieder. Jeder kennt ihr Lied der „kleinen weißen Friedenstaube“, welches 1948 auf Anregung von Picassos Friedenstaube entstand. Bekannt ist sie darüber hinaus durch den in der Regionalzeitung erscheinenden „Harzer Fingerhut“ oder ihren seit Jahren erscheinenden Kalender „Alt-Nordhäuser Skizzen“. Aus jedem ihrer Werke spricht große Menschenliebe, Friedens-Sehnsucht und natürlich auch ihre innige Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt Nordhausen.

Zweimal erhielt die Künstlerin und Pädagogin im Ruhestand den Kunstpreis des Landesverbandes des Bundes der Vertriebenen; zum zweiten Mal 2004 für ihr Gesamtwerk. Erst vor ein paar Tagen wurde Frau Schirmer beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten Horst Köhler im Schloss Bellevue in Berlin von ihm für ihr großes ehrenamtliches Engagement geehrt. Einen kurzen und sehr unterhaltsamen Reisebericht gab sie den zahlreichen Besuchern des gestrigen Nachmittags und erntete dafür nicht nur sehr viel Sympathie sondern auch in diesem Kreise Anerkennung und Wertschätzung.
Autor: nnz

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