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Do, 10:10 Uhr
18.01.2007

Wo sind sie geblieben?

Nordhausen (nnz). Die Politik in Berlin hatte als Erfolg ihrer Arbeitsmarktpolitik immer argumentiert, daß die Zahl der Erwerbstätigen gestiegen sei. Da muß man in Berlin den Freistaat vermutlich außer acht gelassen haben. Die nnz mit den aktuellen Zahlen.


Im Jahr 2006 hatten im Jahresdurchschnitt 1,25 Millionen Personen einen Arbeitsplatz in Thüringen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 900 Personen bzw. 0,1 Prozent mehr als im Jahr 2005. Damit wurde der seit dem Jahr 2000 anhaltende Beschäftigungsabbau in Thüringen, der lediglich im Jahr 2004 mit einem Anstieg um 0,2 Prozent unterbrochen wurde, erneut gestoppt. Von 1999 bis 2006 verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen in Thüringen um 69 500 Personen bzw. 6,5 Prozent.

In Deutschland erhöhte sich im Jahr 2006 die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr um 258 000 Personen bzw. 0,7 Prozent auf 39,8 Millionen Erwerbstätige.

Wie die Berechnungen des Arbeitskreises 'Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder' zeigen, entfielen 25 200 Personen dieses Zuwachses auf die neuen Bundesländer (ohne Berlin). Im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) stieg die Zahl der Erwerbstätigen ebenfalls um 0,7 Prozent und im Gebiet der neuen Bundesländer (ohne Berlin) um 0,5 Prozent.

Ausschlaggebend für die verhaltene Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Thüringen im Jahr 2006 im Vergleich zum Bundesgebiet war vor allem die ungünstigere Entwicklung der Anzahl der voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse. Im Durchschnitt der ersten neun Monate des Jahres 2006 lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Thüringen um 0,3 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert, in Deutschland dagegen um 0,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Des Weiteren erfolgte im Jahr 2006 im früheren Bundesgebiet (einschließlich Berlin) eine verstärkte Förderung der Erwerbstätigkeit in Form von Arbeitsgelegenheiten nach § 16 Abs. 3 SGB II (Ein-Euro-Jobs). In Thüringen ebenso wie in den anderen neuen Bundesländern kam dieses Instrument bereits im Jahr 2005 in stärkerem Maße zur Anwendung.

Den vorgelegten Erwerbstätigenzahlen liegt das so genannte Arbeitsortkonzept zugrunde, d.h. die ausgewiesenen Ergebnisse umfassen nur diejenigen Erwerbstätigen, die ihren Arbeitsort in Thüringen haben. Auspendler in die anderen Bundesländer bleiben unberücksichtigt, Einpendler aus anderen Bundesländern sind einbezogen.
Autor: nnz

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