Do, 10:53 Uhr
27.11.2025
Leserpost
Auch mal ein Happy End
An einem feuchten Oktobertag kam ein Tourist aus Niedersachsen ins schöne Thüringen. Was er dabei nahe Steigerthal erlebte, hat er uns aufgeschrieben...
Neben der Thüringer Bratwurst und der wunderschönen Landschaft war er auch auf der Suche nach einem Stempel für die Harzer Wander-Nadel. In der Nähe des schönen Örtchens Steigerthal wollte er die Glockensteine erwandern.
Das Navigationsgerät eingeschaltet fuhr er in die Region. Statt per Auto war die Route aber zu Fuß programmiert … Stumpf befolgte der Fahrer die unwirkliche Route über Stock und Stein und kam folgerichtig an einer Steigung, zwischen 2 Äckern, auf einem tief ausgefahrenen Feldweg zum stehen.
Dier Vorderräder drehten sich in der Luft, der Wagen lag auf. Jetzt war guter Rat natürlich teuer! Kein Plan! … ohne fremde Hilfe geht hier nichts. Mit dem Gedanken an seine fahrerische Glanzleistung lief der Fahrer, knapp 20 Minuten, ins nächste Dorf. Steigerthal, trotz etwas Nieselregen, malerisch vom Berg aus anzusehen.
Doch die Mission lautete einen Traktor mit Fahrer aufzutreiben. Also ab ins Dorf. Am südlichen Dorfrand erkannte der Bruchpilot einen landwirtschaftlichen Betrieb, seine Schritte wurden schneller. Auf dem Hof erblickte er einen großen roten Traktor und ein Mann war mit einem Radlader beschäftigt. Bingo!
Ich betrat vorsichtig den Hof und sprach Andreas H. an, ich erzählte ihm die blöde Geschichte. Ohne den Unfug des Fahrers zu werten, sattelte er den Traktor, nahm ein Seil und den Fahrer an Bord und es ging den Berg zu den Glockensteinen und dem verunglückten Fahrzeug zurück.
Angekommen an dem Feldweg, staunte Andreas H. nicht schlecht, wie man einen VW Touran dort hinbekommen konnte. Dann ging alles super schnell. Abschleppöse dran, Seile angebracht, ein gutes Lied im Radio, ging die holprige Fahrt den, selbst für Traktoren miesen, Weg hinauf.
Gerettet! Seile ab, kurzer Dank an Andreas, Geld wollte er für seine Aktion nicht annehmen, dann fuhr er wieder ins Dorf … Vom Festfahren bis Ende sind gerade mal 60 Minuten vergangen!
PS: das Auto war schlammig, aber nicht defekt. … dumm hat Schwein! Ich bin heute noch unglaublich berührt, wie selbstverständlich und schnell mir hier geholfen wurde. Ich danke Andreas H. aus Steigerthal, wünsche ihm, seiner Familie und allen, die diese verrückte Geschichte gerade lesen, eine schöne Adventszeit.
Kai aus Niedersachsen
Autor: redNeben der Thüringer Bratwurst und der wunderschönen Landschaft war er auch auf der Suche nach einem Stempel für die Harzer Wander-Nadel. In der Nähe des schönen Örtchens Steigerthal wollte er die Glockensteine erwandern.
Das Navigationsgerät eingeschaltet fuhr er in die Region. Statt per Auto war die Route aber zu Fuß programmiert … Stumpf befolgte der Fahrer die unwirkliche Route über Stock und Stein und kam folgerichtig an einer Steigung, zwischen 2 Äckern, auf einem tief ausgefahrenen Feldweg zum stehen.
Dier Vorderräder drehten sich in der Luft, der Wagen lag auf. Jetzt war guter Rat natürlich teuer! Kein Plan! … ohne fremde Hilfe geht hier nichts. Mit dem Gedanken an seine fahrerische Glanzleistung lief der Fahrer, knapp 20 Minuten, ins nächste Dorf. Steigerthal, trotz etwas Nieselregen, malerisch vom Berg aus anzusehen.
Doch die Mission lautete einen Traktor mit Fahrer aufzutreiben. Also ab ins Dorf. Am südlichen Dorfrand erkannte der Bruchpilot einen landwirtschaftlichen Betrieb, seine Schritte wurden schneller. Auf dem Hof erblickte er einen großen roten Traktor und ein Mann war mit einem Radlader beschäftigt. Bingo!
Ich betrat vorsichtig den Hof und sprach Andreas H. an, ich erzählte ihm die blöde Geschichte. Ohne den Unfug des Fahrers zu werten, sattelte er den Traktor, nahm ein Seil und den Fahrer an Bord und es ging den Berg zu den Glockensteinen und dem verunglückten Fahrzeug zurück.
Angekommen an dem Feldweg, staunte Andreas H. nicht schlecht, wie man einen VW Touran dort hinbekommen konnte. Dann ging alles super schnell. Abschleppöse dran, Seile angebracht, ein gutes Lied im Radio, ging die holprige Fahrt den, selbst für Traktoren miesen, Weg hinauf.
Gerettet! Seile ab, kurzer Dank an Andreas, Geld wollte er für seine Aktion nicht annehmen, dann fuhr er wieder ins Dorf … Vom Festfahren bis Ende sind gerade mal 60 Minuten vergangen!
PS: das Auto war schlammig, aber nicht defekt. … dumm hat Schwein! Ich bin heute noch unglaublich berührt, wie selbstverständlich und schnell mir hier geholfen wurde. Ich danke Andreas H. aus Steigerthal, wünsche ihm, seiner Familie und allen, die diese verrückte Geschichte gerade lesen, eine schöne Adventszeit.
Kai aus Niedersachsen



