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Mi, 10:54 Uhr
26.11.2025
EU-Haushalt:

Deutschland ist der "Zahlemann"

2024 hat Deutschland 13,1 Milliarden Euro mehr in den EU-Haushalt eingezahlt, als es zurückerhalten hat. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer neuen Auswertung zeigt, bleibt Deutschland damit größter Nettozahler der Europäischen Union...

Euro (Foto: Jakob_F auf Pixabay) Euro (Foto: Jakob_F auf Pixabay)
Auch aufgrund der schwachen Wirtschaft sind die deutschen Nettozahlungen seit 2022 um ein Drittel gefallen. Netto rund 157 Euro hat jeder Bürger in Deutschland im Jahr 2024 an die Europäische Union gezahlt. Damit bleibt Deutschland sowohl in absoluten Zahlen mit knapp 13 Milliarden Euro als auch gemessen pro Einwohner größter Nettozahler.

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Die kriselnde Konjunktur in Deutschland macht sich jedoch auch hier bemerkbar. 2022 lagen die Nettozahlungen noch bei 19,7 Milliarden Euro, 2023 waren es 17,4 Milliarden Euro.

Baltische Staaten profitieren am stärksten
Mit 560 Euro pro Kopf fließt die höchste Summe aus dem EU-Haushalt nach Luxemburg. Das ist auf Sondereffekte wie das Weltraumprogramm der Europäischen Union zurückzuführen. Es folgen die drei baltischen Staaten Lettland (547 Euro), Estland (444 Euro) und Litauen (435 Euro). Mit insgesamt etwa 3,5 Milliarden Euro erhielt Griechenland die höchste Summe, gefolgt von Polen mit 2,7 Milliarden Euro. Im Jahr 2023 lag Polen mit 8,1 Milliarden Euro noch deutlich auf dem ersten Platz.

Grafik (Foto: IW Köln) Grafik (Foto: IW Köln)
Seit der Corona-Krise ergänzt der Wiederaufbaufonds „NextGeneration EU” den EU-Haushalt und finanziert Investitionen in die Bereiche Digitalisierung und Klimaschutz. Rechnet man beide Töpfe zusammen, tragen Österreich, Schweden und Irland gemessen an ihrer Wirtschaftsleistung die größte Last – jeweils rund 0,5 Prozent. Deutschland folgt erst auf Platz sechs mit 0,35 Prozent.

Auf der Empfängerseite führt Lettland mit großem Abstand die Rangliste an: Das Land erhält 3,12 Prozent. Estland und Kroatien folgen mit 1,93 bzw. 1,73 Prozent auf den Plätzen zwei und drei.

Sorgenkinder Frankreich und Deutschland
„Der EU-Haushalt ist ein Spiegel der wirtschaftlichen Machtverhältnisse in Europa“, sagt IW-Expertin Samina Sultan. Wachstumsstarke Länder wie Polen erhielten zuletzt weniger Unterstützung. „Deutschland und Frankreich sind die Sorgenkinder der EU. Ihre Wirtschaftskrisen zeigen sich auch an den kleiner werdenden Beiträgen zum EU-Haushalt“, ergänzt Sultan. Die Unterschiede in der Dynamik seien so deutlich wie seit Jahren nicht mehr.

Zur Methodik
Bis 2020 hat die Kommission die Statistik über die Nettozahler und -empfänger noch selbst veröffentlicht, verzichtet inzwischen aber aus politischen Gründen darauf. Zwar lassen sich die Effekte der europäischen Integration nicht auf die Nettopositionen der Mitgliedsstaaten reduzieren, aus Transparenzgründen ist ihre Berechnung dennoch wichtig.
Autor: psg

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Kommentare
DonaldT
26.11.2025, 11:11 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Marino50
26.11.2025, 11:48 Uhr
Zahlemann...
Ja, so ist das. Eine Kuh muss gemolken werden. Und wenn es heißt " Deutschland", dann sind damit wir alle gemeint, das Volk, was gemolken wird.
P.Burkhardt
26.11.2025, 12:21 Uhr
157 EUR pro Jahr...
...zahle ich gerne für:

-zollfreien Handel innerhalb Europas
-freie Grenzen
-wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit
-frei Wohn- und Arbeitsortwahl
-gemeinsame Verteidigung
-gemeinsame Forschungsprojekte
-weitgehend einheitliche Rahmenbedingungen in der gesamten EU

Außerdem sollten wir stolz darauf sein, Zahler zu sein ! Zeigt es doch, dass unser schönes Land in der EU zu den erfolgreichsten Volkswirtschaften zählt (auch, wenn es "alternative" Kräfte gibt, die unser Land immer kurz vor dem Abgrund sehen.)

Die Allermeisten geben mehr für Streamingdienste aus 🤣 - was für ein Aufreger....
Klosterbruder
26.11.2025, 13:45 Uhr
Wir sind stolz darauf
das meiste Geld in die EU einzuzahlen. Wir haben es ja. Ein paar Artikel der nnz weiter unten steht dann, in der Industrie setzt das Barometer seinen Abwärtstrend fort und viele Unternehmen streichen Stellen.
Bei solchen Nachrichten vermisse ich immer die Kommentare der Schönredner hier.
Waldemar Ceckorr
26.11.2025, 14:19 Uhr
um den stolz noch zu steigern könnte doch der stolze einzahler
auch den beitrag für mich und meine frau übernehmen.
bitte erteilen sie mir eine einzugsermächtigung.

der waldi
free Gigi
26.11.2025, 14:23 Uhr
alles nicht so schlimm in DE
würde nicht regelmäßig der Schulunterricht ausfallen, ganze U-Fächer über das gesamte Schuljahr gar nicht erst angeboten oder man auf Facharzt-Termine über Quartale hinweg warten muss.
Auch nicht schlimm, dass man mit das höchste Renteneintrittsalter bei gleichzeitig geringer Rentenniveau hat... und die höchsten Sozialabgaben sowie Strompreise...

Dann wohl doch lieber in die Streamingblase?
P.Burkhardt
26.11.2025, 15:19 Uhr
Okay, okay... Liebe Mitkommentatoren...
...dann lassen Sie mich die Sache mal umdrehen:

Die deutschen Exporte in das EU-Ausland lagen 2024 bei 900 Mrd. Euro (weltweit 1.550 Mrd.) , was fast das Doppelte der EU-Exportleistung von Frankreich ist (585 Mrd.) Nahezu jeder 4. Arbeitsplatz hängt in Deutschland direkt oder indirekt vom Export ab. Ohne ein einheitliches Währungssystem und früher übliche Zollschranken, würden sich deutsche Waren in den Empfängerländern maßgeblich verteuern, weswegen sie weniger nachgefragt werden würden, was bei uns im Land zu verringerten Steuereinnahmen, weniger Arbeitsplätzen und Firmenpleiten führen könnte. Die deutsche Wertschöpfung hängt stark von der Stabilität des EU-Binnenmarktes ab. Die EU und damit der EU-Haushalt sind der Garant dafür, dass das so bleibt.

In Zahlen: Bei einer Marge von nur 10 Prozent (was traurig wäre) liegt der Vorsteuererfolg der Exporte also bei 90 Mrd. EUR, die Steuern darauf sollten die EU-Beiträge locker (über-)kompensieren.

Tatsächlich zahlt also niemand von uns 157 EUR an die EU, sondern die Exporteure zahlen selbst....aber wir alle profitieren davon....aber wem erzähle ich das...
S.P.Andreas
26.11.2025, 15:58 Uhr
P.Burkhardt alle ihre aufgezählten Vorteile sind mit einer europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
ganz leicht vertraglich zu erreichen. Hatten wir schon mal.Reisefreiheit hätte man damals auch haben können.Politische Gemeinschaft nur durch gemeinsamen € funktioniert nicht.Nie.
Dazu sind nationale Interessenund wirtschaftliche zu unterschiedlich ,lassen sich nicht abschaffen.Wir werden nie einheitliche Standardeuropäer mit einer tollen Wirtschaft alle samt.

Dieser aufgeblähte Bürokratenstaat EU gehört reformiert.In dieser Form abgeschafft.
Genau das will die AfD.
Reformieren!

Was jetzt läuft ist nur noch als bürokratisches Monster zu bezeichnen.Und es unterdrückt nationale Kulturinteressen.
Ganz abgesehen von der Wirtschaft, die EU handelt gegen ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen.Sie handelt nur noch ideologisch und nicht rational z.B.energiepolitisch (indem sie nicht billig von den Russsen kauft).
Es ist einfach gegen den Menschenverstand. EU ist reine Ideologie.

Das Ganze fördert nicht unterentwickelte Staaten sondern alimentiert sie nur.
Ähnlich wie mit der deutschen Asylpolitik.Die macht Deutschland sozialpolitisch kaputt.
Und hier werden wirtschaftliche Schuldenstaaten alimentiert.
Deshalb wird Deutschland auch innerhalb der EU der Zahlmeister sein.
Weil Schuldenstaaten wie Griechenland oder eine angedachte Ukraine nie Wirtschaftsnationen werden.
Ich frage mich wann endlich Verstand siegt und die Eu reformiert wird.
Elfie 20
26.11.2025, 18:10 Uhr
Auslachen
Wir Deutschen sind die besten und die reichsten . Was wir sagen ist Gesetz. Aber hinter den Kulissen sieht es anders aus, die Tafeln können kaum noch die Menschen bedienen und vieles mehr. Haubtsache die anderen, nicht die Deutschen. Kein anderes Land ist so gegen die eigenen Bürger
Hallogemeinde
26.11.2025, 18:19 Uhr
Was für eine Rechnung
Klar, ist ja einfach 13 Milliarden durch 84 Mio Einwohner zu rechnen. Nur ist es leider so dass wir in Deutschland nur ca. 15 Mio Nettosteuerzahler haben also diejenigen die das Land am Laufen halten und überhaupt irgendwas dazu beitragen! Und dann sind es nämlich schon ca. 870€ pro Kopf und Jahr! Also wieder alles schön rechnen und die Bürger für dumm verkaufen. Weiter so 👍🏻
Anmerkung techn. Support:
Wo haben wir den diese wunderbar populistische Zahl wieder her?
In Deutschland sind rund 46 Millionen Menschen einkommensteuerpflichtig. Das bedeutet, dass etwa 55 % der Bevölkerung Steuern zahlen (Stand: 2024).
Hier gibt es eine schöne Informationsquelle: IW: Wer zahlt, wer empfängt?
Kobold2
26.11.2025, 19:10 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Artikel
P.Burkhardt
26.11.2025, 19:21 Uhr
nette Stoßrichtung - nachvollziehbar @PaulA...
...und vielen Dank für die Sachlichkeit - mit solchen Argumenten kann ich etwas anfangen.

Sie (und die AfD) befürworten also so etwas wie eine EU-light mit mehr Autonomie für die Nationalstaaten. Ja, das hatten wir. Allerdings war das damalige Problem, dass je nach der gerade in einem Nationalstaat agierenden Administration das europäische Gebäude mehr oder wenige wackelte. Es fehlte an dauerhafter Zuverlässigkeit (das wurde mit der Gründung der EU geändert).

Stellen Sie sich z.B. vor, wir hätten eine AfD-geführte Bundesregierung. Deswegen würde die EU nicht aufgelöst und ich wage zu bezweifeln, dass die AfD ein Referendum für einen EU-Austritt Deutschlands für sich entscheiden könnte - zu tief sitzen die Erfahrungen, die GB damit gemacht hat. Aber, Deutschland würde ausscheren, vielleicht Grenzkontrollen, Einreiseverbote und ähnliches einführen. Deutschland würde sich innerhalb der EU isolieren, so wie heute z.B. Ungarn. Frau Meloni hat das genau erkannt und zieht deswegen mit Brüssel mehr oder weniger an einem Strang.

Auch ich bin mit Vielem nicht einverstanden, was die EU so an Regularien in die Nationen bringt. Vieles wird komplizierter, nicht immer erschließt sich der Sinn von all der Bürokratie. Das ist aber kein Grund diesen Staatenbund zu verteufeln oder gar aufzukündigen. Manches sollte einfach besser und weniger bürokratisch gehandhabt werden.
P.Burkhardt
26.11.2025, 19:34 Uhr
Ähhm... sry...aber darauf muss ich noch reagieren...
@Hallogemeinde:

Ihnen ist schon klar, dass auch Unternehmer, Rentner (wobei die beiden ggf. auch steuerpflichtig sind), Beamte, Flüchtlinge, Auszubildende, Niedriglohnbeschäftigte und ALG-Empfänger einkaufen, Handwerker oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen, tanken, Strom verbrauchen, Versicherungen haben, ggf. rauchen oder Alkohol konsumieren, Essen gehen und Bahn, Bus oder Straßenbahn fahren ? Auch da werden überall Steuern erhoben, die dann auch von den genannten Personengruppen bezahlt werden.

nochmals sry. für den Chat, aber offensichtlich Falsches kann ich nicht stehen lassen.
Lautaro
27.11.2025, 18:15 Uhr
Niedriglohnbeschäftigte und ALG-Empfänger einkaufen,.....
Den Unterschied bemerken sie selbst ...oder ?
Einige Menschen, welche durch Schröder in die Armut abrutschten, haben eben der Rot/Grün Truppe den Rücken gekehrt.
Und wie das Interview in der NNZ mit den AFD -Häuptlingen bewies, wird sich nach deren Machtübernahme nicht viel ändern.
Lieber P.Burkhardt, wenn die Niedriglohnbeschäftigten ihnen den Job verweigern.....wird Ihr Leben deutlich unbequemer !
P.Burkhardt
27.11.2025, 18:37 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Wir sind nicht bei indigenen Völkern.
P.Burkhardt
27.11.2025, 22:33 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Artikel
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