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Mo, 15:04 Uhr
24.11.2025
Häusliche Gewalt in Thüringen

Ein Opfer alle 75 Minuten

Alle 75 Minuten wurde im vergangenen Jahr eine Person in Thüringen Opfer häuslicher Gewalt. Dies ergab das Lagebild "Häusliche Gewalt", welches heute von der Thüringer Polizei für das Jahr 2024 veröffentlicht wurde...

Häusliche Gewalt beinhaltet dabei alle Formen körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt und umfasst innerfamiliäre sowie partnerschaftliche Gewalt. Häusliche Gewalt liegt vor, wenn die Gewalt zwischen Personen stattfindet, die in einer familiären oder partnerschaftlichen Beziehung zusammenwohnen. Sie liegt ebenfalls vor, wenn sie unabhängig von einem gemeinsamen Haushalt innerhalb der Familie oder in aktuellen oder ehemaligen Partnerschaften geschieht.

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Im Jahr 2024 ermittelte die Thüringer Polizei laut einer Sonderauswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik 7.040 Personen, die in Thüringen strafbare Häusliche Gewalt erlebten. Das sind 7,5 % mehr als im Vorjahr und stellt einen neuen Höchststand dar.

Fast zwei Drittel der erfassten Personen wurden Opfer von Partnerschaftsgewalt, ein gutes Drittel wurde Opfer von innerfamiliärer Gewalt. In beiden Phänomenbereichen waren die Opfer meist weiblichen Geschlechts.

Die insgesamt 5.485 registrierten Tatverdächtigen waren überwiegend männlich. Die Gewalt ging dabei am häufigsten vom eigenen Partner (52,7 %), aber auch von den eigenen Eltern (36,8 %) oder Kindern (26,2 %) aus.

Die Thüringer Polizei geht davon aus, dass die Dunkelziffer Häuslicher Gewalt höher ist, als die durch die Polizeiliche Kriminalstatistik erfassten Straftaten. Die Polizei ist auf Anzeigen durch wachsame Bürgerinnen und Bürger angewiesen, die hinschauen, hinhören und bei Gefahr die 110 wählen, um Geschädigte und ihre Kinder zu schützen.

Das vollständige Lagebild "Häusliche Gewalt" für das Jahr 2024 sowie weiterführende Hilfs- und Beratungsangebote für Opfer und Täter finden sich auf der Webseite der Thüringer Polizei.
Autor: red

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Kommentare
Wie Bitte
24.11.2025, 21:33 Uhr
Diese Statistik kann nicht stimmen.
So viele Ausländer gibt es in Thüringen ja nun doch nicht.
Und wir wissen alle, dass Gewalt gegen Frauen nur von Ausländern ausgeführt wird. Schaut mal ins Stadtbild! Fragt mal eure Töchter!
Wenn diese Statistik wahr wäre, würde sie ja alles um ein grauenhaftes Vielfache übertreffen, was man den Migranten nachsagt!
Also alles fake-news!
Abscheulich von der Regierung, sowas zu veröffentlichen! Wie lange will man uns noch dumm halten?!

Ach, komm schon, Redaktion, ihr wisst, wie das gemeint ist.
Diese Zahlen sind tatsächlich grauenhaft.
Aber wer will sie schon zur Kenntnis nehmen, wo es doch um Gewalt hinter verschlossenen Türen geht, wenn man sich stattdessen viel besser über die Bedrohung der deutschen Frau im Stadtbild aufregen kann.

Man muss sich an Hand dieser Statistik fragen, wievielen männlichen Kommentatoren, welche sich über die angebliche Gefährdung ihrer weiblichen Familienmitglieder durch das "Stadtbild" aufregen, in Wahrheit selbst ständig die Hand gegen ihre Freundin, Frau oder Tochter ausrutscht.

Fun-Fact, auch noch zum Artikel gehörend: bedrohte Frauen können sich ja in Frauenhäuser retten. In Saalfeld wird genau eine solche Einrichtung ausgerechnet von einer gewissen Alternativen finanziell in Frage gestellt.
Vielleicht sollte jemand mal wirklich die Töchter nach ihren Ängsten fragen.
P.Burkhardt
24.11.2025, 23:40 Uhr
Ich...
...feiere Dich für Deinen Kommentar @Wie Bitte ...

never give up, never surrender 🙃

Leider sind es viel zu oft, die Schwächeren, die unter physischer und psychischer Gewalt zu leiden haben.

Die Schwächeren sind nicht immer Frauen, auch Männer sind betroffen... und mancheiner darüber hinaus oder dazwischen.
Anmerkung techn. Support:
Galaxy Quest, 2000
nur_mal_so
25.11.2025, 08:47 Uhr
Bei Grabthars Hammer!
Ich muss mir diese Meldung unbedingt als shortcut speichern.
Man sollte doch meinen, das Thema bewegt die Menschen: Ansteigende häusliche Gewalt in Dimensionen, dass theoretisch jeder und jede jemanden kennt, der davon betroffen ist, ohne dass man es weiß oder auch nur ahnt.

Aber findet dazu eine Diskussion statt?
Nein.

Aber ich sehe schon die explodierenden Kommentare in zweistelliger Höhe, wenn demnächst eine Statistik zur Ausländer-Kriminalität veröffentlicht wird. Und dann bei Diskussionen wieder nicht wahrhaben wollen, dass es nur die eigene Scheuklappen-Mentalität ist, die von deutschen Straftaten nichts mitbekommt und deshalb glaubt, Deutschland wird von kriminellen Ausländern überschwemmt: "Man liest ja nur darüber!"

Und wieso steigt die Zahl an häuslicher Gewalt, warum nimmt sie zu?
Ich denke, weil die Menschen immer mehr verrohen, immer egoistischer werden, immer selbstsüchtiger. Immer weniger empathisch sind, immer häufiger weggucken, immer häufiger Gewalt im Kopf ausleben und online diskutieren wie die primitivsten Neandertaler, die sich die Keulen über den Kopf hauen. Das nimmt man dann auch irgendwann mit in die (häusliche) Realität.
Wobei ich wahrscheinlich den Neandertalern damit unrecht tue.
Kobold2
25.11.2025, 09:57 Uhr
Ja stimmt,
Die Statistik kann nicht stimmen, wie wir ja an der hier erst kürzlich geführten Diskussion über den "normalen Tag " in Nordhausen wissen. Wer etwas anderes sagt, verweigert die Realität.
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