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Fr, 07:27 Uhr
14.11.2025
Thüringer BSW lehnt Wehdienstgesetz ab

„Unsere Jugend sagt Nein und wir stehen an ihrer Seite!“

Eine Wehrpflicht löse keine Sicherheitsprobleme, sie schafft neue. Auf diesem Standpunkt steht das Thüringer BSW und lehnt das neue Wehrdienstgesetz ab. An die Jugend gerichtet heißt es: „Eure Zukunft ist keine Verfügungsmasse!"...

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Zur Einigung der Berliner Regierungskoalition auf die faktische Wiedereinführung der Wehrpflicht erklärt Anke Wirsing, friedenspolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag:
„Die Einigung von CDU und SPD im Bund ist nichts anderes als die Entscheidung, Talent, Schaffenskraft und Stärke der jungen Menschen für militaristische Hochrüstung und brandgefährliche Konfrontationspolitik zu missbrauchen.

Deutschland braucht eine solide Verteidigungsfähigkeit mit einer Berufsarmee. Eine gesamtgesellschaftliche Ressourcenmobilisierung braucht unser Land ganz sicher nicht. Die Regierung strebt de facto eine systematische, erschreckende Militarisierung aller Lebensbereiche an. Eine Militarisierung, die die Menschen ablehnen, die unseren Wohlstand vernichtet, unser internationales Ansehen zerstört und bei der Lösung internationaler Krisen auf erschreckende Weise ausschließlich auf Eskalation und Machtinteressen setzt.

Was mit dem dreisten Zugriff auf die ökonomischen Ressourcen unserer Gesellschaft durch unlimitierte Schuldenaufnahme für Rüstungsausgaben eingeleitet wurde, wird nun über das Wehrdienstgesetz mit dem Zugriff auf Leben, Ausbildungsbiographien, Einkommen und Zukunftsplanung der gesamten Jugend vollendet.“

Ab 2026 sollen alle 18-jährigen Männer in Deutschland einen Fragebogen der Bundeswehr erhalten und verpflichtend ausfüllen. Ab Mitte 2027 soll ein kompletter Jahrgang von etwa 300.000 jungen Männern vollständig gemustert werden. Das bedeutet: Auch Thüringer Jugendliche werden systematisch erfasst, kategorisiert und für den Kriegsdienst vorbereitet.

Die Einigung sieht ausdrücklich vor, dass der Bundestag per Gesetz eine Wehrpflicht aktivieren kann, wenn es nicht genug Freiwillige gibt. Die junge Generation hat jedes Recht, nicht zu akzeptieren, dass die eigene Regierung ihre Zukunftsplanung tatsächlich dem Losglück unterstellen will. Jungen Menschen geht es um eine zügige und unterbrechungsfreie Ausbildung, das Gelingen des Berufseinstiegs und die finanzielle Unabhängigkeit und Vorsorge mit eigenem Einkommen. Unsere Zivilgesellschaft braucht den Einsatz junger Menschen – aber freiwillig und in zivilen Bereichen wie Pflege, Katastrophenschutz, Bildung, sozialem Engagement und vor allem als Fachkräfte.

Anke Wirsing:
„Was die Menschen in unserem Land erleben, ist ein Frontalangriff auf unsere Lebensgrundlagen insgesamt. Es ist ein Angriff die Freiheit junger Menschen in ganz Deutschland – und damit auch in Thüringen. Unter dem Deckmantel der Freiwilligkeit wird eine Wehrpflicht durch die Hintertür eingeführt, die eine ganze Generation zum Spielball militärischer Hochrüstungsphantasien macht. CDU und SPD setzen sich einmal mehr darüber hinweg, dass zwei Drittel der jungen Menschen in Deutschland eine Rückkehr zur Wehrpflicht klar ablehnen. Unsere Jugend sagt Nein – und wir stehen an ihrer Seite!
„Während unsere Schulen bröckeln, Pflegekräfte am Limit arbeiten und die öffentliche Infrastruktur verfällt, pumpt Berlin zig Milliarden in Panzer, Kasernen und Personalaufwuchs bei der Bundeswehr", kritisiert Wirsing. „Das Geld wird dringend benötigt, um zum Beispiel die Bildungsmisere in Thüringen zu beenden, die Pflege zu retten und den öffentlichen Nahverkehr flächendeckend auszubauen."

Das BSW lehnt das neue Wehrdienstgesetz als verteidigungspolitischen Irrweg entschieden ab und wird alles daransetzen, diese brandgefährliche Entwicklung zu stoppen.
Autor: red

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Kommentare
Marino50
14.11.2025, 10:41 Uhr
Jugend sagt NEIN
Ich finde das in Ordnung, dass die Jugend NEIN sagt. Alle haben Angst vor Putin. Aber so hat er es einfacher Berlin einzunehmen und alles im Land bleibt heil, wird nicht zerstört. SATIRE AUS.
Wer bitte soll denn für unser Land und die Bevölkerung einstehen, wenn nicht die jungen Menschen.
Auch Berufssoldaten wachsen nicht auf den Bäumen.
Die Jugend will alles haben aber nichts dafür tun. Die Alten werden älter. Und dann?
automulle
14.11.2025, 11:18 Uhr
Was soll das,
kommentieren man hätte die Wehrpflicht erst gar nicht abschaffen sollen.
Es hat uns auch nicht geschadet und die Verweigerer haben ihre Dienst für gute Zwecke geleistet. Unser Generation Z würde es sicher sehr zur ihrer Lebendfindung beitragen. Egal für welchen Dienst sie sich entschieden.
Strandläufer
14.11.2025, 12:02 Uhr
Achtung: viel Konjunktive
Wäre die Wehrpflicht nie angeschafft, gäbe es viele Probleme nicht.
Und wäre die Zeiten andere, würden sich auch freiwilling Teilnehmer finden lassen. Nur bei der getrommelten Kriegsrhetorik will man sein Kind nicht ansatzweise in Kasernennähe sehen! Diese, vom Westen intensive und historisch gewachsene Angst vorm Russen ist schon peinlich. Ich höre noch unsere Spiiiiitzenpolitikerin Annalena B., "der Russe steht vor Brandenburg". Herrschaftszeiten, was will er denn da? Es wäre auch ratsam, seitens der Spitzenpolitikerkaste,mit gutem Beispiel voran zu gehen. Kinder, Enkel, Marsch Marsch. Bei "Königs" ist das so-da dient der Nachwuchs oftmals. Freiwillige vor.
Mit steifen Küstengrüssen
free Gigi
14.11.2025, 13:24 Uhr
Gedankenspiel
Kinder und Jugendliche dürfen kein Cowboy und Indianer mehr spielen. Raufereien werden sofort unterbunden oder enden bei Sozialarbeitern u/o Psychologen... möglichst alles mit Samthandschuhen.

Auf der anderen Seite sollen sie dann mit Waffen in den Krieg ziehen???
Teja
14.11.2025, 13:52 Uhr
Wehrpflicht
Ohne die hervorragende Politik wäre diese nicht wieder im Gespräch.
Ich war lange Soldat,zu meiner Zeit wären wir im Kriegsfall für Frieden und Sozialismus gefallen.
Ich verstehe die Jugend,es ist doch egal für was man im Krieg fällt,für Kaiser,Volk und Vaterland.Tot ist tot.Punkt.
Nur ist die Wahrheit immer die Gleiche.Für den Kapitalisten dienenden Politiker,die irrsinnigerweise glauben,sie verkriechen sich im Ernstfall in irgendwelche Bunker,während draussen die Soldaten und das Volk vor die Hunde gehen,haben die wenigsten Lust ihr Leben zu verlieren.
Im heutigen Krieg ist es wie immer,die Völker verlieren,die Kriegstreiber,das Kapital gewinnt als einziger.,nur könnte das diesmal in die Hose gehen.
Waldemar Ceckorr
14.11.2025, 15:19 Uhr
zunächst einmal, die wehrpflicht wurde nicht abgeschafft
sondern nur ausgesetzt.
desweiteren plädiere ich für eine musterung ALLER personen im wehrfähigen alter,
also nicht nur männer.
alles andere wäre eine diskriminierung von frauen und aller anderen geschlechter oder nichtgeschlechter.

der waldi
G.Auer
14.11.2025, 19:54 Uhr
Klar sagt die Jugend nein
Wenn ich damals mit 18 Jahren die Wahl gehabt hätte, wäre ich auch nicht in eine Kaserne eingeritten. Wir hatten alle keinen Bock auf NVA, mussten das aber mind. 1,5 Jahre durchziehen. Heute sehe ich dies mit anderen Augen. Es war zwar nicht die beste Zeit in meines Lebens, brachte mir aber eine Menge an Erfahrungen, welche sich später sehr vorteilhaft zeigten. Man hat viel einstecken müssen, lernte aber auch mit Schwierigkeiten umzugehen und nicht bei jedem Mist den Kopf in den Sand zu stecken. Gerade heute wissen viele junge Leute nicht mit Regeln umzugehen und können sich nicht unterordnen. Gegenseitige Hilfe und Kameradschaft kennen die Meisten nicht mehr. Eine ordentliche Ausbildung in der Armee kann niemanden schaden und wer sollte denn bei einem möglichen Ernstfall das Land verteidigen? Wir ü60 die Rheuma- und Arthrosegeschädigten, der Volkssturm? Wenigstens können wir heute noch im Dunkel 'ne Kaschi auseinanderbauen und wieder zusammensetzen.
Waldemar Ceckorr
14.11.2025, 22:43 Uhr
also ich habe schon den boris
pistorius angerufen und ihm mitgeteil das ich beim volkssturm NICHT mitspiele ;o)

der waldi
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