Mo, 13:47 Uhr
15.01.2007
Wird morgen unterschrieben?
Nordhausen (nnz). Es kommt Bewegung in die künftige Finanzierung des Nordhäuser Theaters. Verträge sollen unterschrieben werden, vielleicht unter Organvorbehalt. Einschnitte wird es im Theater selbst geben und auch die Zuschauer werden wohl tiefer in ihre Taschen greifen, als das bislang geplant war. Die nnz mit Einzelheiten.
Im Kultusministerium in Erfurt liegt ein neuer Theaterfinanzierungsvertrag bereit zur Unterschrift, über die genauen Zahlen soll allerdings bis zur Unterschrift auf Wunsch des Kultusministeriums Stillschweigen gewahrt werden. Ob die Stadt Nordhausen morgen die Unterschrift für einen geringeren Landeszuschuss ab 2009 leisten wird, soll erst am Dienstagmorgen im Rathaus entschieden werden. "Nach dem 1,5-Millionen-Euro-Angebot vom letzten Sommer, ist die neue Zahl schon etwas erfreulicher, aber halt immer noch weit weniger als bisher", ließ der Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) durchblicken.
Jendricke machte daher auch kein Hehl daraus, dass somit keine richtige Euphorie im Rathaus zu diesem neuen Theatervertrag herrsche, schließlich werde wohl die Stadt Nordhausen wieder finanziell einspringen müssen. Aber auch das Theater selbst werde noch mehr sparen müssen und somit auch um einen Stellenabbau nicht umhin kommen.
"Seit Monaten haben wir die verschiedensten Modelle durchgerechnet und werden wohl ab 2009 auf den bisherigen städtischen Zuschuß von 2,3 Millionen Euro noch etwas drauflegen müssen", machte der Bürgermeister klar. Genaue Zahlen müssten dann erst einmal zwischen den Gesellschaftern besprochen werden.
Eine Konsequenz fordert Jendricke allerdings schon jetzt ein: Die Eigenfinanzierungsquote der Theater & Lohorchester GmbH müsse ebenfalls deutlich steigen und dazu reichten die derzeitigen Vorschläge zur Preissteigerung der Theaterkarten nicht aus. Eigentlich sollte in der nächsten Stadtratssitzung der Vorschlag des Theateraufsichtsrates abgesegnet werden, die Theaterpreise um rund acht Prozent ab Herbst 2007 anzuheben. Somit würde der durchschnittliche Kartenpreis von bisher 13 Euro für eine Opernvorstellung auf etwa 14 Euro steigen und für eine Schauspielvorstellung von 10,50 Euro auf 11 Euro steigen.
"Intendant Lars Tietje und sein Team machen ein tolles Kulturprogramm an diesem Theater, und wir müssen uns davon trennen, dies für einen absoluten Dumpingpreis anzubieten. Aus meiner Sicht muss der Aufsichtsrat erneut über die Eintrittspreise beraten", meinte Jendricke. Zurzeit liegt die Eigenfinanzierungsquote gerade mal bei 7,8 Prozent, aus Sicht des für die Finanzen zuständigen Bürgermeisters sollte sie auf mindestens 12 Prozent steigen. "Ich weiß, dass das Einfordern von Preissteigerungen nicht populär ist, aber diese Region will sich dieses Theater hier leisten und dafür müssen wir auch die Voraussetzungen schaffen", machte Jendricke abschließend klar.
Autor: nnzIm Kultusministerium in Erfurt liegt ein neuer Theaterfinanzierungsvertrag bereit zur Unterschrift, über die genauen Zahlen soll allerdings bis zur Unterschrift auf Wunsch des Kultusministeriums Stillschweigen gewahrt werden. Ob die Stadt Nordhausen morgen die Unterschrift für einen geringeren Landeszuschuss ab 2009 leisten wird, soll erst am Dienstagmorgen im Rathaus entschieden werden. "Nach dem 1,5-Millionen-Euro-Angebot vom letzten Sommer, ist die neue Zahl schon etwas erfreulicher, aber halt immer noch weit weniger als bisher", ließ der Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) durchblicken.
Jendricke machte daher auch kein Hehl daraus, dass somit keine richtige Euphorie im Rathaus zu diesem neuen Theatervertrag herrsche, schließlich werde wohl die Stadt Nordhausen wieder finanziell einspringen müssen. Aber auch das Theater selbst werde noch mehr sparen müssen und somit auch um einen Stellenabbau nicht umhin kommen.
"Seit Monaten haben wir die verschiedensten Modelle durchgerechnet und werden wohl ab 2009 auf den bisherigen städtischen Zuschuß von 2,3 Millionen Euro noch etwas drauflegen müssen", machte der Bürgermeister klar. Genaue Zahlen müssten dann erst einmal zwischen den Gesellschaftern besprochen werden.
Eine Konsequenz fordert Jendricke allerdings schon jetzt ein: Die Eigenfinanzierungsquote der Theater & Lohorchester GmbH müsse ebenfalls deutlich steigen und dazu reichten die derzeitigen Vorschläge zur Preissteigerung der Theaterkarten nicht aus. Eigentlich sollte in der nächsten Stadtratssitzung der Vorschlag des Theateraufsichtsrates abgesegnet werden, die Theaterpreise um rund acht Prozent ab Herbst 2007 anzuheben. Somit würde der durchschnittliche Kartenpreis von bisher 13 Euro für eine Opernvorstellung auf etwa 14 Euro steigen und für eine Schauspielvorstellung von 10,50 Euro auf 11 Euro steigen.
"Intendant Lars Tietje und sein Team machen ein tolles Kulturprogramm an diesem Theater, und wir müssen uns davon trennen, dies für einen absoluten Dumpingpreis anzubieten. Aus meiner Sicht muss der Aufsichtsrat erneut über die Eintrittspreise beraten", meinte Jendricke. Zurzeit liegt die Eigenfinanzierungsquote gerade mal bei 7,8 Prozent, aus Sicht des für die Finanzen zuständigen Bürgermeisters sollte sie auf mindestens 12 Prozent steigen. "Ich weiß, dass das Einfordern von Preissteigerungen nicht populär ist, aber diese Region will sich dieses Theater hier leisten und dafür müssen wir auch die Voraussetzungen schaffen", machte Jendricke abschließend klar.

