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Fr, 12:30 Uhr
07.11.2025
Olaf Salomon spendete für Hohenrode

Eine rote Rosskastanie zum Ruhestand

Rund 440 exotische Gewächse umfasste die alte Sammlung im Park Hohenrode einst. Dank Olaf Salomon ist man der alten Vielfalt ein Stück näher gekommen - der frisch gebackene Ruheständler hatte zu seinem Abschied um Spenden gebeten und dabei auch an den Park gedacht...

Bei dem Neuzugang handelt es sich um eine rote Rosskastanie, erläutert Matthias Bender, Hohenrodes Baumexperte. Der neue Baum steht fast exakt an dem Ort, an dem ein Exemplar auch im Kneiff’schen Arboretum zu finden war.

v.l. Hannelore Haase, Olaf Salomon, Tom Landsiedel und Carolin Sobik von der Kreisverkehrswacht (Foto: Förderverein Park Hohenrode) v.l. Hannelore Haase, Olaf Salomon, Tom Landsiedel und Carolin Sobik von der Kreisverkehrswacht (Foto: Förderverein Park Hohenrode)

Das Gewächs ist resilienter als ihre Vettern, die die nahe Parkallee säumen, wird dafür aber nur etwa halb so hoch wachsen. Angepflanzt wurde die Kastanie schon vor einigen Wochen, durch den großen Erdballen, mit dem das junge Gewächs angeliefert wurde, stellten Transport und die Pflanzung eine Herausforderung dar, berichtet Bender.

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Zum Glück kann man sich im Park gerade auch bei solchen Aufgaben auf helfende Hände verlassen. Zu den langjährigen Unterstützern des Nordhäuser Juwels gehören auch die Stadtwerke, deren inzwischen ehemaliger Chef es sich zu seinem Abschied nicht nehmen ließ, den Park noch ein letztes mal zu bedenken. Zu seiner Abschiedsfeier bat Olaf Salomon deswegen nicht um Geschenke, sondern um Spenden. Die Gäste hatten die Wahl zwischen der Kreisverkehrswacht, die Salomon von Beginn an begleitet hat und dem Park Hohenrode. „Das Ergebnis war am Ende fast paritätisch und es ist schön zu sehen, was daraus geworden ist. Wir sind oft unterwegs im Park und haben jetzt noch einen Grund mehr, hier spazieren zu gehen“, sagte Salomon am Mittwoch anlässlich der offiziellen Übergabe im Park Hohenrode.

Dankeschön für einen alten Freund des Parks; Olaf Salomon und Hannelore Haase (Foto: Förderverein Park Hohenrode) Dankeschön für einen alten Freund des Parks; Olaf Salomon und Hannelore Haase (Foto: Förderverein Park Hohenrode) Von Hannelore Haase, der Vorsitzenden des Parkfördervereins, gab es eine entsprechende Urkunde und viele Dankesworte, denen sich auch Tom Landsiedel, der Vorsitzende der Bürgerstiftung anschloss. „Wir bedanken uns für die Idee und den schönen Baum und wir hoffen, das er hier gut wächst und gedeiht“, sagte Haase.

Bisher macht sich der Neuankömmling gut, sagt Bender, für die nächsten vier bis fünf Jahre werde man die Kastanie aber gut umsorgen, um auf Nummer sicher zu gehen. Unter den Exoten im Park gehört die rote Rosskastanie zwar noch zu den eher gewöhnlichen Vertretern, dennoch ist Bender froh, wieder einen Haken in der Sammlungsliste setzen zu können. Alle alten Bäume wird man aber wohl nie zurückbringen können. „Wir wissen, dass es um 1960 rund 440 exotische Gewächse im Park gab, davor werden es noch einige mehr gewesen sein. Durch Vernachlässigung ist vieles wieder verloren gegangen und wir haben über die Jahre viel und intensiv nachgepflanzt, aber alles bekommen wir nicht zurück.“, erzählt Matthias Bender. „Das fängt schon damit an, wie damals gearbeitet wurde. Der alte Kneiff war ein Sammler und hat in seiner Leidenschaft die Gewächse oft dichter aneinander gepflanzt, als nötig oder gut war. Zum anderen gibt es eine ganze Reihe an Pflanzen, zum Beispiel diverse Weißdorn Arten oder auch Scheinzypressen, die früher im Park standen, aber heute gar nicht mehr zu bekommen sind. Die rote Rosskastanie war da ein einfacheres Stück.“

Ihre volle Pracht zeigt die Kastanie im Moment schon nicht mehr, ihr Blätterkleid hat sie bereits abgeworfen. Dass der Park aber auch in der kalten Jahreszeit seine schönen Seiten hat, weiß der Nordhäuser Spaziergänger. Eine gute Gelegenheit für einen Besuch - hoffentlich bei Wintersonneschein und Schnee - bietet demnächst der „Advent im Park“. Am 6. Dezember lädt man wieder zum Rätselrundgang mit Nikolaus, Mönch und Engel ein. Zur Aufwärmung warten im Kutscherhaus Kaffee und Kuchen auf die Gäste, außerdem werden Bastelspaß und Weihnachtsgeschichten für Groß und Klein geboten. Wer noch etwas für das Fest braucht, findet vielleicht eine passende, selbstgebastelte Kleinigkeit und wenn das Wetter mitspielt, werden auch Grill und Feuerschale angefeuert. Los geht es um 14 Uhr, der Eintritt ist frei.
Autor: red

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