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Do, 10:31 Uhr
06.11.2025
nnz nachgehakt

Ein Paradies für Taschendiebe?

Die Redaktion erreichte diese Woche eine Anfrage aus Nordhausen Nord. Taschendiebe würden hier regelmäßig ihr Unwesen treiben und vor allem Senioren beklauen, die ihre Rente in die nahen Kaufhallen tragen. Die nnz hat bei der Polizei nachgehakt…


Jeweils um den Monatsbeginn herum würden Bürger an der Filiale der Sparkasse in Nordhausen Nord beobachtet und dabei ausspioniert, wie sie Geld abheben, teilt uns Herr K. In seiner Leserzuschrift mit. Danach würden dann Taschendiebe zugreifen, mit Vorliebe im nahen Supermarkt und bei den Rentnern, die hier einkaufen gehen.

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Wie die Landespolizeiinspektion Nordhausen (LPI) auf Anfrage der nnz mitteilt, kam es in diesem Jahr lediglich zu einem solchen Fall. Nicht bekannt sei, ob dabei zuvor beobachtet wurde, wie jemand Geld abgehoben hatte. „Es handelt sich hierbei um eine  klassischen Handtaschendiebstahl. Somit kann ganz klar verneint werden, dass hier eine Deliktshäufung vorliegt.“, antwortet die Polizei, schränkt aber auch ein, dass es andere Vorfälle gegeben haben könnte, die dann aber nicht zur Anzeige gebracht wurden. „Deliktsspezifisch gibt es im Anzeigeverhalten betroffener Personen mitunter auch ein gewisses Schamgefühl, was zur Folge hat, dass die Möglichkeit besteht, dass nicht jedes Delikt zur Anzeige gebracht wurde. Also wäre ein Dunkelfeld hier denkbar.“, heißt es in der Mitteilung der LPI.

Zum Schutz vor Taschendieben gibt die Polizei folgende Hinweise:
  • Verstauen Sie Ihre Wertsachen sicher. Tragen Sie ihre Handtasche geschlossen bei sich, am besten vor dem Körper und verwenden Sie bestenfalls keine offenen Taschen, da diese den Dieben den Zugriff leichter machen. Tragen Sie die Tasche mit der Verschlussseite zum Körper.
  • Tragen Sie Ihr Portemonnaie eng am Körper. Nutzen Sie hierfür beispielsweise Jackeninnentaschen oder Gürtel- und Brusttaschen.
  • Behalten Sie Ihre Tasche stets im Blick. Vermeiden Sie es unbedingt, Ihre Tasche unbeaufsichtigt in den Einkaufswagen zu legen. Tragen sie Ihre Tasche immer bei sich. Sekunden der Unachtsamkeit reichen den Dieben meist aus, um Wertsachen zu stehlen.
  • Achten Sie auf verdächtiges Verhalten anderer Personen. Wenn Sie durch fremde Personen angerempelt oder in ein Gespräch verwickelt werden, könnte dies ein Trick sein, um Sie abzulenken. Dabei gehen die Diebe nicht selten in Gruppen vor.
  • Achten Sie vor allem im Gedränge besonders auf Ihre Wertsachen und Taschen. Die Bürger waren einsichtig und dankbar für die Tipps und Hinweise der Polizeibeamten vor Ort.


Wer Opfer eines Taschendiebstahls geworden ist, sollte zudem umgehend eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Wurde die EC-Karte entwendet, wird die Polizei eine sogenannte „KUNO-Sperrung“ veranlassen. Außerdem sollte man eine gestohlene Karte umgehend über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen. Bei einem verlorenen Mobiltelefon, können SIM-Karte oder Telefon gesperrt werden. Gestohlene Ausweise sollten bei den örtlich zuständigen Behörden gemeldet werden. Bei Personalausweisen mit aktiver Online-Ausweisfunktion müsse diese so schnell wie möglich gesperrt werden.

Zur Sensibilisierung ist die Polizei auch vor Ort unterwegs und informiert, jüngst etwa im Oktober im Rahmen der Aktionswoche Taschendiebstähle. Allgemein Hinweise finden sich auch auf den Seiten der Polizei im Internet.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Hallogemeinde
06.11.2025, 15:08 Uhr
reiner Zufall
klar... ist natürlich reiner Zufall dass genau am 1. des Monats jemand seine Rente abhebt und das ganze dann in einem Supermarkt passiert, wo es im 21. Jahrhundert keinerlei Camaras gibt. Die LPI hat wahrscheinlich und die Betonung liegt auf wahrscheinlich (also keine nicht nachgewiesene Tatsachenbehauptung) nur bisher keinen Zusammenhang festgestellt. Die Diebe sind wahrscheinlich ganz neu auf dem Markt und haben das zum ersten und letzten Mal getan. Respekt... in diesem Jahr einmaliger Fall und klassischer Handtaschendiebstahl. NDH ist total sicher. Hätte ich nicht gedacht.
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