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Sa, 10:00 Uhr
01.11.2025
Information der AfD-Stadtratsfraktion

Zur Zukunft der Nordhäuser Kindertagesstätten

Am kommenden Dienstag, den 4. November, befasst sich der Ausschuss für Generationen, Bildung und Sport der Stadt Nordhausen mit der Bedarfsplanung für die Kindertagesbetreuung 2026/2027. Im Mittelpunkt steht die geplante Anpassung der Kita-Kapazitäten an den künftig sinkenden Betreuungsbedarf…

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Das Jugendsozialwerk Nordhausen als größter Kita-Träger hat im Vorfeld alle interessierten Eltern aufgerufen, die Sitzung zu besuchen, und deutliche Kritik an den geplanten Kürzungen und Schließungen geäußert. Auch die AfD-Fraktion im Stadtrat Nordhausen hat in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen und Sorgen von Eltern erhalten. Die Abgeordneten möchten deshalb transparent über den aktuellen Stand und die Hintergründe informieren.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Frank Kramer schildert hier seine Sicht der Dinge:

Was die Stadt aktuell plant
Nach den vorliegenden Daten des Thüringer Landesamtes für Statistik sinkt die Zahl der Kinder im Kita-Alter in Nordhausen dauerhaft. Derzeit bestehen Überkapazitäten von rund 400 Plätzen. Um wirtschtlich zu arbeiten, schlägt die Verwaltung zwei Schritte vor:
Reduzierung von rund 113 Plätzen in großen Einrichtungen ab 1. Januar 2026.
Schließung von drei Kitas zum 31. Dezember 2026.

Nach aktuellem Stand betrifft das die Einrichtungen:
Domschlösschen,
Haus Kunterbunt und
Tierhäuschen.

Die fünf Ortsteil-Kitas in Bielen, Herreden, Leimbach, Petersdorf und Sundhausen sollen dagegen zunächst erhalten bleiben. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat voraussichtlich im Dezember 2025.

Landespolitik beeinflusst die Situation vor Ort
Die schwierige Lage vieler Thüringer Kitas ist nicht allein Folge sinkender Kinderzahlen, sondern auch Ergebnis der Finanzierungsstruktur, die das Land vorgibt. Die Landeszuschüsse werden pro betreutes Kind gezahlt; sinkt die Belegung, fallen die Einnahmen der Träger, obwohl Personal- und Gebäudekosten nahezu gleich bleiben.
Dadurch geraten insbesondere kleinere Einrichtungen in finanzielle Schieflage.

Im September 2025 hatte die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag einen Antrag eingebracht, der forderte die Finanzierung stärker an der vorhandenen Kapazität statt nur an der Auslastung zu orientieren,
sowie eine maximale Entfernung von zehn Kilometern zwischen Wohnort und nächster Kita gesetzlich festzuschreiben, um Standorte im ländlichen Raum dauerhaft zu sichern.

Der Antrag fand keine Mehrheit. Hätte dieser Zustimmung gefunden, wäre eine strukturelle Stärkung der bestehenden Kitas im ländlichen Raum möglich gewesen. Das hätte die Chance erhöht, kleinere Einrichtungen – auch in Nordhausen – langfristig zu erhalten und die jetzigen Schließungsplanungen zumindest abzuschwächen oder zu verzögern. So bleibt die finanzielle Verantwortung weiterhin überwiegend bei den Kommunen.

Position der AfD Nordhausen
Die AfD-Stadtratsfraktion Nordhausen setzt sich für eine verantwortungsvolle, transparente und sozial ausgewogene Lösung ein. Wir unterstützen das Ziel, die Betreuungsqualität zu sichern, lehnen jedoch einen reinen Kapazitätsabbau ohne Perspektive ab. Wir fordern vom Land Thüringen, die Strukturfinanzierung der Kitas zu überarbeiten, damit fixe Betriebskosten unabhängig von der Auslastung besser abgesichert werden.
Bereits in der letzten Stadtratssitzung hatte unsere Fraktion dazu eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, um nähere Informationen zu den geplanten Maßnahmen, Kostenfolgen und Alternativen zu erhalten.
Bis heute liegt dazu keine Antwort vor.

Gerade angesichts der Bedeutung des Themas für viele Familien erwarten wir eine zeitnahe und vollständige Aufklärung. Nur so lassen sich Standorte in den Ortsteilen und kleine, familiennahe Einrichtungen erhalten.

Wir laden alle Eltern und Interessierten ein, die Sitzung des Ausschusses am Dienstag, 4. November, um 17 Uhr im Rathaus Nordhausen zu besuchen. Hier werden die Fakten vorgestellt, und die Verwaltung wird Rede und Antwort stehen.
AfD-Fraktionsvorsitzender, Frank Kramer
Autor: red

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Kommentare
Teja
01.11.2025, 13:57 Uhr
Kindertagesstätten
Man sollte nicht immer so vorschnell Entscheidungen treffen.Beste Beispiele sind die massenhaft abgerissen Wohnblocks,dann auf einmal nicht mehr vorhandenen bezahlbaren Wohnungen,die auf einmal fehlten.Das gleiche Problem bei den Bundeswehrtandorten,die aufgegeben wurden und jetzt fehlen.Soll es mit den Kitas genau so enden?
Letztendlich entstehen Mehrkosten,die erheblich höher sind als gedacht.
Und was ist dabei schlecht,wenn die Kinder durch mehr Erzieher betreut werden können?
Kindergärten sind keine Gelddruckmaschinen,Investitionen in Bildung und Erziehung hat höchsten Stellenwert!!!
Alles andere ist ein falscher Weg.
Filzstift und Lineal
02.11.2025, 10:15 Uhr
Buchmanns Unvermögen und Klüngelpolitik ...
... trägt Früchte, leider nur fürs Nordhäuser Establishment. Die Kosten fürs Theater (aktuell rund 40 Mio Euro) haben sich seit Baubeginn vedoppelt. Für Kitas ist kein Geld mehr da. Ehrenfriedhof: 1 Mio - der Hauptfriedhof lässt zu wünschen übrig. Die Reihe ließe such fortsetzen

Klassenkampf von oben ...
diskobolos
02.11.2025, 11:05 Uhr
Nordhausen ist arm,
wie fast alle deutschen Kommunen. Da muss man schon genau rechnen, welche Ausgaben nötig sind. Wenn es im Bereich Kindergärten solch große Überkapazitäten gibt, kann man das Geld für andere Dinge, z. B. Jugendarbeit besser einsetzen. Wie das im Einzelnen passiert, ist Sache des Stadtrates.
HolRic
02.11.2025, 13:27 Uhr
Transparenz & Ehrlichkeit
Als Träger der drei in Rede stehenden Kindergärten sind wir wirklich schockiert. Für morgen sind wir zu einem Trägergespräch eingeladen und wissen bislang noch keine Details. Wenn ich das mutmaßliche Ergebnis nun schon hier und in den sozialen Medien lese, wird der morgige Termin wohl eher nicht ergebnisoffen sein. Sehr traurig.
Holger Richter, JSW
MissSchellenberg
02.11.2025, 15:39 Uhr
Mein Tipp an alle;-)
Jeder, der rechnen kann, wird wissen, dass man Ausgaben streichen muss, wenn die Einnahmen nicht mehr ausreichen....
Seit Jahren gehen die Geburtenzahlen in Nordhausen zurück- trotz der Einwanderer. Es werden also irgendwann auch die Schulen betroffen sein.
Deshalb mein Tipp an alle: sorgt wieder für mehr Nachwuchs, dann entstehen solche Probleme gar nicht erst ;-)
Südharzmensch
03.11.2025, 17:33 Uhr
Kai Buchmann wird sich morgen erklären
Morgen tagt der Bildungsausschuss im Rathaus. Wir Eltern sollten dort stark präsent sein und uns vom OB genau die Gründe anhören, die zu seinen Schließungsabsichten geführt haben.

Persönlich wichtig wäre mir, was die Stadtelternsprecher und der Kinderstadtrat dazu gesagt haben.
Wanderwölfin
03.11.2025, 18:56 Uhr
Kita
Der ökumenische Kindergarten ist ja gut ausgelastet. Aber seit der Hausmeister nicht mehr da ist, verwahrlost das Grundstück immer mehr.
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