Di, 11:00 Uhr
22.01.2002
nnz-Rückspiegel: 22. Januar 2001
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute: Kleinfurra, Autobahn und Gasteltern.
Drei Fraktion im Gemeinderat von Kleinfurra
Die zwölf Sitze des Gemeinderates von Kleinfurra sind vergeben. Nach dem vorläufigen Ergebnis der gestrigen Wahlen erhalten die CDU, die Bürgerinitiativen Pro Kleinfurra und Bürger für Kleinfurra jeweils vier Mandate. Beide Bürgerinitiativen sind zum ersten Mal im Gemeinderat vertreten. Pro Kleinfurra erzielte mit rund 36 Prozent der abgegeben Stimmen das beste Ergebnis. Bereits gestern stand die Auszählung für das Amt des Bürgermeisters fest. Danach wird es zwischen Ingrid Cebulla (BI Pro Kleinfurra) und Benno Koschorreck (CDU) am 4. Februar zur Stichwahl kommen. Für den noch eingesetzten Bürgermeister Karl-Heinz Brandt wird der 31. Januar der offiziell letzte Arbeitstag werden. Dennoch ist er auch für den 4. Februar als Wahlleiter eingesetzt. Hierzu soll es noch Gespräche im Nordhäuser Landratsamt geben. Brandt agierte 13 Jahre als Bürgermeister der kleinen Gemeinde. Streitigkeiten um einen Brückenneubau und wegen Abwassergebühren ließen Brandt im vergangenen Jahr aufgeben, zuvor löste sich der Gemeinderat praktisch selbst auf.
Autobahnbau bringt das Mittelalter ans Licht
Die neue Autobahn A 38 schafft nicht nur schnelle Verbindungen und entlastet nicht nur den innerstädtischen Verkehr. Der Bau der Magistrale ist für Archäologen oftmals eine Fundgrube. So wurde auf dem Kesselberg bei Sundhausen ein fränkischer Friedhof aus dem 9. Jahrhundert entdeckt. In den Jahren 1997/98 entdeckten die Bauarbeiter schließlich auch Siedlungsreste aus der Bronzezeit. Datiert waren die Funde um 1800 vor unserer Zeitrechnung. Dabei handelt es sich um Reste einer 4.000 Jahre alten Siedlung. Vor allem kamen Abfallgruben sowie Teile von Häuserpfosten zum Vorschein. Besonders überrascht waren die Experten, als in der Nähe von Großwechsungen ein jungsteinzeitliches Grab der so genannten Glockenbecherkultur um 2200 vor unserer Zeitrechnung entdeckt wurde. Bei dem Toten lag eine reich verzierte Schale aus Ton mit fünf Füßchen.
Archäologische Funde gab in der zurückliegenden Zeit auch bei Bauarbeiten in Nordhausen, berichtet Denkmalpfleger Hans-Jürgen Grönke der nnz. Vor allem der Standort der ehemaligen Jacobikirche erwies sich als wahrer Quell für die Historiker. Mittelalterliche Wohnstätten sowie die Grundmauern der Kirche selbst konnte hier freigelegt werden. Bei Schachtarbeiten im Bereich Kranichstraße/Domstraße wurden Reste einer mittelalterlichen Siedlung gefunden. Auch Überbleibsel einer Siedlung aus der späten Bronzezeit sind entdeckt worden. Für die Archäologen ein Indiz dafür, daß dort, wo einst die Burg von Heinrich dem I. gestanden hat, lange Zeit vorher bereit gesiedelt wurde.
Gasteltern können ihre Kinder in Gomel besuchen
Die Nordhäuser Tschernobyl-Hilfe wird auch in diesem Jahr wieder Kinder aus Weißrußland in den Landkreis Nordhausen einladen. Es werden Kinder aus dem Gebiet um Gomel für zwei, vier oder sechs Wochen nach Thüringen eingeladen. Dafür sucht der eingetragene Verein auch in diesem Jahr Unterstützung und vor allem Gasteltern. Schon jetzt wird von den Organisatoren ein umfangreiches Programm organisiert. Für den Monat April hat der Verein eine Reise nach Gomel vorbereitet. Gasteltern, die in den zurückliegenden Jahren Kinder aufgenommen hatten, wird die Möglichkeit geboten, mit nach Weißrußland zu fahren. Bei dieser Gelegenheit können sie ihre Kinder besuchen.
Autor: nnzDrei Fraktion im Gemeinderat von Kleinfurra
Die zwölf Sitze des Gemeinderates von Kleinfurra sind vergeben. Nach dem vorläufigen Ergebnis der gestrigen Wahlen erhalten die CDU, die Bürgerinitiativen Pro Kleinfurra und Bürger für Kleinfurra jeweils vier Mandate. Beide Bürgerinitiativen sind zum ersten Mal im Gemeinderat vertreten. Pro Kleinfurra erzielte mit rund 36 Prozent der abgegeben Stimmen das beste Ergebnis. Bereits gestern stand die Auszählung für das Amt des Bürgermeisters fest. Danach wird es zwischen Ingrid Cebulla (BI Pro Kleinfurra) und Benno Koschorreck (CDU) am 4. Februar zur Stichwahl kommen. Für den noch eingesetzten Bürgermeister Karl-Heinz Brandt wird der 31. Januar der offiziell letzte Arbeitstag werden. Dennoch ist er auch für den 4. Februar als Wahlleiter eingesetzt. Hierzu soll es noch Gespräche im Nordhäuser Landratsamt geben. Brandt agierte 13 Jahre als Bürgermeister der kleinen Gemeinde. Streitigkeiten um einen Brückenneubau und wegen Abwassergebühren ließen Brandt im vergangenen Jahr aufgeben, zuvor löste sich der Gemeinderat praktisch selbst auf.
Autobahnbau bringt das Mittelalter ans Licht
Die neue Autobahn A 38 schafft nicht nur schnelle Verbindungen und entlastet nicht nur den innerstädtischen Verkehr. Der Bau der Magistrale ist für Archäologen oftmals eine Fundgrube. So wurde auf dem Kesselberg bei Sundhausen ein fränkischer Friedhof aus dem 9. Jahrhundert entdeckt. In den Jahren 1997/98 entdeckten die Bauarbeiter schließlich auch Siedlungsreste aus der Bronzezeit. Datiert waren die Funde um 1800 vor unserer Zeitrechnung. Dabei handelt es sich um Reste einer 4.000 Jahre alten Siedlung. Vor allem kamen Abfallgruben sowie Teile von Häuserpfosten zum Vorschein. Besonders überrascht waren die Experten, als in der Nähe von Großwechsungen ein jungsteinzeitliches Grab der so genannten Glockenbecherkultur um 2200 vor unserer Zeitrechnung entdeckt wurde. Bei dem Toten lag eine reich verzierte Schale aus Ton mit fünf Füßchen.
Archäologische Funde gab in der zurückliegenden Zeit auch bei Bauarbeiten in Nordhausen, berichtet Denkmalpfleger Hans-Jürgen Grönke der nnz. Vor allem der Standort der ehemaligen Jacobikirche erwies sich als wahrer Quell für die Historiker. Mittelalterliche Wohnstätten sowie die Grundmauern der Kirche selbst konnte hier freigelegt werden. Bei Schachtarbeiten im Bereich Kranichstraße/Domstraße wurden Reste einer mittelalterlichen Siedlung gefunden. Auch Überbleibsel einer Siedlung aus der späten Bronzezeit sind entdeckt worden. Für die Archäologen ein Indiz dafür, daß dort, wo einst die Burg von Heinrich dem I. gestanden hat, lange Zeit vorher bereit gesiedelt wurde.
Gasteltern können ihre Kinder in Gomel besuchen
Die Nordhäuser Tschernobyl-Hilfe wird auch in diesem Jahr wieder Kinder aus Weißrußland in den Landkreis Nordhausen einladen. Es werden Kinder aus dem Gebiet um Gomel für zwei, vier oder sechs Wochen nach Thüringen eingeladen. Dafür sucht der eingetragene Verein auch in diesem Jahr Unterstützung und vor allem Gasteltern. Schon jetzt wird von den Organisatoren ein umfangreiches Programm organisiert. Für den Monat April hat der Verein eine Reise nach Gomel vorbereitet. Gasteltern, die in den zurückliegenden Jahren Kinder aufgenommen hatten, wird die Möglichkeit geboten, mit nach Weißrußland zu fahren. Bei dieser Gelegenheit können sie ihre Kinder besuchen.

