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Fr, 09:04 Uhr
31.10.2025
Aus dem Kreistag

Keine neue Windkraft in Nordhausen

Die CDU-Fraktion im Kreistag Nordhausen spricht sich entschieden gegen die Ausweisung weiterer Vorrangflächen für Windkraftanlagen im Landkreis Nordhausen aus. Dies habe man auch in einer entsprechenden Stellungnahme an die Regionale Planungsgemeinschaft formuliert, melden die Christdemokraten...

„Wir bekennen uns zu einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung für die Menschen im Landkreis und unsere Wirtschaft, in der Windkraft ein Bestandteil sein kann - vorausgesetzt, sie findet vor Ort Akzeptanz“ erklärt der Fraktionsvorsitzende René Fullmann. Der Ausbau müsse technologieoffen und am tatsächlichen regionalen Energiebedarf orientiert sein, statt an pauschalen Flächenvorgaben.

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Nach Auffassung der CDU-Fraktion sind die bestehenden Windvorranggebiete im Landkreis ausreichend. „Wir unterstützen den Vorschlag der Thüringer Landesregierung, von Flächenzielen auf technologieunabhängige Erzeugungsmengenziele umzusteigen – also von ‚Hektar‘ zu ‚Megawatt“. Einen weiteren Eingriff in unsere Südharzer Landschaft lehnen wir klar ab“, betont Fullmann.

Die Fraktion plädiert stattdessen für eine stärkere Nutzung des sogenannten Repowerings in bestehenden Windvorranggebieten. Durch den Ersatz älterer Anlagen durch moderne, leistungsstärkere Windräder könne deutlich mehr Energie auf geringerer Fläche produziert werden. „Das schont Landschaft und Natur“, so Fullmann. Ein Beispiel dafür sei der Windpark Bucha bei Jena, wo acht alte Anlagen durch drei neue ersetzt wurden, die mehr als die dreifache Energieausbeute erzielen. Auch im Windvorranggebiet 2 – Heringen/Uthleben werde ein Repowering-Vorhaben bereits umgesetzt.

Bereits in der letzten Kreistagssitzung am 16. September hatte die CDU-Fraktion hierzu einen Antrag eingebracht. Dieser fand lediglich Unterstützung durch die Bürgerliste Südharz, während alle anderen Fraktionen ablehnten. „Ein klares Votum des Kreistages Nordhausen wäre ein wichtiges Signal gewesen“, bedauert der Fraktionsvorsitzende.

„Wir setzen in der Zukunft auf eine sichere, bezahlbare, technologieoffene Energieversorgung, getragen von einem breiten Energiemix. Ein einseitiger Fokus auf Windkraft widerspricht diesem Ansatz. Zugleich wissen wir, dass eine Rückkehr zu fossilen Energieträgern weder ökologisch noch dauerhaft realistisch ist“, fasst René Fullmann abschließend zusammen.
Autor: red

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Kommentare
mabe39
31.10.2025, 13:36 Uhr
Voranggebiete
Man sollte die Fläche von Thüringen mit der vom Bayern ,deren vorhandenen WKA und die Einwohnerzahl mit dem Verbrauch an Energie vergleichen.
Kommt man in beiden Länder zur gleichen Anzahl an WKA dann könnte man über weitere Vorranggebiete in Thüringen reden
Kobold2
31.10.2025, 17:54 Uhr
Leider
richtet der Wind sich nicht nach solchen " Richtwerten".
bastu
31.10.2025, 18:13 Uhr
Keine Akzeptanz
Rotorkopf stürzt 120m tief auf Acker.
Ein Windrad neuester Bauart ist am Montag in NRW havariert. Und es ist kein Einzelfall. Die Felder, Wiesen und Äcker am Ortsrand seien von "tausenden" Einzelteile übersät.
Soll das so weitergehen? Die Eigentümer der Ländereien werden mit unverschämt hohen Zahlungen zum Bau der Windanlagen gelockt, dies wird von allen Stromkunden in alle "Ewigkeit " bezahlt. Von wegen günstige Energie!
Dieser Strom ist unzuverlässig, teuer, hässlich. Tötet unsere Vogelwelt und vergiftet bei Havarien unsere Umwelt.
Ich bin auch gegen den geplanten Windpark in Mackenrode . In nächster Nähe zur Ortslage, nahe dem grünen Band geplant. Es wird alles so schön dargestellt, daß alle Bedenken Berücksichtigung findet.
Als unsere Kanzlerin den Atomausstieg nach einer schlaflosen Nacht beschlossen hat, waren
Gaskraftwerke als Ersatz vorgesehen. Der Gedanke war an sich nicht falsch. Ich kann nur hoffen, daß bald einmal ein Umdenken stattfindet.
Unsere Steuergelder kann man nur einmal ausgeben.
Zum Schluss sei angemerkt, es landen alle Gifte auch von diesen Windanlagen auf unser aller Teller.
P.Burkhardt
31.10.2025, 19:44 Uhr
Ich möchte ergänzen:
Zitat Bastu zu WKA:"Tötet unsere Vogelwelt und vergiftet bei Havarien unsere Umwelt."

Ergänzung: vermindert den Treibhauseffekt, rettet dadurch Wälder, Korallen, Fische, Artenvielfalt, Pflanzen... und am Ende - wenigstens zum Teil - auch unseren Lebensstandard.
mabe39
31.10.2025, 20:14 Uhr
An Kobold 2
Es ging mir um die Anzahl der WKAauf der Fläche dieser beiden Länder.Fahre ich durch Thüringen gibt es kaum noch Flächen wo man keine WKA sieht,fährt man durch Bayern kann man längere Strecken fahren wo keine oder nur einzelne stehen.
Der Wind weht auch in Bayern genau wie in Thüringen, nur hier trägt man sich mit den Gedanken WKA'S im Th.Wald zu bauen.Machen sie mal den Vorschlag Herrn Söder auch in Oberbayern oder Alpen welche zu bauen
P.Burkhardt
31.10.2025, 20:56 Uhr
WKA-Standorte
keine Ahnung, wo so mancher hier in Bayern unterwegs ist. Unter windturbinemap.com ist jede einzelne WKA eingezeichnet. Richtig ist, dass es in Ost-Bayern (Richtung Passau) eine mehr oder weniger WKA-freie Zone gibt. Was u.a. am Militärflughafen Manching, der Topografie und sehr laaaangsamen Genehmigungsverfahren liegt.

In Bayern gibt es 1150 WKA in Betrieb und 743 sind beantragt (über 90 bereits genehmigt). In Thüringen stagniert der WKA-Ausbau. Derzeit gibt es in Thüringen 867 WKA.
murmeltier
31.10.2025, 21:26 Uhr
Vergleich
Bayern 70.000
Thüringen 16.000
Quadratkilometer.
Kobold2
31.10.2025, 22:00 Uhr
Der Wind
weht in Bayern leider nicht genauso, wie in Thüringen. Für die Erkenntnis reichen schon ein paar Grundkenntnisse in Meteorologie.
P.Burkhardt
31.10.2025, 22:02 Uhr
das hatten wir doch alles schon...
vgl. hier: www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=371209#188535

...ja, Bayern ist größer.... genauso wie Niedersachsen (6.363 WKA onshore) und Brandenburg (3.872 WKA) größer sind als Thüringen (867 WKA).

Das ist doch gar nicht die Frage. Bayern ist wegen seiner Topografie ohnehin schlechter geeignet für WKA. Die wahlkampfbedingte10H-Regel (die 2023 gestorben ist) sorgte ebenfalls für einen verminderten Ausbau im Vergleich mit den o.g. anderen Bundesländern.

Genaue Daten für tiefergehende Analysen zur Verteilung von WKA gibt's im offiziellen Marktstammdatenregister...bei der Auswertung kann auch eine künstliche Intelligenz helfen (die Daten sind als csv download- und auswertbar) .... falls diese das besser kann, als die eigene.
P.Burkhardt
31.10.2025, 22:32 Uhr
ich hab das jetzt mal gemacht...
...hab gerade nix besseres zu tun:

Bundesland / WKA pro km²

Bremen / 0,196
SH / 0,173
S-A / 0,139
Brandenburg /0,135
Niedersachsen /0,134
NRW / 0,112
RP / 0,088
Meck.-Pomm. / 0,083
HH / 0,083
Hessen / 0,059
Sachsen / 0,057
Saarland / 0,056
Thüringen / 0,054
BW / 0,022
Bayern /0,018
Berlin / 0,006

Naja, Thüringen hat im bundesweiten Vergleich daher eine geringe Dichte von WKA - natürlich macht es daher für WKA-Gegner Sinn, nach Beispielen mit noch geringerer Dichte zu suchen... aber es ist faktisch nicht so, dass Thüringen "zugespargelt" ist. Laut ZfK und Fachagentur Wind & Solar konzentrieren sich die Anlagen in Thüringen fast ausschließlich auf den Nordwesten (Kyffhäuserkreis, Eichsfeld, Unstrut-Hainich). Der Südharz ist aktiv im Repowering, während der Thüringer Wald nahezu windkraftfrei bleibt...

KYF: 213 WKA
UH: 132 WKA
EIC: 87 WKA
NDH: 45 WKA
SÖM: 39 WKA
GTH: 34 WKA
...
SHK. 18 wka
SOK: 17 WKA
SON: 15 WKA
SM: 14 WKA

Insgesamt wurden durch WKA in Thüringen 3,6 Mio. MWh Energie erzeugt, was etwa 22 Prozent des gesamten Energiebedarfs des Bundeslandes ausmacht (der Gesamtanteil erneuerbarer Energien in Thüringen lag bei mehr als 54 Prozent - es bliebe also ohne die Erneuerbaren 6 Monate dunkel im trauten Heim ! 😉).

Es gibt da also noch Potenzial. Da der Netzausbau noch Jahrzehnte dauern wird (Dank der Rechte von Grundstückseigentümern und Knoblauchkröten) , ist die dezentrale Energieversorgung umso wichtiger. Das gilt genauso für PV... (ich fange jetzt an, Strom vom Anbieter dazuzukaufen - meine Anlage hat mich seit März nahezu komplett versorgt. Wenn ich jetzt noch ein Windrad in den Vorgarten stellen könnte, brauchte ich vielleicht noch 20 Prozent des jährlichen Strombedarfs zu kaufen)

Wir brauchen dringend eine bessere Bepreisung des Stroms aus erneuerbaren Energien - die Kosten der Erzeuger bestehen zum überwiegenden Teil aus Abschreibungen auf die Anlagen, gefolgt von Netzdurchleitungsgebühren und Steuern - das würde die Akzeptanz erhöhen und den Ausbau fördern.
Kobold2
01.11.2025, 07:08 Uhr
Danke für diese Aufstellung
Hieran kann man gut erkennen, wie es bestimmte Kreise s hffen mit grad mal 45WKA für den gesamten Landkreis eine negative Stimmung zu verbreiten, aufrecht zuerhalten und dafür empfängliche Menschen manipulieren. Die " dramatischen Auswirkungen " dieser Anlagen kann man ja schon seit Jahrzehnten an der B4 Richtung Süden beobachten. Permanente Ablehnung ist nun mal keine Lösung.
Aber für manche wäre wohl doch das AKW in der Goldenen Aue die Lösung
mabe39
01.11.2025, 13:53 Uhr
AKW In die Goldene Aue
Mir wäre ein AKW in der Goldenen Aue sicherer als unsere Kriegstreibenden Politiker im Bundestag. Dies haben die AKW bewiesen.
Wie steht es übrigens mit der Entsorgun̈g der verbauten Materialien für die WKA's ?
Kobold2
01.11.2025, 15:18 Uhr
Die Entsorgungsfrage
Sieht bei WKA besser aus, als die Entsorgungsfrage bei AKWs.
Sie ist in etwa so, wie bei Fahrzeuteilen, Sportgeräten, Flugzeugteilen, Behältern, Booten u.v.a.m. aus diesem Material.
Aber solche Hinweise sind sicher vergebene Müh, wenn man noch nicht einmal weiss, was ein Kriegstreiber ist und wenn man sich mit den Kosten der Energiegewinnung sowie den Eingriff von AKWs ins Ökosystem nicht auseinandersetzt.
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