Neue Anlaufstelle
Queerer Stammtisch bietet Treffpunkt und Gemeinschaft
Im Landkreis Nordhausen gibt es eine neue Anlaufstelle für die queere Gemeinschaft: Der Queere Stammtisch hat seine Pforten geöffnet. Die Initiative versteht sich als eine offene und unterstützende Gemeinschaft für alle queeren Menschen, die einen sicheren Raum für Austausch, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung suchen...
Die Gruppe richtet sich an alle, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, asexuell, pansexuell, non-binär oder in irgendeiner anderen Weise als queer identifizieren. Egal, wer man ist oder wen man liebt – jeder ist herzlich willkommen!, betont die Initiative. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem die Mitglieder ohne Angst vor Verurteilung oder Diskriminierung offen über ihre Erfahrungen sprechen können.
Der Stammtisch legt größten Wert auf einen geschützten Rahmen. Vertraulichkeit ist dabei ein zentrales Prinzip: Alles, was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe. Die Gruppe lebt von der Vielfalt ihrer Mitglieder und einem respektvollen Umgang miteinander.
Neben den Gesprächsrunden sind auch gemeinsame Aktivitäten möglich, um die Gemeinschaft zu stärken. Wer Teil dieser Gruppe werden oder einfach mehr über die Treffen erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen, per E-Mail an queer@harzhome.de, über Instagram auf www.instagram.com/queer.nordhausen oder telefonisch unter 0176 98849888. Informationen erhalten Interessierte auch bei der Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Nordhausen per E-Mail an gesundheitsfoerderung@lrandh.thueringen.de oder telefonisch unter 03631 911-5402 bzw. -5403.
Autor: red
Kommentare
Leser X
29.10.2025, 10:05 Uhr
Wäre noch interessant zu erfahren...
... ob sich das Queere nur auf den Sex oder auch auf die Gedankenwelt, z.B. Denken entgegen dem geförderten Mainstream, bezieht.
Wie Bitte
29.10.2025, 13:17 Uhr
Prinzipiell dürfen Sie davon ausgehen,
dass queere Personen auf Grund der Erfahrungen, welche sie im Leben machen mussten, wesentlich feinfühliger auf "mainstream" reagieren und alles, was als "mainstream" bezeichnet wird, und da durchaus entgegendenken (auch wenn "queer denken" rein gar nichts mit "querdenken" zu tun hat).
Sie dürfen ebenso davon ausgehen, dass queere Personen auf Grund der Anfeindungen, denen sie ständig ausgesetzt sind, gegen sie gerichtete Zwischentöne genauer orten und sehr gut zwischen den Zeilen lesen können, wenn Abneigung gegen sie vorgebracht wird.
free Gigi
29.10.2025, 15:35 Uhr
zählen
denn querdenkende Leute s.g. Querdenken auch zum angesprochen Publikum?
Wanderwölfin
29.10.2025, 17:51 Uhr
Stammtisch
Da sind sie unter sich und können kommunizieren. Ist doch gut so.
Tom der ungläubige
29.10.2025, 18:04 Uhr
Ich hab da mal eine Frage, aber zuerst ein Zitat
Die Gruppe richtet sich an alle, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, asexuell, pansexuell, non-binär oder in irgendeiner anderen Weise als queer identifizieren.
D.h. eigentlich für mich, dass also heteroS, beziehungsweise Menschen, die nur an zweiGeschlechter glauben, ausgegrenzt werden. Also da müsstet ihr schon mal in euch gehen weil das wird vermutlich die Mehrheit in unserem Land und auch weltweit sein. Ihr fordert Toleranz für eure, ja , wie viele Geschlechter! Und wenn ihr einen Gesprächskreis macht, wollt ihr die Mehrheit nicht dabeihaben!? Warum nicht? Angeblich habt ihr Angst davor, dass ihr ausgegrenzt werdet, aber ihr grenzt gerade selber aus! Oder habt ihr Angst? Zu diskutieren! wollt ihr uns ein schlechtes Gewissen machen, dass ihr euch in eurer Gesprächsgruppe ausgrenzen müsst? Das müsst ihr nicht. Also ich persönlich hatte nie ein Problem damit mit irgendwelchen Leuten, die in ihrem geschlechtlichen Vorlieben anders waren. Ich hatte nur Probleme dann, wenn Sie mich in meiner Jugend zu etwas nötigen wollten, was ich massiv ablehnte. Und ich denke, die Mehrheit der Leute haben in Deutschland kein Problem mit euren vielen Geschlechtern. Lasst aber einfach die Leute damit in Ruhe, lebt euer Leben, geht uns nicht auf den Sack, so wie wir euch auch tolerieren! Ihr fordert von uns Toleranz, aber an euren Zusammenkünften um Gottes willen, soll keiner der übrigen 95 Prozent der Bevölkerung dabei sein. Heidi, die Waldfee, ist das euer Demokratieverständnis? Gewöhnt euch doch mal endlich an euren Sexus in diesem Land, dass dieses ermöglicht auszuleben, ohne die restlichen 95 Prozent in den Senkel zu stellen und ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden! Geht das endlich mal in euren Schädel? Mach doch, was ihr wollt, aber redet uns kein schlechtes Gewissen an die noch binär sind! Schönen Abend!
Anmerkung techn. Support:
Ich denke, sie haben den Sinn des Stammtisches nicht ganz durchdrungen.
Bei den anonymen Alkoholikern treffen sich ja auch die anonymen Alkoholiker und nicht »der Rest«. Der Rest kann trotzdem kommen, wir aber nicht explizit erwähnt. Hat also nix mit Ausgrenzung zu tun.
Ach, provozieren ist soooo schön.
nur_mal_so
29.10.2025, 18:28 Uhr
Tom, der Ungläubige
Bei einem Lehrerstammtisch sind selten Schüler dabei. Beim Treffen des "Verein für Umwelt, Frau und Karneval" (ein heißes Eisen! Ein ganz heißes Eisen!) sind keine Hundezüchter dabei, und beim Treffen der Hundezüchter selten anonyme Katzenschnüffler. Selbst eine Parteiversammlung findet zumeist ohne Beisitzung anderer Parteien statt. Ein Betriebsrat tagt ohne CEO, in Frauenhäuser sind schlagende Männer nicht erwünscht. Beim Stammtisch der Schachspieler wird man nicht Halma spielen, und beim Treffen der Pferdeliebhaber den Abdecker ausladen. Und, ehrlich, Tom: setzen Sie sich in einer Kneipe mal uneingeladen an einen vollbesetzten Skattisch.
Tja, was ist das bloß für ein Demokratieverständnis! Sie wollen jetzt aber unbedingt an diesem Skattisch sitzen! Das geht doch nicht, dass man Sie bittet zu gehen! Warum werden Sie als ganze Bevölkerungsschicht da ausgeschlossen! Das ist doch keine Demokratie!
Lieber Tom, wenn Sie nur ein Bruchteil der Zeit, welche Sie für Ihr "lasst uns gefälligst in Ruhe!"-Pamphlet gebraucht haben, darüber nachgedacht hätten, was ein "Stammtisch" ist... naja, das "dann" spare ich mir.
Außerdem: mit einem Stammtisch bleiben doch "die!" unter sich, also genau das, was Sie wollen. Worüber regen Sie sich auf?
diskobolos
29.10.2025, 20:57 Uhr
Da widersprechen Sie sich doch selbst, Tom
Einerseits fühlen Sie sich von diesem speziellen Stammtisch ausgeschlossen, wären also scheinbar mal gern dabei. Andererseits fühlen Sie sich durch Menschen, die sich als queer bezeichnen, bedrängt.
Ich weiß ja nicht, wer Sie in Ihrer Jugend zu etwas nötigen wollte, was Sie massiv ablehnten, hoffe aber, dass Sie es ohne größere Schäden überstanden haben.
Sicherlich gibt es genügend Gelegenheiten außerhalb dieses Stammtisches für Sie, wenn Sie z. B. mal mit Homosexuellen reden wollen. Davon gibt es, wie wir jetzt wissen, viel mehr als wir früher geglaubt haben. Vielleicht würden Sie dann auch besser verstehen, warum die sich diskriminiert fühlen . . .
Mitternacht
29.10.2025, 21:29 Uhr
Tom, die Einladung zum Stammtisch für LGBTQ+Personen
ist einerseits genau das, was Sie fordern: diese Personen wollen mit diesem Stammtisch unter sich sein. Sie wollen keinem anderen "auf den Senkel gehen" oder "andere über ihre Sexualität belehren", sie möchten einen Stammtisch für sich und Gleichgesinnte aufbauen.
Das ist genau das, was Sie möchten, diese Personen sollen gefälligst unter sich bleiben und Sie und andere mit ihren Ansichten verschonen.
Schön, das tun sie mit diesem Stammtisch.
Aber andererseits scheint genau das Ihnen dann doch nicht zu passen, Sie fühlen sich ausgeladen, schwadronieren von fehlender Toleranz, fehlendem Demokratieverständnis gar.
Ja, was wollen Sie denn nun?
Sie skandieren in Ihrer Wortmeldung zwei völlig gegensätzliche Ansätze - die sollen unter sich bleiben, aber wenn die das tun, werden Sie ja ausgeschlossen, was Ihnen auch nicht gefällt.
Bei allem Respekt: Sie sollten erstmal mit sich selbst klarkommen.
Lautaro
30.10.2025, 12:49 Uhr
Find ich gut !
Sexuelle Präferenzen oder fühlbares Geschlecht kann man sich nicht aussuchen.
Ich gebe zu, dass ich einige neue Begriffe, wie non-binär usw nicht einordnen kann. Aber mit Schwulen und Sappho-Schwestern habe ich schon seit den 90ern freundschaftlichen Kontakt.
Nur als Hinweis an alle Nörgler....Die sind genauso inkonsequent in Sachen Sexualität, wie wir Heteros.
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