Mi, 08:00 Uhr
29.10.2025
Jubiläums-Geplauder
Gips, Katzen, Pfeifen, Zen und die Reise eines Korns
Das Wilde Geplauder hat sich zur festen Instanz in der Nordhäuser Neugierigen-Szene entwickelt. Im Tabakspeicher (wo auch sonst?) feierte die Veranstaltungsreihe gestern ihr erstes Jubiläum...
Sabine Schröder und Jürgen Rennebach stoßen auf die zehnte Ausgabe mit den Gästen an. (Foto: nnz)
Zum zehnten Mal luden Sabine Schröder und Jürgen Rennebach zu einer Reise in das Alltägliche, aber eben auch Besondere ein, das die Menschen in der Region nahezu tagtäglich umgibt, aber nicht immer so wahrgenommen wird.
Zunächst jedoch konnten die Initiatoren zusammen mit den Gästen auf das Jubiläum anstoßen, bevor der Reigen der Vorträge eröffnet und mitunter durch einen renitenten Beamer unterbrochen wurde. Ja, die Technik der öffentlichen Hand...
Die kleinen Pannen wurden jedoch durch die Referenten bravourös gemeistert, die dem Alltäglichen die besonderen Momente entlockten. Sehr erstaunt waren die Zuhörer ob der Tatsache, dass mit dem Abschalten der "dreckigen" Braunkohlekraftwerke plötzlich dem Land fünf Millionen Tonnen Gips fehlen. Oder dass sich Menschen "einfach so" für das Wohl von Katzen einsetzen und das auch noch ehrenamtlich.
Gelüftet wurde zum Beispiel auch das Geheimnis eines Musikers des Loh-Orchesters und seiner Verbindung zur Zen-Philosophie. Oder wussten sie, liebe Leser, dass in einer Nordhäuser Straßenbahn schon einmal ein Bein vergessen wurde? Oder welche Reise ein winziges Korn aus der Goldenen Aue durchmacht, ehe es ein geistiger Tropfen wird? Oder dass das Nordhisserische die Krönung der lingualen Evolution ist?
Finale und Höhepunkt war das Orgelspiel von Kirchenmusikerin Christine Heimrich aus Ilfeld (Foto: nnz)
Schlussendlich wurde nicht nur erklärt, sondern auch demonstriert, wie die Luft in die Pfeife einer Orgel kommt und daraus musikalische Werke entstehen. Als Finale der Plauderei wurde dann das Erzählte auch noch auf einer Orgel zu Gehör gebracht.
Von links: Christine Heimrich, Marion Wohler (Gesundheitsberaterin), Winfried Schmitt, Thorsten Schwarz, Kevin Schmidt (Tierschutz Nordhausen), Marcel Barth (Büro und Technik), Jörg Bauersfeld (Ritter Doppelkorn), Uwe Maurer (Nordbrand), Kathrin Materlik (Südharzwerke), André Materlik (Knauf Rottleberode), Sabine Schröder (Ideengeberin), Masanori Kobayashi (Klarinettist) und Werner Koppe (Naturführer) (Foto: nnz)
Das Besondere im Alltäglichen zu entdecken, das macht das Wilde Geplauder so einmalig in Nordhausen. Und so soll es auch bleiben. Sabine Schröder, Jürgen Rennebach und den vielen Referenten, die davon zu berichten wissen, sei Dank.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg
Sabine Schröder und Jürgen Rennebach stoßen auf die zehnte Ausgabe mit den Gästen an. (Foto: nnz)
Zum zehnten Mal luden Sabine Schröder und Jürgen Rennebach zu einer Reise in das Alltägliche, aber eben auch Besondere ein, das die Menschen in der Region nahezu tagtäglich umgibt, aber nicht immer so wahrgenommen wird.
Zunächst jedoch konnten die Initiatoren zusammen mit den Gästen auf das Jubiläum anstoßen, bevor der Reigen der Vorträge eröffnet und mitunter durch einen renitenten Beamer unterbrochen wurde. Ja, die Technik der öffentlichen Hand...
Die kleinen Pannen wurden jedoch durch die Referenten bravourös gemeistert, die dem Alltäglichen die besonderen Momente entlockten. Sehr erstaunt waren die Zuhörer ob der Tatsache, dass mit dem Abschalten der "dreckigen" Braunkohlekraftwerke plötzlich dem Land fünf Millionen Tonnen Gips fehlen. Oder dass sich Menschen "einfach so" für das Wohl von Katzen einsetzen und das auch noch ehrenamtlich.
Gelüftet wurde zum Beispiel auch das Geheimnis eines Musikers des Loh-Orchesters und seiner Verbindung zur Zen-Philosophie. Oder wussten sie, liebe Leser, dass in einer Nordhäuser Straßenbahn schon einmal ein Bein vergessen wurde? Oder welche Reise ein winziges Korn aus der Goldenen Aue durchmacht, ehe es ein geistiger Tropfen wird? Oder dass das Nordhisserische die Krönung der lingualen Evolution ist?
Finale und Höhepunkt war das Orgelspiel von Kirchenmusikerin Christine Heimrich aus Ilfeld (Foto: nnz)
Schlussendlich wurde nicht nur erklärt, sondern auch demonstriert, wie die Luft in die Pfeife einer Orgel kommt und daraus musikalische Werke entstehen. Als Finale der Plauderei wurde dann das Erzählte auch noch auf einer Orgel zu Gehör gebracht.
Von links: Christine Heimrich, Marion Wohler (Gesundheitsberaterin), Winfried Schmitt, Thorsten Schwarz, Kevin Schmidt (Tierschutz Nordhausen), Marcel Barth (Büro und Technik), Jörg Bauersfeld (Ritter Doppelkorn), Uwe Maurer (Nordbrand), Kathrin Materlik (Südharzwerke), André Materlik (Knauf Rottleberode), Sabine Schröder (Ideengeberin), Masanori Kobayashi (Klarinettist) und Werner Koppe (Naturführer) (Foto: nnz)
Das Besondere im Alltäglichen zu entdecken, das macht das Wilde Geplauder so einmalig in Nordhausen. Und so soll es auch bleiben. Sabine Schröder, Jürgen Rennebach und den vielen Referenten, die davon zu berichten wissen, sei Dank.
Peter-Stefan Greiner












