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Mo, 12:30 Uhr
27.10.2025
Ein Jahrhundert Leben:

Gertrud Berkefeld feierte ein ganz besonderes Jubiläum

Ein Leben voller Arbeit, Fürsorge, Wandel – und der offenen Neugier auf das, was das Leben bereit hält.
Am 27. Oktober 2025 feierte Gertrud Berkefeld ihren 100. Geburtstag.
Ein Rückblick auf ein bemerkenswertes Jahrhundert – geprägt von Fleiß, Verantwortung und einem unerschütterlichen Lebensmut...

Gertrud Berkefeld (Foto: S.Klaus) Gertrud Berkefeld (Foto: S.Klaus)


Schon früh musste Gertrud mit anpacken: Nach ihrem Schulabschluss absolvierte sie mit gerade mal 15 Jahren ihr sogenanntes „Pflichtjahr“ bei einem Bauern – welches landwirtschaftliche und hauswirtschaftliche Tätigkeiten vorschrieb. Harte körperliche Arbeit, die sie prägte und ihre Belastbarkeit unter Beweis stellte.
Ihre Leidenschaft galt jedoch schon damals dem Handwerk. Zwischen 1941 – 1944 machte sie eine Lehre als Schneiderin – eine Fähigkeit, die später zur Lebensgrundlage wurde.

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Dennoch übernahm sie im Anschluss eine verantwortungsvolle Aufgabe im Postdienst, genauer gesagt in der Vermittlung von Ferngesprächen. Noch während der Kriegsjahre sorgte Gertrud mit Schneiderarbeiten für den Lebensunterhalt der Familie.

Ein besonderes Kapitel ihrer Lebensgeschichte begann mit der Rückkehr ihrer Jugendliebe Paul Berkefeld aus der Kriegsgefangenschaft. Am Silvestertag 1946 heirateten die beiden – eine Liebesgeschichte, die durch alle Wirren der Zeit Bestand hatte.
Das Ehepaar bekam 5 Kinder – ein großes Familienglück, das jedoch auch von Trauer überschattet wurde: Eines der Kinder starb bereits kurz nach der Geburt.
Umso inniger kümmerte sich Gertrud um ihre Familie, die mittlerweile mehrere Generationen umfasst. Doch damit nicht genug: Mit großem Engagement übernahm sie auch Aufgaben im schulischen Bereich, wo sie von 1959 – 1967 als Pionierleiterin an der „Ernst-Thälmann-Schule“ in Nordhausen tätig war. Auch leitete sie in der Zeit von 1971 – 1988 Nähkurse im Klubhaus der Eisenbahner, wo sie ihr Wissen und Können an viele weitergab.

Als ihr Mann schwer erkrankte, pflegte sie ihn viele Jahre lang liebevoll bis zu seinem Tod – ein Zeichen tiefer Verbundenheit. Danach kümmerte sie sich mit derselben Hingabe um ihre Cousine in Bremerhaven – bis auch diese verstarb. 
Doch auf schwere Zeiten folgte auch das Glück: Gertrud nutzte die Freiheit, die ihr das Alter bot, und reiste viel – zu Wasser und zu Land, was sie mit großer Freude erfüllte.

2005 kehrte sie in ihre Heimat zurück, wo sie gemeinsam mit ihrem Sohn und dessen Familie in ihrem Elternhaus in Nordhausen-Salza lebte.
Anfang 2025 zog sie schließlich in ihr neues Zuhause, dem Senioren- und Pflegeheim „Am Pappelweg“ um, wo sie nun ihren 100. Geburtstag feierte – umgeben von ihrer Familie, Freunden und Wegbegleitern.
Sandra Klaus
Autor: red

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