Do, 10:25 Uhr
18.09.2025
Ein Blick in die Statistik
Immer weniger Leute in Thüringen
In Thüringen gibt es ein deutiger Rückgang in der Bevölkerungszahl. Das hohe Geburtendefizit war die Hauptursache für den Bevölkerungsrückgang, welcher zusätzlich durch einen Wanderungsverlust verstärkt wurde...
Am 30. Juni hatte Thüringen nach vorläufigen Ergebnissen 2 088 725 Einwohnerinnen und Einwohner. Davon waren 1 031 992 Männer und 1 056 733 Frauen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, verringerte sich damit die Bevölkerungszahl im Vergleich zum 31. Dezember 2024 um 11 552 Personen bzw. 0,55 Prozent (31.12.2024: 2 100 277 Personen). Das hohe Geburtendefizit von 10 784 Personen war die Hauptursache für den Bevölkerungsrückgang, welcher zusätzlich durch einen Wanderungsverlust in Höhe von 556 Personen verstärkt wurde.1)
Von Januar bis Juni starben in Thüringen 16 214 Menschen. Das waren 908 Sterbefälle bzw. rund 5,9 Prozent mehr als im 1. Halbjahr des vergangenen Jahres. Gleichzeitig wurden in Thüringen 5 430 Kinder lebend geboren und damit 444 Säuglinge bzw. 7,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Hochgerechnet auf das gesamte Jahr ist eine Geburtenzahl von unter 11 Tausend Kindern zu erwarten. Diese Anzahl läge nochmals deutlich unter dem für Thüringen im Jahr 2024 erreichten historischen Tiefststand von 11 803 Geburten.
Der Wanderungssaldo lag im 1. Halbjahr 2025 bei -556 Personen und war damit um 3 617 Personen niedriger als im Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2024: 3 061 Personen). Der Saldo 2025 resultierte aus 22814Zuzügen und 23370Fortzügen über die Thüringer Landesgrenze (2024: 27161Zuzüge; 24 100 Fortzüge). Dies ist ein Absinken gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Höhe von 16,0 Prozent bei den Zuzügen und von 3,0 Prozent bei den Fortzügen.
Der Rückgang bei den Zuzügen resultierte hauptsächlich aus dem Rückgang bei den Auslandszuzügen. In diesem Jahr sanken die Zuzüge aus dem Ausland im Vergleich zu den ersten 6 Monaten im Jahr 2024 um 3 584 Personen bzw. 21,9 Prozent. Die Fortzüge ins Ausland sanken im Vergleich zum Vor- jahreszeitraum um 755 Personen bzw. 6,7 Prozent.
Per Saldo machte dies ein Wanderungsplus von 2 190 Personen gegenüber dem Ausland, was jedoch einen Rückgang in Höhe von 2 829 Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Gegenüber den anderen Bundesländern sank der Wanderungssaldo im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um weitere 789 Personen auf -2 747 Personen (2024: -1 958 Personen).
Alle Kreise in Thüringen mussten in den ersten 6 Monaten 2025 einen Bevölkerungsverlust hinnehmen. Den größten relativen Bevölkerungsverlust verzeichnete die kreisfreie Stadt Suhl (-1,88 Prozent bzw. -651 Personen), gefolgt vom Saale-Holzland-Kreis (-0,95 Prozent bzw. -793 Personen) und dem Saale-Orla-Kreis (-0,82 Prozent bzw. -635 Personen) sowie dem Kyffhäuserkreis (-0,82 Prozent bzw. -590 Personen).
1) Zum genannten Wanderungssaldo und Geburtendefizit kamen die von den Standes- und Meldeämtern nachträglich gemeldeten Korrekturfälle hinzu, welche per Saldo einen Rückgang in Höhe von 225 Personen ausmachten.
Unterjährige Auswertungen von Bevölkerungsstatistiken tragen grundsätzlich vorläufigen Charakter.
Bei den Statistiken zu den Eheschließungen, Lebend- und Totgeborenen, Sterbefällen und den Wanderungen wird bei den Ergebnissen ab dem Berichtsmonat Januar 2025 zur Geheimhaltung ein datenveränderndes Verfahren eingesetzt (Cell-Key-Methode). Das Ergebnis der Summierung der Einzelzahlen kann deshalb geringfügig von der Endsumme abweichen.
Autor: praAm 30. Juni hatte Thüringen nach vorläufigen Ergebnissen 2 088 725 Einwohnerinnen und Einwohner. Davon waren 1 031 992 Männer und 1 056 733 Frauen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, verringerte sich damit die Bevölkerungszahl im Vergleich zum 31. Dezember 2024 um 11 552 Personen bzw. 0,55 Prozent (31.12.2024: 2 100 277 Personen). Das hohe Geburtendefizit von 10 784 Personen war die Hauptursache für den Bevölkerungsrückgang, welcher zusätzlich durch einen Wanderungsverlust in Höhe von 556 Personen verstärkt wurde.1)
Von Januar bis Juni starben in Thüringen 16 214 Menschen. Das waren 908 Sterbefälle bzw. rund 5,9 Prozent mehr als im 1. Halbjahr des vergangenen Jahres. Gleichzeitig wurden in Thüringen 5 430 Kinder lebend geboren und damit 444 Säuglinge bzw. 7,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Hochgerechnet auf das gesamte Jahr ist eine Geburtenzahl von unter 11 Tausend Kindern zu erwarten. Diese Anzahl läge nochmals deutlich unter dem für Thüringen im Jahr 2024 erreichten historischen Tiefststand von 11 803 Geburten.
Der Wanderungssaldo lag im 1. Halbjahr 2025 bei -556 Personen und war damit um 3 617 Personen niedriger als im Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2024: 3 061 Personen). Der Saldo 2025 resultierte aus 22814Zuzügen und 23370Fortzügen über die Thüringer Landesgrenze (2024: 27161Zuzüge; 24 100 Fortzüge). Dies ist ein Absinken gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Höhe von 16,0 Prozent bei den Zuzügen und von 3,0 Prozent bei den Fortzügen.
Der Rückgang bei den Zuzügen resultierte hauptsächlich aus dem Rückgang bei den Auslandszuzügen. In diesem Jahr sanken die Zuzüge aus dem Ausland im Vergleich zu den ersten 6 Monaten im Jahr 2024 um 3 584 Personen bzw. 21,9 Prozent. Die Fortzüge ins Ausland sanken im Vergleich zum Vor- jahreszeitraum um 755 Personen bzw. 6,7 Prozent.
Per Saldo machte dies ein Wanderungsplus von 2 190 Personen gegenüber dem Ausland, was jedoch einen Rückgang in Höhe von 2 829 Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Gegenüber den anderen Bundesländern sank der Wanderungssaldo im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um weitere 789 Personen auf -2 747 Personen (2024: -1 958 Personen).
Alle Kreise in Thüringen mussten in den ersten 6 Monaten 2025 einen Bevölkerungsverlust hinnehmen. Den größten relativen Bevölkerungsverlust verzeichnete die kreisfreie Stadt Suhl (-1,88 Prozent bzw. -651 Personen), gefolgt vom Saale-Holzland-Kreis (-0,95 Prozent bzw. -793 Personen) und dem Saale-Orla-Kreis (-0,82 Prozent bzw. -635 Personen) sowie dem Kyffhäuserkreis (-0,82 Prozent bzw. -590 Personen).
1) Zum genannten Wanderungssaldo und Geburtendefizit kamen die von den Standes- und Meldeämtern nachträglich gemeldeten Korrekturfälle hinzu, welche per Saldo einen Rückgang in Höhe von 225 Personen ausmachten.
Unterjährige Auswertungen von Bevölkerungsstatistiken tragen grundsätzlich vorläufigen Charakter.
Bei den Statistiken zu den Eheschließungen, Lebend- und Totgeborenen, Sterbefällen und den Wanderungen wird bei den Ergebnissen ab dem Berichtsmonat Januar 2025 zur Geheimhaltung ein datenveränderndes Verfahren eingesetzt (Cell-Key-Methode). Das Ergebnis der Summierung der Einzelzahlen kann deshalb geringfügig von der Endsumme abweichen.

