Mi, 13:27 Uhr
17.09.2025
Thüringer Landesamt für Statistik
Insolvenzen um zehn Prozent angestiegen
Die Thüringer Amtsgerichte entschieden von Januar bis Juni 2025 über 1 173 Insolvenzverfahren. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 74 Anträge mehr als im Vorjahreszeitraum...
Auf Unternehmen entfielen 14,4 Prozent aller Verfahren und auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher sowie Nachlässe und Gesamtgut) 85,6 Prozent.
Mit 1 082 Verfahren wurden 92,2 Prozent aller beantragten Insolvenzverfahren eröffnet. 85 Verfahren bzw. 7,2 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 6 Verfahren bzw. 0,5 Prozent endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf 226 Millionen Euro.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen lag im 1. Halbjahr 2025 mit 169 Verfahren um 12,7 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des An- trages noch 1 268 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Pro Unternehmen waren somit ca. 8 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen beliefen sich auf rund 142 Millionen Euro.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 34 Verfahren im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, mit 26 Verfahren im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, mit 23 Verfahren im Bereich Verarbeitendes Gewerbe und im Baugewerbe mit 18 Verfahren. Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (91 Anträge) sowie Einzelunternehmen (33 Anträge) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden 1 004 Verfahren und damit 55 Verfahren bzw. 5,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum gezählt.
65 Prozent aller Insolvenzverfahren im 1. Halbjahr 2025 betrafen Verbraucher. Es wurden 762 Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt, 11,6 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen im Rahmen aller beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren bezifferten die Gerichte auf 45,9 Millionen Euro. Durchschnittlich waren das pro Verbraucherinsolvenzverfahren 60 175 Euro (Median: 33 208 Euro).
Autor: redAuf Unternehmen entfielen 14,4 Prozent aller Verfahren und auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher sowie Nachlässe und Gesamtgut) 85,6 Prozent.
Mit 1 082 Verfahren wurden 92,2 Prozent aller beantragten Insolvenzverfahren eröffnet. 85 Verfahren bzw. 7,2 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 6 Verfahren bzw. 0,5 Prozent endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf 226 Millionen Euro.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen lag im 1. Halbjahr 2025 mit 169 Verfahren um 12,7 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des An- trages noch 1 268 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Pro Unternehmen waren somit ca. 8 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen beliefen sich auf rund 142 Millionen Euro.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 34 Verfahren im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, mit 26 Verfahren im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, mit 23 Verfahren im Bereich Verarbeitendes Gewerbe und im Baugewerbe mit 18 Verfahren. Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (91 Anträge) sowie Einzelunternehmen (33 Anträge) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden 1 004 Verfahren und damit 55 Verfahren bzw. 5,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum gezählt.
65 Prozent aller Insolvenzverfahren im 1. Halbjahr 2025 betrafen Verbraucher. Es wurden 762 Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt, 11,6 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen im Rahmen aller beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren bezifferten die Gerichte auf 45,9 Millionen Euro. Durchschnittlich waren das pro Verbraucherinsolvenzverfahren 60 175 Euro (Median: 33 208 Euro).

