Fr, 14:51 Uhr
03.11.2000
Nordbrand steigert Produktion - Austritt aus Monopolverband bringt Vorteile
Nordhausen (nnz). Die Nordbrand Nordhausen GmbH erwartet für dieses Jahr eine weitere Umsatz- und Ergebnissteigerung. Knapp 60 Millionen Flaschen Spirituosen werden den Betrieb verlassen. Im letzten Jahr waren es nur 53 Millionen Flaschen. Das Unternehmen ist nicht nur in der Sparte Korn seit 1993 deutscher Marktführer, seit letztem Jahr mischt es auch im Eierlikörmarkt mit und konnte auch hier die deutsche Marktführerschaft erreichen. Gute Nachrichten, denn der gesamtdeutsche Spirituosenmarkt ist seit Jahren rückläufig. Während der "Durchschnitts-Ossi" vor neun Jahren noch elf Liter Spirituosen pro Jahr wegschluckte, sind es jetzt nur noch sechs.
Auch kommendes Jahr will das Unternehmen die Produktion weiter steigern, nicht zuletzt durch den Austritt der Mutter Eckes AG aus dem Deutschen Branntweinmonopolverband in diesem Oktober. Damit ist der Weg frei zur Produktion eigener Rohstoffe, die bisher nur limitiert hergestellt werden konnten. Auch können jetzt Alkohole für andere Mitbewerber produziert werden. Der Austritt aus dem Monopolverband bedeutet für Eckes und Tochter Nordbrand zwar, daß es keine staatlichen Zuschüsse mehr geben wird. Andererseits fallen aber auch Produktionsbeschränkungen weg, die mit der Mitgliedschaft im Monopolverband verbunden sind. Bis Anfang 2000 war die Mitgliedschaft in jenem Verband für alle Spirituosenfirmen Pflicht, ein neues Gesetz hob diese Pflicht auf. Bis 2006 sollen sogar alle Mitglieder aus dem Verband ausgetreten sein, so will es die Bundesregierung. Der Austritt wird den Unternehmen mit einem Ausgleichsbeitrag versüßt, der den betroffenen Firmen helfen soll, fit für den freien Markt zu werden. Nordbrand wird die Summe in bisher unbekannter Höhe nächstes Jahr erhalten. Hinsichtlich der Produktpalette will Nordbrand vor allem an Neuerungen arbeiten, die einen Zusatznutzen für den Kunden bieten. In diesem Bereich gibt es schon Geschenkpackungen, Setzkästen und Weihnachtskalender, aber auch Miniaturtrucks. Hier fällt viel Handarbeit an, die schon jetzt mit rund 30 Leiharbeitern erledigt wird. Trotz der guten Aussichten will Nordbrand auf absehbare Zeit keine neuen Mitarbeiter einstellen, teilte Geschäftsführer Hans-Joachim Junker mit.
Autor: ssAuch kommendes Jahr will das Unternehmen die Produktion weiter steigern, nicht zuletzt durch den Austritt der Mutter Eckes AG aus dem Deutschen Branntweinmonopolverband in diesem Oktober. Damit ist der Weg frei zur Produktion eigener Rohstoffe, die bisher nur limitiert hergestellt werden konnten. Auch können jetzt Alkohole für andere Mitbewerber produziert werden. Der Austritt aus dem Monopolverband bedeutet für Eckes und Tochter Nordbrand zwar, daß es keine staatlichen Zuschüsse mehr geben wird. Andererseits fallen aber auch Produktionsbeschränkungen weg, die mit der Mitgliedschaft im Monopolverband verbunden sind. Bis Anfang 2000 war die Mitgliedschaft in jenem Verband für alle Spirituosenfirmen Pflicht, ein neues Gesetz hob diese Pflicht auf. Bis 2006 sollen sogar alle Mitglieder aus dem Verband ausgetreten sein, so will es die Bundesregierung. Der Austritt wird den Unternehmen mit einem Ausgleichsbeitrag versüßt, der den betroffenen Firmen helfen soll, fit für den freien Markt zu werden. Nordbrand wird die Summe in bisher unbekannter Höhe nächstes Jahr erhalten. Hinsichtlich der Produktpalette will Nordbrand vor allem an Neuerungen arbeiten, die einen Zusatznutzen für den Kunden bieten. In diesem Bereich gibt es schon Geschenkpackungen, Setzkästen und Weihnachtskalender, aber auch Miniaturtrucks. Hier fällt viel Handarbeit an, die schon jetzt mit rund 30 Leiharbeitern erledigt wird. Trotz der guten Aussichten will Nordbrand auf absehbare Zeit keine neuen Mitarbeiter einstellen, teilte Geschäftsführer Hans-Joachim Junker mit.

