Di, 14:03 Uhr
09.09.2025
Sirenen, Warn-Apps, Cell Broadcast und ASA im Test
Am Donnerstag wird wieder gewarnt
Am kommenden Donnerstag findet erneut der bundesweite Warntag statt. Zwischen 11:00 und 11:45 Uhr erproben Bund, Länder und Kommunen ihre Warnsysteme...
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wird dazu um 11:00 Uhr über das Modulare Warnsystem (MoWaS) eine Probewarnung auslösen. Die Entwarnung erfolgt um 11:45 Uhr. Innenminister Georg Maier betont: Im Ernstfall kann es lebensrettend sein, Menschen schnellstmöglich zu informieren. Damit das zuverlässig funktioniert, müssen wir regelmäßig testen und bei Bedarf nachsteuern.
19 von 22 unteren Katastrophenschutzbehörden haben ihre Teilnahme am Warntag zugesagt. Geplant ist, 1336 Sirenen auszulösen. Neben den Sirenen setzt Thüringen wie andere Bundesländer auf einen Warnmittelmix, den es zu testen gilt. Dazu gehören die Warn-Apps NINA und Katwarn, Lautsprecherfahrzeuge, Stadtinformationstafeln sowie Rundfunk und Fernsehen. Ein wesentlicher Bestandteil ist inzwischen der Mobilfunk-Warnservice Cell Broadcast, dessen Empfangsquote 2024 laut BBK bundesweit bei über 73 Prozent lag. Der Dienst erreicht alle modernen Smartphones, die eingeschaltet und nicht im Flugmodus sind. Für dieses Jahr strebt das Bundesamt eine weitere Steigerung der Empfangsquote an.
Neu hinzu kommt 2025 der Automatic Safety Alert, kurz ASA. Das digitale Warnsystem aktiviert geeignete DAB+-Radios auch im Standby-Modus automatisch und spielt Warnmeldungen ab. Der Dienst funktioniert unabhängig von Mobilfunk und Internet, ist besonders robust bei Netzausfällen und ermöglicht eine präzise regionale Aussteuerung. Doch die Verbreitung ist noch begrenzt. ASA-kompatible Radios werden erst seit Mitte des Jahres verkauft.
Insgesamt verfolgt der Warntag mehrere Ziele: Er soll die Aufmerksamkeit der Bevölkerung für Warnungen erhöhen und die Vielfalt der Warnkanäle bekannter machen. Zugleich stärkt er die Fähigkeiten im Selbstschutz und das Vertrauen in die Systeme und staatliches Handeln im Krisenfall. Dazu gehört auch, dass mögliche Schwachstellen aufgedeckt und behoben werden können. Regelmäßige Stresstests sind notwendig, um Technik und Abläufe auf die Probe zu stellen. Nur so können wir Schwachstellen aufdecken und das System verbessern, erklärt Maier.
Wichtig sei zudem die Gewöhnung an die Funktionsweise der Warnmittel. Maier: Früher konnte jeder die Sirenentöne unterscheiden. Heute müssen wir wieder dahin kommen, dass ein Feueralarm nicht mit einer allgemeinen Gefahrenwarnung verwechselt wird. Und wir müssen das Bewusstsein schärfen, dass jeder auch selbst für seinen Eigenschutz verantwortlich ist.
Der bundesweite Warntag findet seit 2020 regelmäßig jeweils am zweiten Donnerstag im September statt. Rückmeldungen der Bevölkerung sind ausdrücklich erwünscht – sie fließen in die Weiterentwicklung der Warnsysteme ein und tragen zur gemeinsamen Sicherheit bei.
Autor: redDas Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wird dazu um 11:00 Uhr über das Modulare Warnsystem (MoWaS) eine Probewarnung auslösen. Die Entwarnung erfolgt um 11:45 Uhr. Innenminister Georg Maier betont: Im Ernstfall kann es lebensrettend sein, Menschen schnellstmöglich zu informieren. Damit das zuverlässig funktioniert, müssen wir regelmäßig testen und bei Bedarf nachsteuern.
19 von 22 unteren Katastrophenschutzbehörden haben ihre Teilnahme am Warntag zugesagt. Geplant ist, 1336 Sirenen auszulösen. Neben den Sirenen setzt Thüringen wie andere Bundesländer auf einen Warnmittelmix, den es zu testen gilt. Dazu gehören die Warn-Apps NINA und Katwarn, Lautsprecherfahrzeuge, Stadtinformationstafeln sowie Rundfunk und Fernsehen. Ein wesentlicher Bestandteil ist inzwischen der Mobilfunk-Warnservice Cell Broadcast, dessen Empfangsquote 2024 laut BBK bundesweit bei über 73 Prozent lag. Der Dienst erreicht alle modernen Smartphones, die eingeschaltet und nicht im Flugmodus sind. Für dieses Jahr strebt das Bundesamt eine weitere Steigerung der Empfangsquote an.
Neu hinzu kommt 2025 der Automatic Safety Alert, kurz ASA. Das digitale Warnsystem aktiviert geeignete DAB+-Radios auch im Standby-Modus automatisch und spielt Warnmeldungen ab. Der Dienst funktioniert unabhängig von Mobilfunk und Internet, ist besonders robust bei Netzausfällen und ermöglicht eine präzise regionale Aussteuerung. Doch die Verbreitung ist noch begrenzt. ASA-kompatible Radios werden erst seit Mitte des Jahres verkauft.
Insgesamt verfolgt der Warntag mehrere Ziele: Er soll die Aufmerksamkeit der Bevölkerung für Warnungen erhöhen und die Vielfalt der Warnkanäle bekannter machen. Zugleich stärkt er die Fähigkeiten im Selbstschutz und das Vertrauen in die Systeme und staatliches Handeln im Krisenfall. Dazu gehört auch, dass mögliche Schwachstellen aufgedeckt und behoben werden können. Regelmäßige Stresstests sind notwendig, um Technik und Abläufe auf die Probe zu stellen. Nur so können wir Schwachstellen aufdecken und das System verbessern, erklärt Maier.
Wichtig sei zudem die Gewöhnung an die Funktionsweise der Warnmittel. Maier: Früher konnte jeder die Sirenentöne unterscheiden. Heute müssen wir wieder dahin kommen, dass ein Feueralarm nicht mit einer allgemeinen Gefahrenwarnung verwechselt wird. Und wir müssen das Bewusstsein schärfen, dass jeder auch selbst für seinen Eigenschutz verantwortlich ist.
Der bundesweite Warntag findet seit 2020 regelmäßig jeweils am zweiten Donnerstag im September statt. Rückmeldungen der Bevölkerung sind ausdrücklich erwünscht – sie fließen in die Weiterentwicklung der Warnsysteme ein und tragen zur gemeinsamen Sicherheit bei.


