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Fr, 15:36 Uhr
15.12.2006

(Un)bürokratische Hilfe

Nordhausen (nnz). Die Probleme im Nordhäuser Landratsamt sind bekannt. Die nnz berichtete mehrfach. Jetzt will die Nordhäuser Stadtverwaltung helfen. Wie das aussieht, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.


Straffung der Verwaltungstätigkeit, weniger Laufereien für die Bürger und Einsparung von Verwaltungskosten: Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) hat jetzt Landrat Joachim Claus (CDU) den Abschluss einer Zweckvereinbarung zur Abwicklung von Verwaltungsvorgängen des Landratsamtes durch die Stadt vorgeschlagen.

„Zum einen geht es darum, dass Nordhäuser Bürger bei der An- oder Ummeldung des Wohnsitzes im Rathaus dort auch gleich die Adressdaten in den Autopapieren mit ändern können. Bisher mussten die Fahrzeughalter dazu extra noch mal nach Bielen zur Verkehrsbehörde des Landratsamtes. Diesen Gang könnten sie sich sparen, wenn alles an einer Stelle im Rathaus mit erledigt werden kann“, sagte Jendricke. Damit könnte zugleich Verwaltungsarbeit eingespart werden. Der Nordhäuser Stadtrat hatte diesen Vorschlag im Sinne der Bürgerfreundlichkeit beschlossen.

Ebenfalls von den Nordhäusern Stadträten beschlossen wurde ein weiterer Vorschlag, den Jendricke ebenfalls dem Landrat unterbreitet hat: „Zur Reduzierung der Personalkosten der Landkreisverwaltung hat die Stadt Nordhausen dem Landkreis Nordhausen schriftlich die Übernahme weiterer Verwaltungsaufgaben angeboten, dazu kämen die Aufgabenübernahmen in folgenden Bereichen in Betracht: untere Verkehrsbehörde, untere Bauaufsichtsbehörde, untere Gewerbebehörde, untere Denkmalschutzbehörde und Datenschutz- und Arbeitsschutzkontrolle. Zur besseren Zusammenarbeit im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes wäre es möglich, den bestehenden Rettungsdienst-Zweckverband Nordhausen um den Bereich der Berufsfeuerwehr zu erweitern“, sagte Jendricke.

Grundsätzlich käme eine Aufgabenübertragung mit und ohne Personalüberleitung an die Stadt Nordhausen in Betracht. Ziel einer Aufgabenentlastung der Landkreisverwaltung sollte es sein, insgesamt Kosten zu sparen und bei sinkenden Einwohnerzahlen die Aufgaben zu bündeln. „Durch weitere Eingemeindungen werden bestimmte Zuständigkeiten sowieso zunehmend auf die Stadt Nordhausen übertragen, daher sollte der Landkreis schon jetzt eine zukunftsfähige Personalplanung aufstellen, die diesen Veränderungen gerecht wird“, erklärte Jendricke.

Die Stadt Nordhausen regt mit diesem Vorschlag die Möglichkeit einer wirklichen Kosteneinsparung an, welche nicht nur dem Landkreis selbst helfen würde, „sondern vielmehr durch eine geringere Kreisumlage auch allen Gemeinden zu Gute käme“, meinte Jendricke abschließend.
Autor: nnz

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