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So, 13:24 Uhr
17.08.2025
Parteiinterne Schelte für Bafög-Vorschlag Jendrickes

SPD-Kreisvorstand übt Kritik an Landrat

Kritisch äußerte sich Juliane Schinkel, die Vorsitzende des SPD-Kreisverbands Nordhausen zu Landrat Jendrickes Vorstoß in Bezug auf Sozialleistungs-Erteilungen für Geflüchtete. Reformbedarf in der Sache sieht sie allerdings auch …

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Nachdem sich Landrat Matthias Jendricke dafür ausgesprochen hat, Sozialleistungen für Geflüchtete und Nicht EU-Ausländer künftig nur noch als Darlehen zu gewähren, übten auch Mitglieder des SPD- Kreisverbands deutliche Kritik an diesem Vorschlag. Die Kreisvorsitzende Juliane Schinkel läßt sich mit den Worten zitieren:„Eine Übertragung des BAföG-Prinzips auf Geflüchtete greift zu kurz und wird den komplexen Lebensrealitäten dieser Menschen nicht gerecht. Es sei zu betonen, dass sich die absolute Mehrheit dieser Menschen am Arbeitsmarkt integriert. Die Problematik langer Verweildauer im Sozialsystem wird durch Jendrickes Vorschlag in der öffentlichen Wahrnehmung weiter überhöht.“

Andererseits sieht der SPD-Kreisverband erheblichen Reformbedarf im bestehenden System, führt Schinkel aus und verweist besonders auf fehlende Sprachangebote, die ihrer Meinung nach aktuell unzureichend, zu unflexibel und oft nicht mit einer Berufstätigkeit vereinbar seien. Die Kürzungen in diesem Bereich auf Bundesebene hält sie für einen Fehler. Es müsse offen diskutiert werden, ob das Bürgergeld überhaupt das passende Instrument für neu angekommene Menschen sei, fordert die SPD-Politikerin.

Kritik übt sie weiterhin an der fehlenden internen Abstimmung, „denn der Vorstoß des Landrats erfolgte ohne vorherige Rücksprache mit dem Kreisverband.“ Dennoch stehe der Kreisverband geschlossen hinter dem Landrat. Kreisvorsitzende Juliane Schinkel betonte: „Matthias Jendricke macht eine sehr gute Sachpolitik und engagiert sich weit über das normale Maß hinaus - unter anderem auch, wenn es um den Gewinn von ausländischen Fachkräften und die Integration von Geflüchteten im Landkreis Nordhausen geht. Diese Position vertrete ich auch auf Landesebene.“

update: Die Kreisvorsitzende der SPD in Nordhausen hat um folgende Richtgstellung des Artikels gebeten:

"Zunächst danke für die schnelle Veroeffentlichung des Artikels. Jedoch möchte ich klarstellen, dass dieser Artikel mit dem SPD Kreisvorstand abgestimmt (6 von 8 Befürworter) ist und kein persönliches Statement von mir allein ist. Die Anregung zum Artikel kam von Mitgliedern der Basis. Wenn möglich, bitte ich den Fehler zubeheben.

Sollte ich ein persönliches Statement einreichen wollen, würde ich dies immer über meine persönliche Mailadresse tun und dies auch so formulieren."

Alle Äußerungen, die wir Frau Schinkel zugeschrieben haben, tätigte sie also im Namen von sechs der acht Vorstandsmitglieder ihrer Partei und nicht in ihrem eigenen. Wir bitten das bei der Lektüre zu berücksichtigen.
Autor: red

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Kommentare
Herr Fuchs
17.08.2025, 13:43 Uhr
Wie typisch
Kritik üben, die Realität verfälschen und verklären und kein sinnvoller Vorschlag. Lediglich die Erkenntnis, dass sich was ändern muss. Wie klug.
Erpel1311
17.08.2025, 15:43 Uhr
Man kann ja von ihm
halten was man will aber das war doch ein guter Vorschlag dass das Geld zurück gezahlt werden soll. Da wäre ich dafür.
Und die Jusos nutzen nur mal wieder das Sommerloch....
Sachlich
17.08.2025, 15:53 Uhr
Frau Schinkel, was wollen Sie denn nun im Artikel vde. Lesern sagen.
Schlecht oder gut was der Landrat sagt., Sie eiern mit ihrer Meinung herum. Formulieren Sie ihren klären Standpunkt und sprechen Sie lieber mit ihren Kollegen. Der Landrat hat gestern den Zustand der SPD richtig beschrieben und Er hat auch das Recht eine Meinung zu haben.
Ingo1
17.08.2025, 16:23 Uhr
Kritik
Wenn man Kritik üben sollte dann an den richtigen Stellen, ich finde den Vorschlag sehr gut, ich bekomme in keinem Lad der Welt irgendwas geschenkt und habe dafür keine Leistung erbracht, die Kritikübende sollte sich mal fragen wenn sie Irgend wo hinfährt schenkt ihr da irgend ein Land Geld ohne Gegenleistung?
Alexandra Se.
17.08.2025, 19:08 Uhr
Nicht ok
Es ist absolut nicht ok, Studenten und Flüchtlinge zu vergleichen. Nur 0,5 Prozent der Flüchtlinge hätten überhaupt ein Interesse daran, irgendwas zurückzuzahlen... da müssten sie ja arbeiten und Linke und Grüne wollen das ja auch nicht! Das ist das erste mal, dass mir Herr Jendricke gefällt! Ich habe wirklich keine Lust mehr, für die ganze Welt zu arbeiten.
BerndLuky
17.08.2025, 20:18 Uhr
wieso....
Ein Jahr Unterstützung – und dann ist Schluss!
Ich kann mir kaum vorstellen, dass unsere „Neu-Deutschen“ jemals ihr Asyl-Bafög (neues Wortspiel) zurückzahlen würden.

Und nach Ablauf dieses Jahres gilt: Pech gehabt, dann müssen sie selbst sehen, wie es weitergeht.
Ein Blick nach Frankreich zeigt, wie es laufen kann: Dort endet der Anspruch auf Leistungen sofort nach einer Ablehnung. Keine weiteren Gelder, keine zusätzliche Unterstützung.
Punkt und gute Heimreise, da gehts lang.
Mike Oxlong
18.08.2025, 09:46 Uhr
Berechtigte Kritik
Ja, ich schließe mich meinen Vorrednern an, Frau Schinkel hätte wirklich besser ausführen können, warum der Vorschlag des Herrn Jendricke absoluter Schwachsinn und rechtlich gar nicht haltbar ist.

Wenn IHR, Bernd, Ingo und Alexandra irgendwann mal in die missliche Lage kommen solltet erwerbsunfähig zu werden, dann freut ihr euch sicher darüber, dass ihr euere Unterstützungsgelder nicht zurückzahlen müsst.

"Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich" - Artikel 3 GG.

Schade, dass Herr Jendricke den Artikel leider nicht kennt, sonst hätte er sich das ganze auch gleich sparen können.
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