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Fr, 17:13 Uhr
08.08.2025
Ergebnisse der Hausmüllanalyse vorgestellt

134 Kilogramm Müll pro Nordhäuser

Was schmeißt der Nordhäuser weg und wie viel? Im Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Forst des Landkreises Nordhausen waren jetzt die Ergebnisse der Hausmüllanalyse Thema. Generell liegt man unter dem Bundesdurchschnitt und es landen weniger Wertstoffe im Abfall...

Wenn Wissenschaftler im Müll wühlen - im Landkreis wurde eine Hausmüllanalyse durchgeführt (Foto: Pressestelle Landratsamt) Wenn Wissenschaftler im Müll wühlen - im Landkreis wurde eine Hausmüllanalyse durchgeführt (Foto: Pressestelle Landratsamt)

Diese Untersuchung hat die Landkreisverwaltung 2024-25 in Zusammenarbeit mit der Hochschule Nordhausen, den Südharzwerken Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH und der Firma Remondis GmbH & Co. KG durchgeführt. Nun liegt Ergebnisbericht vor.

Die Abfallwirtschaft Nordhausen ist als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger nach dem Thüringer Abfallwirtschaftsgesetz verpflichtet, in bestimmten Abständen eine Hausmüllanalyse durchzuführen. Die letzte aus dem Jahr 2016 wurde nun aktualisiert.

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Ziel der Hausmüllanalyse ist es, über stichprobenartige Untersuchungen Kenntnisse über die tatsächliche Zusammensetzung des Hausmülls zu erlangen. Hierzu wurden in einer Frühjahrs- und einer Herbstkampagne Hausmüll-Proben aus drei verschiedenen Siedlungsstrukturen (Ein-/Zweifamilienhausbebauung und Mehrfamilienhausbebauung im ländlichen und städtischen Bereich) gesammelt und händisch in 34 Stoffgruppen sortiert. Das Landratsamt bedankt sich nochmals ausdrücklich für die geleistete Hilfe durch die Hochschule Nordhausen, die mit rund 15 Studenten die mehrtägige Sortieraktion unterstützte.

Die Hausmüllanalyse zeigt, dass das durchschnittliche Hausmüllaufkommen im Landkreis Nordhausen bei etwa 134 Kilogramm pro Einwohner liegt. Dieser Wert ist niedriger als der nationale Durchschnitt von 151 Kilogramm und auch niedriger als der Wert aus der Hausmüllanalyse 2016 mit 145 Kilogramm pro Einwohner im Jahr. Ein weiteres Ergebnis ist, dass wesentliche Bestandteile des Hausmülls mit rund 18 % Hygieneprodukte, mit 16 % kompostierbare Abfälle und mit ca. 9 % Kunststoffe sind.

Die Zusammensetzung des Nordhäuser Mülls (Foto: Pressestelle Landratsamt) Die Zusammensetzung des Nordhäuser Mülls (Foto: Pressestelle Landratsamt)

Im Ergebnis kann geschlussfolgert werden, dass die abfallwirtschaftliche Situation generell positiv ist und sich gegenüber 2016 verbessert hat, da weniger Wertstoffe im Restmüll zu finden waren als noch vor acht Jahren. Die Motivation der Bevölkerung zur Abfalltrennung habe sich somit verbessert, stellt Dirk Schimm, zweiter Beigeordneter im Landkreis und für die Abfallwirtschaft im Geschäftsbereich zuständig, fest. Dennoch sieht die Abfallwirtschaft weiteren Verbesserungsbedarf.

So kann beispielsweise bei Kunststoffverpackungen ein höheres Recyclingpotential durch bessere Trennung der Abfälle erreicht werden. Auch landen in den Stadtgebieten im Bereich der Großwohnanlagen noch zu viele Küchenabfälle im Hausmüll. Diese kompostierbaren Abfälle gehören in die Biotonne. Auch hier wäre eine weitere Mülltrennung möglich. Immerhin liegt der Anteil von kompostierbaren Abfällen in Stadtgebieten fast doppelt so hoch wie im ländlichen Raum. Hier sei also noch Einsparpotential durch Mülltrennung vorhanden. Dirk Schimm sieht anhand der Hausmüllanalyse die Abfallwirtschaft auf ihrem eingeschlagenen Weg bestätigt. „Denn seit 2017 werden verstärkte Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt, darunter z.B. Abfallberatungen in Schulen und Kindergärten sowie interaktive Angebote wie der Entsorgungsfinder auf der Internetseite der Abfallwirtschaft“, sagt Dirk Schimm. „Diese werden zur Reduktion der Abfallmengen und der prinzipiell guten Mülltrennung beigetragen haben. Dennoch ist festzustellen, dass in anonymen Wohnstrukturen von Großwohnanlagen, wo größere Restabfallbehälter stehen und die Wege zu Sammelcontainern länger sind, oftmals mehr recycelbares Material im Restabfall landet. Hier werden in Zukunft gezielte Aufklärungsmaßnahmen sowie Kontrollen dazu beitragen, die Trennqualität nachhaltig zu verbessern.“

Gute Hinweise geben hierzu auch die Trennhilfen, die die Abfallwirtschaft unter www.abfall-nordhausen.de in mehreren Sprachen bereitstellt.

Der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Forst appelliert daher an, die bestehenden Angebote zur Abfalltrennung konsequent zu nutzen und sich über die korrekte Entsorgung zu informieren. Denn jeder einzelne Beitrag zähle, um die Umwelt zu schützen und Ressourcen zu bewahren.
Autor: red

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Kommentare
Filzstift und Lineal
09.08.2025, 11:03 Uhr
Des Bürgers Müll wird unter die Lupe genommen
... und wehe, es ist auch nur ein Fitzelchen Falsches drin! Dann kommt die Müllpolizei des Herrn Schimm.

Derweil funktioniert die Abfall-app auf (Android)handys nur schwer bis gar nicht. Egal. Auch bei der Müllabfuhr handelt es sich um ein staatliches Monopol, das gern mal die Gebühren kräftig nach oben drückt, die Dienstleistungen aber ebensogern einschränkt. Außer bei der Spurensicherung des Herrn Schimm im Abfall.
mabe39
09.08.2025, 20:14 Uhr
Differenz zwischen Land und Stadt
Wir hatten bis vor 4 Jahren in einen kleineren Ort im Landkreis ein eigenes Grundstück und haben dort alles Kompostierbare selbst kompostiert und.somit gar keine Biotonne gehabt
Straßenfeger
10.08.2025, 10:18 Uhr
Die Müllkripo des Herrn Schimm - mal in der Stadt einsetzen
Krass, dass hier tausende Euro ausgegeben werden, um im Müll der Bürger zu wühlen. Gleichzeitig vermüllt ganz Nordhausen. Eigentlich eine Frechheit.

Dem Vorkommentator geb ich recht: Die Müllapp ist Schrott: Mit dem Handy keine Anmeldung von Sperrmüll möglich, kein Abruf des Abfuhrkalenders.

Mal ran an die Arbeit Hr. Schimm! Der Bürger will Leistung für die Gebühren
mabe39
10.08.2025, 21:37 Uhr
Müllkontrolle
Es gibt in Nordhausen noch viele Kleingärtner die ihren kompostierbaren Abfall mit in ihr Wohnbereich nehmen und dort entsorgen.
Die beeinflußt auch die Statistik
Lautaro
11.08.2025, 11:17 Uhr
Das gegenwärtige Müllmanagement finde ich auch höchst unglücklich.
Aber ich habe auch keinen Vorschlag parat, wie wir dieses besser gestalten können.
Bei der Oma haben wir Nahrungsmittelreste an die Schweine verfüttert (Schweine zerkauen alles)
Bei den Eltern landeten diese auf dem Komposthaufen und dienten ein Jahr später als Dünger.
Aber heute ? Nachdem ich ein Huhn im Sommer für ein Ragout oder eine Suppe ausnehme, fängt es nach kurzer Zeit an zu stinken. Ich benutze die Obsttüten der Discounter, um es zu entsorgen. Sind diese Obsttüten eigentlich korrekt, um diese Reste in den Biotonnen zu entsorgen ?
Immerhin ist das Kunststoff mit Biomüll ?
Wirklich, ich bin kein Ökonazi, aber die Belastung der Umwelt möchte ich auch als normaler Mensch vermeiden.
Eine Aufklärung von kompetenter Stelle würde mich freuen. Danke !
nopk
11.08.2025, 21:01 Uhr
Wie sieht es mit einer Änderung der Gebührensatzung aus?
Ich bin erfreut, dass im Landkreis Nordhausen weniger Müll als es der Bundesdurchschnitt aussagt, anfällt!

Ich für meinen Teil kaufe nur Produkte und Lebensmittel, die ich auch tatsächlich verbrauche! Ich betrachte es als eine Verschwendung, z.B. Lebensmittel wegzuwerfen!

Ich trenne ordnungsgemäß den Müll, so dass ich nicht jedesmal die jeweilige Tonne rausstellen muss. Die Restmülltonne habe ich in diesem Jahr bisher nur 3 x rausstellen müssen (wir sind ein 3-Personen-Haushallt)! Ich rechne damit, dass ich sie in diesem Jahr vielleicht insgesamt 7 x rausstellen werde.

Trotzdem wird uns laut Satzung 5 Liter pro Person und Woche in Rechnung gestellt! Das wären 13 Tonnen mit je 60 Litern! Fast doppelt soviel, wie ich tatsächlich entsorge!

Ich bin der Ansicht, nicht nur der Müll sollte analysiert werden! Es sollte dringend darüber nachgedacht werden, die Satzung zu ändern!

Ich werde für mein Engagement und meine Weitsichtigkeit finanziell bestraft!

Wie soll in der Welt weniger Müll anfallen, wenn es keine Anreize gibt???

Unabhängig der Satzung werde ich aber nichts an meiner Einstellung bezüglich der Mülltrennung ändern! Ich hoffe einfach nur, dass auch über diese Seite der Müllentsorgung nachgedacht wird!

PS: Ich kenne viele Personen in meinem Umfeld, denen es genauso geht!

Kathrin Oppenberger
Bürger1
16.08.2025, 10:54 Uhr
Nur Geschäftemacherei und viele ersticken im Müll ?
Auf eine Sperrmüllentsorgung wartet man mindestens 6 Wochen. Bis dahin liegt es wenn wer wegzieht vielerorts auf dem Hof oder im Garten. Bei einem 20 Familienhaus bekommt man nichtmal das rechnerisch hin das jeder einmal im Jahr dran ist wenn man 2 Monate warten muss. Jeder hat Anspruch auf 2 mal 3 m³ im Jahr. Da ist vorm Haus garnicht der Platz wenn jeder 2 mal anmeldet und bei 2 Monaten Wartezeit kommt garnicht jeder dran. Mancherorts ersticken die Häuser im Müll in den Kellern den Dachböden und in den Gärten. Dann wundert man sich wenn manche in ihrer Not illegal entsorgen und es in den Wald schmeißen. Wir bezahlen es mit unseren Müllgebühren. Da muss man mal noch ein paar Leute einstellen und ein paar Spermüllautos kaufen oder eine externe Firma zur Unterstützung beauftragen. Warum kann man nicht was man im Wald findet oder von Nachbarn die verschwunden sind kostenlos abgeben? Die haben es doch auch durch die Müllgebühren finanziert. Warum kann nicht jeder unbegrenzt Sperrmüll abgeben finanziert durch die Müllgebühren aller. In manchen Städten gibt es das. Werden hier nur Geschäfte gemacht beim kostenpflichtigen Müll abgeben und es alle Bürger über die Müllgebühren bezahlen zu lassen die es garnicht alle nutzen können , weil der Platz auf der Straße und weitere Sperrmüllautos fehlen? Hätte man von den Kosten von Müllstudien lieber ein Sperrmüllauto gekauft.
Wanderwölfin
16.08.2025, 15:52 Uhr
Müll
Bei uns hat die Sperrmüllentsorgung bisher sehr gut geklappt. Danke an alle Mitarbeiter.
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