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Do, 13:51 Uhr
17.01.2002

Schwarzarbeit nimmt ständig zu

Nordhausen (nnz). Die Wirtschaft hat schwer zu tun, vor allem die Baubranche kämpft im Landkreis Nordhausen teilweise ums „Überleben“. Zu allen Schwierigkeiten kommt die steigende Schwarzarbeit hinzu. Dagegen soll jetzt verstärkt angegangen werden.


Heute fand auf Einladung des Arbeitsamtes Nordhausen ein Gespräch mit den Behörden statt, die ebenfalls wie das Arbeitsamt beauftragt sind, illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit zu ahnden. Teilnehmer waren unter anderem Vertreter das Hauptzollamtes Erfurt, der Ausländerämter, der Polizeidirektion sowie die Staatsanwaltschaft Mühlhausen und der Steuerfahndungsstelle des Mühlhäuser Finanzamtes.

Die Direktorin des Arbeitsamtes Nordhausen, Dr. Simone Simon, wies darauf hin, dass bereits eine gute Zusammenarbeit zwischen den Behörden besteht, aber die Absprachen noch gezielter koordiniert werden müssen, um die Ergebnisse zu verbessern. Nur damit werden alle beauftragten Behörden dem dringenden Handlungsbedarf gerecht, die illegale Beschäftigung zurückzudrängen und größere Schäden von der Volkswirtschaft abzuwenden. Und der war im vergangenen Jahr sehr beträchtlich. Auf Grund der im Jahr 2001 vom Arbeitsamt Nordhausen durchgeführten Außenprüfungen wurden 70 Fälle wegen eines Straftatverdachts an die Staatsanwaltschaft abgegeben, im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung der schweren Fälle um 400 Prozent. Schwarzarbeit ist nach Auskunft des Arbeitsamtes vorwiegend in der Baubranche sowie im Hotel- und Gaststättenbereich anzutreffen. Mitunter tauchen unter den „schwarzen Schafen“ nach nnz-Informationen auch Unternehmen auf, die arbeitsfördernde Leistungen des Arbeitsamtes beziehen.

Für das Jahr 2002 sollen die Prüfungen in Zusammenarbeit mit den anderen Behörden der Region so vorbereitet werden, dass die Prüfungsergebnisse zu mehr Treffern des Leistungsmissbrauchs und der Schwarzarbeit führen. Sämtliche Wirtschaftszweige werden in die Planungen über die durchzuführenden Außenprüfungen mit einbezogen. „Die Arbeitgeber müssen geschützt werden, die auf der Grundlage der Gesetze arbeiten. Gegen die Personen, die ihre Tätigkeiten auf illegaler Beschäftigung aufbauen, ist konsequent das Augenmerk zu richten und sind die gesetzlichen Möglichkeiten zur Ahndung von Ordnungswidrigkeiten und Straftatbeständen voll anzuwenden“, so Dr. Simon während der Beratung.
Autor: nnz

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