Di, 19:26 Uhr
12.12.2006
IHK legt Standortanalyse vor
Nordhausen (nnz). Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt hat im Herbst 2006 die Stärken und Schwächen der acht Landkreise sowie der drei kreisfreien Städte des Kammerbezirkes näher untersucht und bewertet. Und da kommt der Landkreis Nordhausen nicht allzu gut weg.
Nach wie vor besitzen die Gebiete entlang der Autobahn A 4 das größte wirtschaftliche Potential, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Die kreisfreie Stadt Eisenach, der Landkreis Gotha, die Landeshauptstadt Erfurt, der Wartburgkreis und das Weimarer Land hätten sich für den Kammerbezirk Erfurt als echte Wachstumsmotoren erwiesen. Erfolge zeigten die betrachteten Regionen hauptsächlich beim Kaufkraftindex und der Beschäftigtenentwicklung.
Eisenach erreicht bei der Untersuchung der insgesamt 16 Indikatoren fünf erste Plätze, berichtet der IHK-Hauptgeschäftsführer. Im Ergebnis sei dies die Spitzenposition im Kreisranking. Besonders gut schneide die Stadt bei der Bewertung der Kaufkraft ab, was auch auf die guten Beschäftigungsindikatoren zurückzuführen sei. Allerdings habe Eisenach auch Defizite. Negativ fielen die hohen Steuerhebesätze und der geringe Zuwachs bei den Unternehmensansiedlungen im Betrachtungszeitraum ins Gewicht.
Eine Mehrzahl positiver Werte erreicht auch der Landkreis Gotha, der damit in der separaten Auswertung der Flächenkreise den ersten Rang belegt, informiert Grusser. Besondere Erfolge erziele die Region beim Abbau der Arbeitslosigkeit und der im Vergleich zu den anderen Kreisen überdurchschnittlich guten Entwicklung des Schuldenstandes je Einwohner. Reserven hätte Gotha dagegen bei der Unternehmensansiedlung und der Veränderung des Bruttoinlandsproduktes je Erwerbstätigen.
Mit einer guten wirtschaftlichen Basis sind die Stadt Weimar, der Landkreis Sömmerda und das Eichsfeld ausgestattet, so Grusser. Stärken und Schwächen hielten sich in diesen Regionen nahezu die Waage. Positive Auswirkungen hätte beispielsweise die Entwicklung des Unternehmensbestandes, was sich im Landkreis Eichsfeld in der guten Bewertung der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktindikatoren zeige. Defizite würden insbesondere in der Stadt Weimar und im Landkreis Sömmerda beim Schuldenstand je Einwohner offen gelegt.
Den größten strukturellen Nachholbedarf weisen der Landkreis Nordhausen, der Unstrut-Hainich-Kreis und der Kyffhäuserkreis auf, erläutert Grusser mit Blick auf die überwiegend unterdurchschnittlichen Werte der Indikatoranalyse. In allen drei Regionen sei ein Bevölkerungsrückgang mit einem vergleichsweise hohen Abbau sozialversicherungspflichtig Beschäftigter zu beobachten. Insbesondere der Kyffhäuserkreis habe zudem mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen.
Grusser merkt an, dass die Gestaltungsmöglichkeiten zur Erstellung einer Rangliste, wie die Auswahl und Gewichtung von Indikatoren, Festlegung der Zeiträume oder die Zusammenfassung der Werte relativ groß seien. Dementsprechend breit gefächert könne auch die Interpretation sein. Von Seiten der IHK Erfurt werde daher nicht der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Anliegen dieser Analyse ist, Transparenz in die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort zu bringen, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer.
Zudem wolle die Kammer die Verwaltungen und die politisch Verantwortlichen ermuntern, sich intensiv mit den Standortbedingungen ihres Landkreises oder ihrer kreisfreien Stadt auseinanderzusetzen und positiv auf geltende Rahmenbedingungen Einfluss zu nehmen.
Autor: nnzNach wie vor besitzen die Gebiete entlang der Autobahn A 4 das größte wirtschaftliche Potential, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Die kreisfreie Stadt Eisenach, der Landkreis Gotha, die Landeshauptstadt Erfurt, der Wartburgkreis und das Weimarer Land hätten sich für den Kammerbezirk Erfurt als echte Wachstumsmotoren erwiesen. Erfolge zeigten die betrachteten Regionen hauptsächlich beim Kaufkraftindex und der Beschäftigtenentwicklung.
Eisenach erreicht bei der Untersuchung der insgesamt 16 Indikatoren fünf erste Plätze, berichtet der IHK-Hauptgeschäftsführer. Im Ergebnis sei dies die Spitzenposition im Kreisranking. Besonders gut schneide die Stadt bei der Bewertung der Kaufkraft ab, was auch auf die guten Beschäftigungsindikatoren zurückzuführen sei. Allerdings habe Eisenach auch Defizite. Negativ fielen die hohen Steuerhebesätze und der geringe Zuwachs bei den Unternehmensansiedlungen im Betrachtungszeitraum ins Gewicht.
Eine Mehrzahl positiver Werte erreicht auch der Landkreis Gotha, der damit in der separaten Auswertung der Flächenkreise den ersten Rang belegt, informiert Grusser. Besondere Erfolge erziele die Region beim Abbau der Arbeitslosigkeit und der im Vergleich zu den anderen Kreisen überdurchschnittlich guten Entwicklung des Schuldenstandes je Einwohner. Reserven hätte Gotha dagegen bei der Unternehmensansiedlung und der Veränderung des Bruttoinlandsproduktes je Erwerbstätigen.
Mit einer guten wirtschaftlichen Basis sind die Stadt Weimar, der Landkreis Sömmerda und das Eichsfeld ausgestattet, so Grusser. Stärken und Schwächen hielten sich in diesen Regionen nahezu die Waage. Positive Auswirkungen hätte beispielsweise die Entwicklung des Unternehmensbestandes, was sich im Landkreis Eichsfeld in der guten Bewertung der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktindikatoren zeige. Defizite würden insbesondere in der Stadt Weimar und im Landkreis Sömmerda beim Schuldenstand je Einwohner offen gelegt.
Den größten strukturellen Nachholbedarf weisen der Landkreis Nordhausen, der Unstrut-Hainich-Kreis und der Kyffhäuserkreis auf, erläutert Grusser mit Blick auf die überwiegend unterdurchschnittlichen Werte der Indikatoranalyse. In allen drei Regionen sei ein Bevölkerungsrückgang mit einem vergleichsweise hohen Abbau sozialversicherungspflichtig Beschäftigter zu beobachten. Insbesondere der Kyffhäuserkreis habe zudem mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen.
Grusser merkt an, dass die Gestaltungsmöglichkeiten zur Erstellung einer Rangliste, wie die Auswahl und Gewichtung von Indikatoren, Festlegung der Zeiträume oder die Zusammenfassung der Werte relativ groß seien. Dementsprechend breit gefächert könne auch die Interpretation sein. Von Seiten der IHK Erfurt werde daher nicht der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Anliegen dieser Analyse ist, Transparenz in die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort zu bringen, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer.
Zudem wolle die Kammer die Verwaltungen und die politisch Verantwortlichen ermuntern, sich intensiv mit den Standortbedingungen ihres Landkreises oder ihrer kreisfreien Stadt auseinanderzusetzen und positiv auf geltende Rahmenbedingungen Einfluss zu nehmen.


