Fr, 09:21 Uhr
01.08.2025
Karate Do Kwai
Dreifacher Triumph beim Europa-Cup
Ein beeindruckendes Kampfsport-Event fand vor kurzem in der Nordhäuser Wiedigsburghalle statt: Der 20. Europa-Cup im Tesshinkan Kobudō vereinte Athleten aus Estland, Polen, Belorussland und ganz Deutschland zu einem hochkarätigen Turnier, bei dem Nordhäuser Kämpfer gleich drei Europameistertitel erringen konnten...
Bereits am Vortag startete das Europa-Gasshuku, das traditionelle Sommertrainingslager, in dessen Rahmen der Wettkampf eingebettet war. Zur feierlichen Eröffnung begrüßten der Präsident des Kreissportbundes Nordhausen, Gert Störmer, und der Kreissportkoordinator des Landrates, Werner Hütcher, die Teilnehmer sowie den besonderen Ehrengast Verbandsgründer und Großmeister (10. Dan) Tamayose Hidemi, der eigens aus Okinawa/Japan angereist war. Die Organisation lag wieder in den bewährten Händen von Frank Pelny (7. Dan), technischer Direktor für Europa, Cheftrainer und Vereinsvorsitzender des Karate-Do-Kwai Nordhausen, und seinem Team aus fleißigen Helfern.
In insgesamt 26 Trainingseinheiten, verteilt auf vier Tage, wurden die technischen Feinheiten im Umgang mit verschiedenen mittelalterlichen asiatischen Waffen und Geräten vermittelt. Großmeister Tamayose und Frank Pelny gaben dabei ihr fundiertes Wissen mit großer Leidenschaft an die Teilnehmenden weiter.
Das sportliche Highlight bildete der internationale Wettkampf um die begehrten Europameistertitel. Den Auftakt machten die Schülergrade (Kyū) mit ihren Formen-Vorführungen (Kata). In einem spannenden Turnier siegte Erik Fedorov (Estland) vor Vladimir Shakhov (Polen). Torsten Jacobs (SV Brake) und Eduard Fedorov (Estland) belegten gemeinsam den dritten Platz, nachdem sie eigentlich im Finale gegeneinander antraten. Aufgrund von Fehlern wurden jedoch beide Starter disqualifiziert und somit konnte dieser Kampf nicht gewertet werden.
In der Master-Class überzeugte bei den Formen (Kata) die amtierende Deutsche Meisterin Doreen Schilling (KDK Nordhausen) mit herausragenden Darbietungen und holte sich verdient erstmalig den Titel der Europameisterin. Pierre Lorenz (Shotokan Dojo Leipzig) errang Silber, Robert Zinecker (KDK Nordhausen) sicherte sich Bronze und damit den ersten von drei Pokalen an diesem Tag.
Im Kumite (abgesprochener Zweikampf) triumphierte das Team vom Bushido Ilmenau, bestehend aus Ramona Risch und Robert Zinecker, und gewann nach dem Deutschen Meistertitel im April nun auch die Europameisterschaft. Birthe und Pierre Lorenz (Shotokan Dojo Leipzig) belegten Platz zwei, gefolgt von Vladimir und Yaroslav Shakhov (Karate Senko Łódź) auf Rang drei.
Besonders spektakulär war der Bō-Shiai-Wettbewerb, der freie Kampf mit Langstock. Ausgetragen in Schutzkleidung (Helm, Brustschutz, Lendenschutz, Schienbeinschutz, Handschuhe) und mit gepolsterter Waffe, verlangte er viel Präzision, Kampfgeist, Schnelligkeit und Intuition. Ausgestattet mit all diesen Gaben setzte sich Robert Zinecker in all seinen Kämpfen durch und wurde damit das dritte Jahr hintereinander Europameister in dieser Disziplin. Marcus Lauenstein (Shotokan Dojo Leipzig) holte Silber, Bronze teilten sich Thomas Lein (Chikara Club Erfurt) und Sebastian Maliezefski (GadoYama Leipzig).
Neben den Wettkämpfen fanden auch Gürtelprüfungen statt, ein fester Bestandteil des Gasshuku. Insbesondere die Anforderungen für die Dan-Prüfungen (Schwarzgurt) verlangten mentale Stärke, Ausdauer und Präzision. Unter den kritischen Augen von Großmeister Tamayose und Frank Pelny bestanden zwei Dan-Anwärter erfolgreich ihre Prüfung. Weitere sechs Teilnehmer stellten sich Prüfungen zu den Farbgurten der Schülergrade. Fünf von Ihnen konnten diese erfolgreich bestehen, ein starkes Zeichen für den Nachwuchs.
Der Europa-Cup 2025 war nicht nur ein sportliches Großereignis im Verband Ryūkyū Kobudō Tesshinkan Kyō Kai, sondern auch ein Fest der internationalen Freundschaft, Disziplin und Kampfkunst. Mit zwei Titeln und einem dritten Platz war der aus Nordhausen stammende und derzeit in Ilmenau trainierende Robert Zinecker unbestreitbar der Gewinner des Tages und schrieb mit seiner zweiten Titelverteidigung in Folge auch ein bisschen Turniergeschichte.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Unterstützer dieses nun schon traditionellen großen sportlichen Kampfsportevents in Nordhausen: dem Landratsamt, dem Badehaus, der Pension Christa, dem Team vom Teichtal, dem Kreissportbund Nordhausen und den vielen Helfern aus dem Karate-Do-Kwai Nordhausen.
Der Karate-Do-Kwai Nordhausen bietet verschiedene Trainingsgruppen für Karate an – abgestimmt auf Alter und Leistungsstand. So können bereits Kinder ab acht Jahren mit Karate beginnen. Für Kobudō (Waffenkarate) und SaCO-Selbstverteidigung ist ein Mindestalter von 14 Jahren erforderlich. Besonders bei Frauen beliebt ist Karate-Aerobic, das sich ideal zur Verbesserung der Fitness eignet. Zudem gibt es eine Übungsgruppe für Qi-Gong. Die Kleinsten (4–7 Jahre) werden in der Ninja-Kids-Gruppe spielerisch an den Sport herangeführt. Wer sich weniger für Kampfsport interessiert, ist in der Gruppe Basis-Fit gut aufgehoben.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.karate-nordhausen.de, telefonisch unter NDH 60 47 36 oder direkt zu den Trainingszeiten in der Sporthalle Spendekirchhof des Humboldt-Gymnasiums in der Münzgasse.
Sven Schröter, Karate-Do-Kwai Nordhausen
Autor: redBereits am Vortag startete das Europa-Gasshuku, das traditionelle Sommertrainingslager, in dessen Rahmen der Wettkampf eingebettet war. Zur feierlichen Eröffnung begrüßten der Präsident des Kreissportbundes Nordhausen, Gert Störmer, und der Kreissportkoordinator des Landrates, Werner Hütcher, die Teilnehmer sowie den besonderen Ehrengast Verbandsgründer und Großmeister (10. Dan) Tamayose Hidemi, der eigens aus Okinawa/Japan angereist war. Die Organisation lag wieder in den bewährten Händen von Frank Pelny (7. Dan), technischer Direktor für Europa, Cheftrainer und Vereinsvorsitzender des Karate-Do-Kwai Nordhausen, und seinem Team aus fleißigen Helfern.
In insgesamt 26 Trainingseinheiten, verteilt auf vier Tage, wurden die technischen Feinheiten im Umgang mit verschiedenen mittelalterlichen asiatischen Waffen und Geräten vermittelt. Großmeister Tamayose und Frank Pelny gaben dabei ihr fundiertes Wissen mit großer Leidenschaft an die Teilnehmenden weiter.
Das sportliche Highlight bildete der internationale Wettkampf um die begehrten Europameistertitel. Den Auftakt machten die Schülergrade (Kyū) mit ihren Formen-Vorführungen (Kata). In einem spannenden Turnier siegte Erik Fedorov (Estland) vor Vladimir Shakhov (Polen). Torsten Jacobs (SV Brake) und Eduard Fedorov (Estland) belegten gemeinsam den dritten Platz, nachdem sie eigentlich im Finale gegeneinander antraten. Aufgrund von Fehlern wurden jedoch beide Starter disqualifiziert und somit konnte dieser Kampf nicht gewertet werden.
In der Master-Class überzeugte bei den Formen (Kata) die amtierende Deutsche Meisterin Doreen Schilling (KDK Nordhausen) mit herausragenden Darbietungen und holte sich verdient erstmalig den Titel der Europameisterin. Pierre Lorenz (Shotokan Dojo Leipzig) errang Silber, Robert Zinecker (KDK Nordhausen) sicherte sich Bronze und damit den ersten von drei Pokalen an diesem Tag.
Im Kumite (abgesprochener Zweikampf) triumphierte das Team vom Bushido Ilmenau, bestehend aus Ramona Risch und Robert Zinecker, und gewann nach dem Deutschen Meistertitel im April nun auch die Europameisterschaft. Birthe und Pierre Lorenz (Shotokan Dojo Leipzig) belegten Platz zwei, gefolgt von Vladimir und Yaroslav Shakhov (Karate Senko Łódź) auf Rang drei.
Besonders spektakulär war der Bō-Shiai-Wettbewerb, der freie Kampf mit Langstock. Ausgetragen in Schutzkleidung (Helm, Brustschutz, Lendenschutz, Schienbeinschutz, Handschuhe) und mit gepolsterter Waffe, verlangte er viel Präzision, Kampfgeist, Schnelligkeit und Intuition. Ausgestattet mit all diesen Gaben setzte sich Robert Zinecker in all seinen Kämpfen durch und wurde damit das dritte Jahr hintereinander Europameister in dieser Disziplin. Marcus Lauenstein (Shotokan Dojo Leipzig) holte Silber, Bronze teilten sich Thomas Lein (Chikara Club Erfurt) und Sebastian Maliezefski (GadoYama Leipzig).
Neben den Wettkämpfen fanden auch Gürtelprüfungen statt, ein fester Bestandteil des Gasshuku. Insbesondere die Anforderungen für die Dan-Prüfungen (Schwarzgurt) verlangten mentale Stärke, Ausdauer und Präzision. Unter den kritischen Augen von Großmeister Tamayose und Frank Pelny bestanden zwei Dan-Anwärter erfolgreich ihre Prüfung. Weitere sechs Teilnehmer stellten sich Prüfungen zu den Farbgurten der Schülergrade. Fünf von Ihnen konnten diese erfolgreich bestehen, ein starkes Zeichen für den Nachwuchs.
Der Europa-Cup 2025 war nicht nur ein sportliches Großereignis im Verband Ryūkyū Kobudō Tesshinkan Kyō Kai, sondern auch ein Fest der internationalen Freundschaft, Disziplin und Kampfkunst. Mit zwei Titeln und einem dritten Platz war der aus Nordhausen stammende und derzeit in Ilmenau trainierende Robert Zinecker unbestreitbar der Gewinner des Tages und schrieb mit seiner zweiten Titelverteidigung in Folge auch ein bisschen Turniergeschichte.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Unterstützer dieses nun schon traditionellen großen sportlichen Kampfsportevents in Nordhausen: dem Landratsamt, dem Badehaus, der Pension Christa, dem Team vom Teichtal, dem Kreissportbund Nordhausen und den vielen Helfern aus dem Karate-Do-Kwai Nordhausen.
Der Karate-Do-Kwai Nordhausen bietet verschiedene Trainingsgruppen für Karate an – abgestimmt auf Alter und Leistungsstand. So können bereits Kinder ab acht Jahren mit Karate beginnen. Für Kobudō (Waffenkarate) und SaCO-Selbstverteidigung ist ein Mindestalter von 14 Jahren erforderlich. Besonders bei Frauen beliebt ist Karate-Aerobic, das sich ideal zur Verbesserung der Fitness eignet. Zudem gibt es eine Übungsgruppe für Qi-Gong. Die Kleinsten (4–7 Jahre) werden in der Ninja-Kids-Gruppe spielerisch an den Sport herangeführt. Wer sich weniger für Kampfsport interessiert, ist in der Gruppe Basis-Fit gut aufgehoben.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.karate-nordhausen.de, telefonisch unter NDH 60 47 36 oder direkt zu den Trainingszeiten in der Sporthalle Spendekirchhof des Humboldt-Gymnasiums in der Münzgasse.
Sven Schröter, Karate-Do-Kwai Nordhausen



