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Do, 17:43 Uhr
31.07.2025
Nach Kritik und nnz-Artikeln:

Weniger Altkleidercontainer in Nordhausen

Ab August werden insgesamt 35 Altkleidercontainer aus dem Stadtgebiet Nordhausen abgezogen, teilten die Stadt und der Landkreis Nordhausen heute mit. Grund sind die katastrophalen Zustände an den Containern...

Katastrophale Zustände an den Altkleidercontainern (Foto: Peter Blei) Katastrophale Zustände an den Altkleidercontainern (Foto: Peter Blei)


Die Aufhebung der Nutzungserlaubnis der für die Sammelcontainer ausgewiesenen Flächen erfolgte aufgrund wiederholter und nachhaltiger Verstöße des Erlaubnisinhabers gegen die mit der Sondernutzung verbundenen Pflichten. Trotz mehrfacher Hinweise und Aufforderungen an den Erlaubnisinhaber wurde festgestellt, dass die aufgestellten Altkleidercontainer wiederholt und über einen längeren Zeitraum hinweg überfüllt waren. Die unregelmäßige Leerung und mangelnde Kontrolle der Container führten zu regelmäßigen Ablagerungen von Altkleidern und sonstigem Unrat im Umfeld der Standorte, was die öffentliche Sicherheit, Ordnung und das Stadtbild erheblich beeinträchtigte. Aus diesem Grund wurde die Nutzungserlaubnis für die ausgewiesenen Flächen aufgehoben.

Trotz des Abzugs dieser Container bleiben weiterhin 21 Altkleidercontainer auf öffentlichen Flächen im Stadtgebiet erhalten. Die verbleibenden Altkleidercontainerstandorte sind auf der beiliegenden Karte ersichtlich. Zusätzlich befinden sich weitere Sammelcontainer auf privaten Parkplätzen von Discountern. Die Stadt und der Landkreis Nordhausen versichern, dass die Entsorgung von Textilabfällen für die Bürger weiterhin sichergestellt ist.

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Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Ablegen von Textilabfällen auf oder neben bereits gefüllten Sammelcontainern verboten ist. Durch Witterungseinflüsse und andere Umwelteinflüsse verschmutzen oder verschimmeln diese Textilien schnell und sind dann nicht mehr wiederverwendbar oder -verwertbar.

Sollte ein Altkleidercontainer bereits voll sein, besteht die Möglichkeit zur Entsorgung auf dem Wertstoffhof der Südharzwerke Nordhausen, täglich ab 7:00 Uhr, Montag, Mittwoch und Donnerstag bis 15:30 Uhr, Dienstag bis 18:00 und Freitag bis 14:30 Uhr. In den Monaten April bis November ist der Wertstoffhof zusätzlich samstags von 9 Uhr bis 12 Uhr geöffnet.

In die Sammelcontainer gehören ausschließlich gebrauchte, tragfähige und somit wiederverwendbare, saubere und trockene Bekleidungs- und Haushaltstextilien in zugebundenen und reißfesten Säcken. Dazu zählen beispielsweise Hosen, Hemden, T- Shirts, Pullover, Jacken, Schuhe (paarweise zusammengebunden), Mützen, Schals, aber auch Handtaschen, Stoffbeutel, Rucksäcke, Bettwaren wie Decken, Kissen und Matratzenschoner, Bettwäsche, Handtücher, Gardinen sowie Plüschtiere.
Stark zerschlissene Textilien hingegen gehören in den häuslichen Restabfallbehälter, da eine Wiederverwendung nicht möglich ist. Anderslautende öffentliche Berichterstattung, die zu Beginn des Jahres zu großer Verunsicherung geführt haben, können unberücksichtigt bleiben.

Nicht in die Sammelcontainer gehören insbesondere Matratzen und Schaumstoffe, Teppichböden, Tapeten, technische Bekleidungstextilien wie Schutzkleidung, Tauchanzüge, Verbandmaterialien, Zelte und Planen sowie Bekleidung, Schuhe und Stoff- und Plüschtiere mit fest eingebauten elektrischen Funktionen. Weitere Informationen zur korrekten Entsorgung finden Sie auf der Internetseite der Abfallwirtschaft des Landratsamtes unter www.abfall-nordhausen.de.

Neben der Entsorgung in Sammelcontainern gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterverwendung tragfähiger Textilien. Diese können beispielsweise auf verschiedenen Online-Plattformen, auf Flohmärkten, in Sozialkaufhäusern oder Second- Hand-Läden angeboten werden. Es wird empfohlen, in diesen Einrichtungen vorab anzufragen, ob aktuell Bedarf besteht. Teilweise bietet auch der Einzelhandel eine Rücknahmemöglichkeit an und gewährt dabei gegebenenfalls sogar einen Rabatt auf den nächsten Einkauf.


Containerstandorte (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Autor: red

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Kommentare
Marion Thielbeer
31.07.2025, 18:45 Uhr
Keine Karte mit Standorten zu finden.
Beim Artikel ist keine Karte mit Standorten zu finden.
Marino50
31.07.2025, 18:58 Uhr
Aussagekräftiger Artikel
Jetzt weiß hoffentlich jeder wie getrennt und entsorgt wird. Das Drama in der Töpferstraße habe ich auch gesehen
Aber wo finde ich besagte Karte mit den Standorten?
ossi83
01.08.2025, 07:56 Uhr
Weniger Container
Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass mit Reduzierung der Anzahl der Container und einer erneuten Belehrung das Problem mit behoben wird, denn das, was ich bei diesen Containern sehe, ist nicht der falsche Einwurf, sondern eine bestimmten Menschengruppe, die man nicht nennen darf und ich habe es öfter mit eigenen Augen gesehen und ich bin kein Rassist, die ihre Kinder hinein schmeißen und alles wieder rausholen lassen.…. wir schießen Milliarden in die ganze Welt, aber die Stadt hat kein Geld für Container plus regelmäßige Leerung aber das ist ja nichts Neues. Wir bezahlen auch Hundesteuer und haben keine Kottütenspender wie anderswo
Kritiker2010
01.08.2025, 08:58 Uhr
Logische Defizite rund um die Altkleidercontainer
Wir haben in der Vergangenheit selbst schon alte Textilien in solchen Containern entsorgt. Allerdings stellte sich oft heraus, dass die Teile einfach voll waren und über längere Zeit nicht geleert wurden. Auch haben wir eine Art Altkleidercontainer-Tourismus beobachtet, weil in manchen Gegenden offenbar gar keine Container mehr existieren.

Nun kann man argumentieren, dass in den Bereichen keine alten Klamotten herum liegen würden, wenn dort keine Container stehen würden.

Jedoch stellt sich danach direkt die Frage, wo die Klamotten dann landen - in der Gemeinschafts-Mülltonne, neben dem Hauseingang, am Straßenrand, im Gebüsch?

Ich denke, das Problem sind nicht die Container, sondern deren fehlende Leerung. Mit weniger Containern dürfte das Problem nur verlagert oder in der Umgebung verteilt werden.
emmerssen
01.08.2025, 09:32 Uhr
Das Problem
Wird mit der Reduzierung der Container nur verlagert. Fallen Standorte weg wird der Kleiderberg an den noch vorhandenen Standorten überquellen. Da muss eine neue Finanzierung der Entsorgung her.
Novize
01.08.2025, 10:43 Uhr
Übrige Gemeinden
Wie sieht es denn in den anderen Gemeinden aus? Wird es solche Informationen für Heringen, Bleicherode, Ellrich usw. geben? Oder konzentriert sich der Landkreis nur auf das Oberzentrum und hängt bei den Kleidercontainern unseren ländlichen Raum ab?
Franz Haarkamm
01.08.2025, 11:58 Uhr
Wenn man das Problem verstehen wollte,...
...müsste man vielleicht mal den Artikel genauer lesen!
Da hat eine Firma (gewerblich) die Erlaubnis von der Stadt bekommen, Altkleidercontainer aufzustellen. (Anhand der Telefonnumer kann man sogar identifizieren, daß es sich um die Firma Profittex aus dem Ruhrgebiet handelt.) Verbunden mit dieser Erlaubnis sind natürlich auch Pflichten, wie regelmäßige Leerung, Sauberhaltung des Standortes usw...
Diesen Pflichten scheint die Firma nicht nachgekommen zu sein. (Wenn man recherchiert scheint Nordhausen nicht der einzige Ort zu sein, an dem es Probleme gibt.)
Und was macht der deutsche Wutbürger, wenn er vor dem nicht geleerten Container steht: Richtig! Er sagt: Diese Idioten können wieder den Conatainer nicht leeren, ist mir doch Wurst, wenn die zu blöd dazu sind, dann lege ich mein Zeug halt davor hin, sollen die es doch dann beseitigen. (@ossi83: Für die Schaffung des folgenden Problems - also, daß es in NDH aussieht wie in einem Schweinestall - brauchen wir nun wahrlich keine Ausländer, das kriegen wir schon selber hin.)
Was macht jetzt die Stadtverwaltung: Nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Aufsteller zur Erfüllung seiner Pflichten zu bewegen, entzieht sie im die Aufstellungserlaubnis. Das ist doch absolut korrekt, und wohl eines der wenigen, ihr zur Verfügung stehenden Mittel. Das ist natürlich etwas blöd für die Einwohner Nordhausens, die nun ein paar Schritte mehr laufen müssen, aber scheinbar scheint es mit anderen Aufstellern von Containern besser zu funktionieren.
Natürlich @emmersen könnte man das System verändern. man könnte ein "Schlüpperpfand" einführen (wie etwa bei Autobatterien), daß man die zerschlissene Wäsche gegen Erstattung des Pfandes zurückbringen kann. Oder einen zusätzlichen "Schlüppersack". Das wäre wie beim Gelben Sack. Dort zahlt man mit dem Erwerb von Waren schon die Entsorgungskosten für den Verpackungsmüll. Das würde sicher wieder einen riesigen Verwaltungsapparat schaffen und Arbeitsplätze würden entstehen. Aber bezahlen würde es der Verbrauche, also wir. Will das ernstlich jemand?
Pe_rle
01.08.2025, 12:25 Uhr
Altkleidercontainer
mit dem Beitrag versucht man sich wieder nur zu rechtfertigen, um von seiner eigenen Unfähigkeit abzulenken. Die Container einfach abfahren und leeren .
Mehr nicht..................
Lautaro
08.08.2025, 13:08 Uhr
@Franz Haarkamm ....meinen Dank an sie, sie haben das gut zusammengefasst !
Bei diesem ganzen Wahnsinn des Klamottenkaufs sollte man wirklich über eine zukünftige Entsorgung dieser nachdenken. Und bevor Leute über die Käufer bei KiK oder C&A lästern, weil diese sich nichts anderes leisten können.....auch Adidas und Camp David-Klamotten landen nach kurzer Vorführung im hinteren Teil des Schrankes und dann im Müll.
Natürlich sind die Zeiten vorbei, in welchen der Mantel der Oma 20 Jahre hielt.
Aber ein wenig Respekt vor der Kinderarbeit in Bangladesch (die arbeiten auch für Adidas und Co) sollte man schon haben.. Und nicht diese Klamotten nach einem Jahr entsorgen !
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