Do, 21:00 Uhr
31.07.2025
Nordhäuser Schachopen mit neuem Teilnehmerrekord
Wir sind angekommen
Drei Tage, zwei Turniere, fast 250 Teilnehmer aus 13 Nationen - in der Wiedigsburghalle wurde heute die 15. Nordhäuser Schach-Open eröffnet. Mit der Renaissance des Traditions-Turnieres hat man sich inzwischen einen Namen in der deutschen Schach-Szene gemacht…
Als der Startschuss fällt, wird es ruhig in der gut gefüllten Wiedigsburg-Halle - drei Tage volle Konzentration liegen vor den Turnierteilnehmern. Gespielt wird nach Schweizer System, sieben runden á fünf Stunden, im Hauptturnier und im Meisterturnier. Das Aufgebot kann sich sehen lassen, neben Fide-Meistern und Internationalen Meistern finden sich auch eine ganze Reihe Großmeister im Starterfeld, der höchste Turnierrang im Schach von denen es weltweit nur rund 1.800 gibt, davon etwas weniger als 100 in Deutschland.
Wir sind angekommen in der deutschen Schachszene, freut sich Torsten Schrader vom Nordhäuser Schachclub. Nach zehnjähriger Pause hatte man die Schach-Open vor zwei Jahren mit Unterstützung des Landkreises wiederbelebt, zum Vorjahr sprang die Zahl der Teilnehmer nun um fast rund 100 Teilnehmer. Für den 40 Seelen starken Schachverein ist die Obergrenze damit erst einmal erreicht, sagt Schrader. Ein Turnier von dieser Größe auszurichten muss man erst einmal stemmen. Das fängt beim Aufbau an und geht beim Material weiter. Wir können von Haus aus rund 180 Leute mit Brettern versorgen, den Rest haben wir über Schulschach-Sets nachgekauft, die turniertauglich sind. Aber wir hatten auch viel Unterstützung, sowohl über den Kreis, den Kreissportbund als auch von Schachfreunden. Bauer, Dame und Springer werden auch außerhalb des Turniers Verwendung finden, zum einen kann der Verein viel Interesse in der Nachwuchsarbeit verbuchen zum anderen wird man den noch jungen Schachclub Bleicherode materiell unter die Arme greifen.
Großes Turnier, viele Unterstützer, v.l.: Kreistagsmitglied René Fullman, KSB-Chef Patrick Börsch, Torsten Schrader vom Nordhäuser Schachclub, KSB Präsident Gert Strömer und der Beigeordnete des Kreises, Dirk Schimm (Foto: agl)
Zuspruch hat man auch an den Schulen der Region gefunden, rund 70 neue Nachwuchs-Schachspieler hat man seit dem Neustart des Turniers hinzugewinnen können. Altersgrenzen kennt man im Schach nicht, jeder kann spielen, jeder kann mitmachen, jeder kann sich im Turnier mit den anderen messen. Diesem Credo folgt auch Dirk Schimm, der zweite Beigeordnete im Landkreis und selber passionierter Schachspieler. Ihn freut unter anderem dass man in Nordhausen, Bleicherode, Heringen und Sülzhayn inzwischen auch öffentlich dem Königsspiel frönen kann. Großschachfiguren finden sich in Nordhausen und Bleicherode am jeweiligen Schützenhaus, in Heringen im Schlosscafé und in Sülzhayn am Haus des Gastes. Mit der Stadt Nordhausen suche man derzeit noch nach einer Möglichkeit, ein weiteres Spielfeld an zentralerer Stelle einzurichten, sagt Schimm. Der Dritte, der heute mit einem großen Lächeln durch die Halle schritt, war Sportkoordinator Werner Hütcher. Die Wiedigsburghalle hat zwar einigen Sanierungsbedarf, mit dem Kugelstoß-Indoor, der Dart-Meisterschaft und der Schach-Open habe man aber dennoch drei hochrangige Veranstaltungen in der Halle. "Der Sport lebt hier vor, was auch zu einem Oberzentrum gehört. Es braucht diese Leuchttürme und mit den drei Veranstaltungen sind einige Lichter installiert.", sagt Hütcher.
Bis Sonntag fällt nun jeden Tag jeweils um 9 und 15 Uhr der Startschuss für die nächsten Turnierrunden in der Wiedigsburghalle, interessierte Besucher sind jederzeit willkommen, nur still muss es bleiben. Wer sich selber einmal im Schachturnier versuchen möchte aber nicht gleich gar so groß einsteigen will, der hat übrigens Ende Dezember die Möglichkeit, am Bürgerturnier zwischen den Jahren in Bleicherode teilzunehmen.
Angelo Glashagel
Autor: redAls der Startschuss fällt, wird es ruhig in der gut gefüllten Wiedigsburg-Halle - drei Tage volle Konzentration liegen vor den Turnierteilnehmern. Gespielt wird nach Schweizer System, sieben runden á fünf Stunden, im Hauptturnier und im Meisterturnier. Das Aufgebot kann sich sehen lassen, neben Fide-Meistern und Internationalen Meistern finden sich auch eine ganze Reihe Großmeister im Starterfeld, der höchste Turnierrang im Schach von denen es weltweit nur rund 1.800 gibt, davon etwas weniger als 100 in Deutschland.
Wir sind angekommen in der deutschen Schachszene, freut sich Torsten Schrader vom Nordhäuser Schachclub. Nach zehnjähriger Pause hatte man die Schach-Open vor zwei Jahren mit Unterstützung des Landkreises wiederbelebt, zum Vorjahr sprang die Zahl der Teilnehmer nun um fast rund 100 Teilnehmer. Für den 40 Seelen starken Schachverein ist die Obergrenze damit erst einmal erreicht, sagt Schrader. Ein Turnier von dieser Größe auszurichten muss man erst einmal stemmen. Das fängt beim Aufbau an und geht beim Material weiter. Wir können von Haus aus rund 180 Leute mit Brettern versorgen, den Rest haben wir über Schulschach-Sets nachgekauft, die turniertauglich sind. Aber wir hatten auch viel Unterstützung, sowohl über den Kreis, den Kreissportbund als auch von Schachfreunden. Bauer, Dame und Springer werden auch außerhalb des Turniers Verwendung finden, zum einen kann der Verein viel Interesse in der Nachwuchsarbeit verbuchen zum anderen wird man den noch jungen Schachclub Bleicherode materiell unter die Arme greifen.
Großes Turnier, viele Unterstützer, v.l.: Kreistagsmitglied René Fullman, KSB-Chef Patrick Börsch, Torsten Schrader vom Nordhäuser Schachclub, KSB Präsident Gert Strömer und der Beigeordnete des Kreises, Dirk Schimm (Foto: agl)
Zuspruch hat man auch an den Schulen der Region gefunden, rund 70 neue Nachwuchs-Schachspieler hat man seit dem Neustart des Turniers hinzugewinnen können. Altersgrenzen kennt man im Schach nicht, jeder kann spielen, jeder kann mitmachen, jeder kann sich im Turnier mit den anderen messen. Diesem Credo folgt auch Dirk Schimm, der zweite Beigeordnete im Landkreis und selber passionierter Schachspieler. Ihn freut unter anderem dass man in Nordhausen, Bleicherode, Heringen und Sülzhayn inzwischen auch öffentlich dem Königsspiel frönen kann. Großschachfiguren finden sich in Nordhausen und Bleicherode am jeweiligen Schützenhaus, in Heringen im Schlosscafé und in Sülzhayn am Haus des Gastes. Mit der Stadt Nordhausen suche man derzeit noch nach einer Möglichkeit, ein weiteres Spielfeld an zentralerer Stelle einzurichten, sagt Schimm. Der Dritte, der heute mit einem großen Lächeln durch die Halle schritt, war Sportkoordinator Werner Hütcher. Die Wiedigsburghalle hat zwar einigen Sanierungsbedarf, mit dem Kugelstoß-Indoor, der Dart-Meisterschaft und der Schach-Open habe man aber dennoch drei hochrangige Veranstaltungen in der Halle. "Der Sport lebt hier vor, was auch zu einem Oberzentrum gehört. Es braucht diese Leuchttürme und mit den drei Veranstaltungen sind einige Lichter installiert.", sagt Hütcher.
Bis Sonntag fällt nun jeden Tag jeweils um 9 und 15 Uhr der Startschuss für die nächsten Turnierrunden in der Wiedigsburghalle, interessierte Besucher sind jederzeit willkommen, nur still muss es bleiben. Wer sich selber einmal im Schachturnier versuchen möchte aber nicht gleich gar so groß einsteigen will, der hat übrigens Ende Dezember die Möglichkeit, am Bürgerturnier zwischen den Jahren in Bleicherode teilzunehmen.
Angelo Glashagel











