Prophet kommentiert Handelspolitik
Zolldeal mit den USA ist "Unterwerfung"
Die größten Verlierer der Zolleinigung zwischen EU und USA sind Deutschlands Industrie und ihre Arbeitnehmer, meint der Landtagsabgeordnete der AfD, Jörg Prophet...
Die neue Vereinbarung erlaubt den zollfreien Import amerikanischer Autos, während deutsche Exporte weiter mit hohen Abgaben belastet werden. Zusätzlich verpflichtet uns Brüssel zu milliardenschweren Käufen von US-Energie- und -Rüstungsgütern.
Auch Thüringen wird die Auswirkungen zu spüren bekommen. Es drohen Standortverlagerungen und weitere Belastungen für Zulieferer, Maschinenbauer und Automobilunternehmen im Freistaat.
Dazu äußert sich Jörg Prophet, der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, wie folgt:
"In Berlin und Brüssel feiert man die Abwendung eines 'Zollkriegs' – in Wahrheit wurde Deutschland geopfert, um den Schein europäischer Geschlossenheit zu wahren. Was als diplomatischer Erfolg angepriesen wird, ist die Verfestigung des Vasallenstatus Europas unter amerikanischem Machtanspruch. Die CDU in Land, Bund und EU trägt für den Ausverkauf unseres Landes die Verantwortung."
Autor: red
Kommentare
Anna Lüst
29.07.2025, 14:03 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Verhalten Sie sich bitte höflich gegenüber Anderen.
Anna Lüst
29.07.2025, 15:07 Uhr
Herr Prophet hat völlig recht,
diese Speichelleckerei gegenüber den Amis ist ekelerregend.
Aber was soll schon herauskommen, wenn in der Regierung Politiker ohne Rückgrat sind. Jeder Politiker, der sein Land liebt, hätte sich gegen eine solche Vereinbarung gestemmt.
Aber wir kaufen ja lieber Öl von den Amerikanern, welches 3 bis 5 mal so teuer wie das von den Russen ist. Wir lassen uns sogar eine Pipeline wegsprengen, ohne zu protestieren.
Dabei bringt ein solches Embargo gegen russisches Öl für uns nur Nachteile, während die Russen einfach woanders hin verkaufen.
Der Feind meines Freundes ist mein Freund.
Vielleicht sollten wir mehr Waren aus China kaufen, die können alles fertigen, außer vielleicht Whisky.
Ich hoffe nur, dass kein Deutscher ein amerikanisches Auto mehr kauft, weil:
Druck erzeugt Gegendruck.
Physikalisches Gesetz, vielleicht bei den Kartellparteien nicht so bekannt.
Leser X
29.07.2025, 15:26 Uhr
Ausdrucks einer Kurskorrektur?
Das Eingeständnis eines AfD-Vertreters, dass Trump es nicht gut mit uns meint, habe ich interessiert vernommen. Zumal seine Wahl im Vorfeld ja durch die politische Rechte lautstark erhofft wurde. Ist das gleichzusetzen mit dem Einräumen eines Irrtums? Oder gar ein Kurswechsel?
Real Human
29.07.2025, 16:12 Uhr
Auf zu den Vereinigten Staaten von Europa!
Wie lange müssen Menschen mit einem europäischen Bewusstsein darauf noch warten? Den Deutschen erging es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ähnlich. Es gab eine revolutionäre Volksbewegung gegen die Zersplitterung in reaktionäre parasitäre Fürstentümer. Die Revolution von 1848/49 scheiterte leider am kleingeistigen Biedermeier. Stattdessen kam es zur Verpreußung Deutschlands (wikipedia.org/wiki/Verpreußung) mit neuer Volksverdummung und den nachfolgenden nationalen Katastrophen.
Heute sollte es mindestens um die Vereinigten Staaten von Europa gehen. Nur ein kleiner Schwarm von demokratischen Staaten hat überhaupt nur die Chance, sich gegen die Ausbreitung autokratischer (kapitalistischer!) Monster zu behaupten. Gelernte DDR-Bürger müssten eigentlich noch wissen, was es bedeutet, in einem Satellitenstaat ein unmündiges Leben zu führen.
An Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission:
Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken.
("Gesang zwischen den Stühlen", Erich Kästner, 1932)
Nicht, dass sie beim nächsten Düsseldorfer Karneval noch obszöne Karikaturen wie die von Jacques Tilly ertragen muss! Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter. Doch vielleicht hat Elon Musk bis dahin auch schon den synthetischen Menschen entwickeln lassen? (Kästner: Der synthetische Mensch)
@ Anna Lüst: Sich von einer Abhängigkeit in eine noch schlimmere zu begeben ist keine gute Lösung!
Kobold2
29.07.2025, 16:34 Uhr
Ja wir sollten
uns lieber den Russen unterwerfen, der dann nach belieben den Gashahn wieder auf und zudreht, damit insbesondere Deutschland wieder auf Linie kommt. Da kann sich die die AfD dann noch genügend Tips zum Thema Demokratie aus dem Kreml holen.
S.P.Andreas
29.07.2025, 17:37 Uhr
wir sollten uns Keinem unterwerfen Kobold
und schon garnicht "Uschi" ,die einen Freihandel verbockt hat .Und auch noch stolz ist,dass wir aus Amerika Flüssiggas beziehen was 3 mal teurer ist als Pipelingas der Russen.Die Amis können uns mit Gas ebenfalls erpressen,wenn sie wollten.Das kann jeder mit Jedem.Machen die nicht weil das keiner macht,der Geld verdienen will.Das ist natürlich "Westgas/3mal teurer ".Die Russen können uns natürlich auch erpressen.Haben das Jahrzehnte aber nicht gemacht weil sie ebenfalls Geld verdienen wollen.A B E R der deutschen Wirtschaft ging es blendend.Über Jahrzehnte.Seit dem wir die Energiewende beschreiten ohne russische Energie seit 3 Jahren sitzen wir im Insolvenzloch.Dafür verlassen viele deutsche Unternehmen Deutschland.Ist auch ein Erfolg ! Oder?So ein Nonsens was hier abgeht entspricht einem kranken Hirn.
Das Problem ist nur die Europäischen Gewinne schwinden nun und die amerikanischen steigen.
Vielleicht kommt aber endlich eine Einsicht über Fähig/Unfähigkeiten von europäschen Führungskräten.Es kann einfach nicht wahr sein .......
Leser X
29.07.2025, 17:46 Uhr
Kobold
Auch wenn es nicht in die heutigen Erzählungen passt, aber nach meinem Empfinden: als Putin in Deutschland noch als hoffähig galt, kann ich mich nicht erinnern, dass er uns gegenüber so unverschämt und anmaßendend auftrat wie Trump. Daher war es auch gar nicht nötig, sich ihm zu unterwerfen. Er bot uns sogar sauberere Energie für einen geringeren Preis an. Ohne Mindestabnahmemenge. Können Sie sich einen solchen Deal mit Trump vorstellen?
Wanderwölfin
29.07.2025, 18:46 Uhr
Unterwerfung
Nicht Putin hat den Gashahn zugedreht, sondern Scholz seine Regierung keins mehr abgenommen
Wer war denn noch mal gegen TTIP?
Damals wurde von den Rändern mächtig wegen dem Chlorhühnchen (Scheinargument) gegen das Transatlantic Trade and Investment Partnership Abkommen Stimmung gemacht.
Dieselben Leuten beklagen aber jetzt die aktuellen Zustände.
Mit dem Freihandelsabkommen TTIP hätten man sich auf beide Seiten des Atlantiks besser getellt.
Wyatt Earp
29.07.2025, 20:40 Uhr
Wer zum Teufel kauft hier amerikanische Autos?
In welchem Land lebt Prophet?
Und was denn nun? Ich habe bisher den Eindruck gehabt, die lieben den Trump.
Offensichtlich aber nur solange, wie es ins populistische Konzept passt.
Kobold2
29.07.2025, 22:06 Uhr
Ach LeserX
Spätestens seit 2012 und allerspätedtens seit 2014 war Putin nicht mehr hoffähig.
Aber um ses mit den Worten von S. Hawkins zu sagen, Dummheit und Gier, sind das Problem der Menschheit. Wer genauer hingeschaut hat, der wusste schon 2008 das die Entwicklung keinen guten Lauf nimmt.
@ Wanderwölfin, wie oft wollen sie den Tip zum Nachdenken vor dem Schreiben noch ignorieren?
Wie Bitte
29.07.2025, 22:39 Uhr
Kritik aus der AfD an Trump?
Dass ich das erleben darf... Der war doch immer das große Vorbild, "So muss man's machen, auch in Deutschland!"
Was nun? Noch mehr AfD-Liebäugeln mit Putin, wenn's Trump nicht mehr ist? Aber Putin und Trump verstehen sich ja auch so super...
Man sieht heutzutage einfach nicht mehr durch.
P.Burkhardt
29.07.2025, 23:54 Uhr
Was man sich mal klar machen muss:
Die Zölle führen zu einer Verteuerung europäischer Waren in den USA. Die Folge daraus ist also, dass amerikanische Verbraucher mehr für europäische Waren bezahlen müssen. Trumps Kalkül ist einfach, dass durch diese Verteuerung europäischer Produkte, amerikanische mehr nachgefragt werden. Er erhofft sich davon einen Wirtschaftsaufschwung in den USA, mehr Produktion europäischer Unternehmen in den USA und vielleicht Anerkennung von seinen (m.M.n. intellektuell eingeschränkten) Wählern.
Da amerikanische Produkte (insbesondere Autos und Maschinen) häufig nicht mal ansatzweise mit europäischen mithalten können... und dem entsprechend in Europa auch nicht nachgefragt werden... ist die Asymmetrie der Zölle nebensächlich. (persönlich kann ich nur für Autos sprechen - ich hatte 3 verschiedene Amerikaner ... und ganz ehrlich, mal abgesehen vom Coolness-Faktor... gibt es nichts, was deutschen Fabrikaten das Wasser reichen könnte...)
Die Rechnung zahlen also die amerikanischen Verbraucher... entweder indem sie auf amerikanische, oft minderwertige, Surrogate ausweichen müssen, oder eben höhere Preise bezahlen. In Europa geht dann die amerikanische Nachfrage zurück... aber das ist für europäische Verbraucher nichts negatives. Die in den USA aufgrund der zollbedingt gestiegenen Preise nicht mehr verkaufbaren Waren landen auf dem Markt, wo es keine Zölle gibt -> bei uns ! Wir dürfen uns also auf fallende Preise freuen, für alle die wunderbaren Produkte, die BMW, Mercedes, VW u.s.w. nicht mehr in den USA verkaufen können...
Elfie 20
30.07.2025, 01:55 Uhr
EU Blamage
Die Amerikaner machen doch mit uns was sie wollen, neues Handelsabkommen, neue Mittelstreckenraketen ab 2026 in Deutschland. Wir Deutschen zahlen wie immer...und machen artig Platz. Warum sagen wir nicht mal nein. Ich kann mich gut Erinnern, wie unser damaliger Kanzler Schröter, nein zum Irak Krieg gesagt hat, heute würde die SPD ihn am liebsten raus schmeißen. Er hatte wenigstens Gorage, was man heute von unseren Politikern nicht mehr sagen kann. Alles Speichellecker.
diskobolos
30.07.2025, 10:16 Uhr
Alle klar?
Ich verstehe das noch nicht. Eine Aussage wie, die EU kauft von den USA Energie für 750 Mrd. $, sagt doch gar nichts. "Die EU" kauft sicherlich gar nichts, mit welchem Geld denn? Welche Länder, besser welche Firmen kaufen was, wann und zu welchem Preis? Der Teufel liegt bei Verträgen meist im Detail. Solange nicht alles klar ist, ist gar nichts klar . . . .
Das müsste Trump eigentlich aus seiner Branche kennen: Die Aussage, dass A ein Haus von B kauft, ist wertlos, wenn man sich z. B. über den Auszugstermin noch nicht geeinigt hat. Ich habe schon Hausverkäufe daran scheitern sehen, dass sich die Parteien nicht einig waren, wer die alte Regentonne entsorgen sollte . . .
HisMastersVoise
30.07.2025, 10:51 Uhr
Erschreckend !
Ich finde es besorgniserregend, wenn hier über Themen debattiert wird, welche in ihrer Tragweite doch sehr viel schwieriger sind als schwarz oder weis. So lange daher niemand eine Ahnung hat, was dieser Deal in der Tiefe bedeutet und was die Alternativen gewesen wären, bleibt hier nur die Bitte, nicht von Dingen zu sprechen, die man nicht überblicken kann. Das ein Trump keine Grenzen kennt, sollte doch bekannt sein. Aber auch diese Amtszeit wird enden.
Leser X
30.07.2025, 19:53 Uhr
P.Burkhardt
Es ist zwar nicht das primäre Thema. Aber warum Sie deutsche Autos so in den Himmel heben, erschließt sich mir nicht wirklich. Selbst neue Modelle wirken - jedenfalls auf mich - schon ein wenig altbacken. Da wird schon seit vielen Jahren der internationale Anschluss verpasst. Und es wird schon als Erfolg verbucht, dass es die Abgaswertmanipulation nicht mehr gibt. Hoffentlich.
P.Burkhardt
30.07.2025, 23:04 Uhr
Lieber leserX....
...das ist wohl Geschmackssache...
Ich find es jedenfalls cool, wenn meine Autos wenig verbrauchen und weitgehend alleine fahren.... und das können die Stuttgarter und Münchner... die Wolfsburger lernen das wohl langsam, da kann ich aber nicht so mitreden...
Und dass der neue CLA von Mercedes wohl alles in den Schatten stellt, was in der Preisklasse zu haben ist, können Sie überall nachlesen. Derzeit hab ich den noch als Diesel (wegen der langen Stecken, die ich fahre) ...ich tauschen meine gepflegten und immer gewarteten Autos immer so um die 200 Tkm... da ist die Karre noch gut genug, dass man auch noch ein bisschen dafür bekommt... und wenn mein Diesel soweit ist, gucke ich mal, was es denn da an sinnvollen elektrischen Alternativen gibt... da liegt gegenwärtig der Stuttgarter ganz weit vorn... nur Lucid macht es besser als der cla ... aber der kostet auch fast das doppelte.
Ich bin gespannt, was sich da noch in den nächsten Jahren tut...🙃
Leser X
31.07.2025, 08:01 Uhr
Liebe/r P.Burkhardt
Bei Mercedes kann ich allerdings nicht mitreden, da ich nicht reich bin. Meine Äußerung bezog sich auf Autos für die "hart arbeitende Mitte" 😉
Anmerkung techn. Support:
Wir beenden die Diskussion über private Vorlieben für Autos an der Stelle.
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