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Mo, 15:33 Uhr
28.07.2025
Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung

Hohes Lob für Nordhausen

„Klimaquartier Nord“ wird im Rahmen des 45. Deutschen Städtebaupreises mit einer Belobigung ausgezeichnet und kommt unter die besten Neun.
Besondere Ehre für die Stadt Nordhausen (Thüringen) und die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG)...

Nordhausens Oberbürgermeister Kai Buchmann, SWG- Chefin Inge Klaan sowie Sonja Griebenow von Linnea Landschaftsarchitektur und Architekt Maurice Fiedler (v.l.n.r.) nahmen in Berlin in der Akademie der Künste stellvertretend für alle Beteiligten die Belobigung für das „Klimaquartier Nordhausen-Nord“ entgegen. (Foto: © SWG Nordhausen/Frederik Berners) Nordhausens Oberbürgermeister Kai Buchmann, SWG- Chefin Inge Klaan sowie Sonja Griebenow von Linnea Landschaftsarchitektur und Architekt Maurice Fiedler (v.l.n.r.) nahmen in Berlin in der Akademie der Künste stellvertretend für alle Beteiligten die Belobigung für das „Klimaquartier Nordhausen-Nord“ entgegen. (Foto: © SWG Nordhausen/Frederik Berners)


Das „Klimaquartier Nord“ ist am Freitag in Berlin im Rahmen des 45. Deutschen Städtebaupreises mit einer Belobigung ausgezeichnet worden.
Das „Klimaquartier Nord“ ist das Ergebnis eines umfangreichen Stadtumbauprozesses. Die drei zum Quartier gehörenden Projekte entstanden im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Thüringen (IBA). Mit der Belobigung zählt das „Klimaquartier Nord“ zu den neun innovativsten Projekten in Deutschland. Nordhausen reiht sich damit neben Städten wie Dortmund, Dresden, Karlsruhe oder Tübingen ein.
Die Jury lobte, das „Klimaquartier Nord“ sei beispielhaft dafür, wie Wandel im städtischen Bestand gelingen kann. „Nordhausen-Nord haben wir als Stadtteil neu gedacht und damit zukunftsfähig und lebenswerter gemacht. Dass das von der Fachjury der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung anerkannt wurde, kann die Menschen in Nordhausen-Nord mit Stolz erfüllen. Unser Klimaquartier kann mit Projekten aus deutlich größeren Städten wie Karlsruhe oder auch Dortmund mithalten. Das zeigt, dass auch in Nordhausen einiges möglich ist“, sagte Nordhausen Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos) in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Stadt und SWG.

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„Wir freuen uns, dass die Jury uns unter den Top-Neun in Deutschland sieht. Ich denke, wir können stolz auf dieses Ergebnis sein. Unser Ossietzky-Hof war als Pilotprojekt gedacht. Die Belobigung ist Ansporn für uns, genau dort weiterzumachen. Die Erkenntnisse aus der Quartierentwicklung übertragen wir jetzt angepasst auf aktuelle Bauprojekte in der Hufelandstraße und der Semmelweisstraße“, ergänzte SWG- Geschäftsführerin Inge Klaan. Zum Klimaquartier Nord gehören der Plattenbaustandort Ossietzky-Hof, der barrierefreie Rundweg Stadtloop und der generationenübergreifende Spielplatz Nordpark. Der Ossietzky-Hof besteht aus zwei mehr als 40 Jahre alten DDR- Wohnblöcken, die von der SWG Nordhausen klimaverträglich saniert wurden. Neben niedrigen Nebenkosten durch ein gebäudeübergreifendes Energiekonzept stand auch eine deutliche Verbesserung des Wohnkomforts im Vordergrund. Der Stadtloop ist ein neuer barrierefreier Weg, der nun alle wichtigen Einrichtungen im beliebten Stadtteil miteinander verbindet. Der Nordpark bietet Jung und Alt neue Bewegungsangebote und verbindet diese mit ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeitsansprüchen. Rund 30 % der verbauten Materialien wurden wiederverwendet.
Insgesamt wurden 61 Projekte aus 12 Bundesländern für den diesjährigen Deutschen Städtebaupreis eingereicht. Die Jury besuchte 25 der Projekte. Nur neun davon wurden für die Preisvergabe nominiert. Nur ein Projekt wird mit dem Deutschen Städtebaupreis ausgezeichnet. Die Ehrung, die mit 25.000 Euro dotiert ist, ging in diesem Jahr nach Wuppertal und den „BOB CAMPUS“ (https://www.bob-campus.de/).

Der Deutsche Städtebaupreis wird alle zwei Jahre vergeben. Ausgelobt wird er von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und gefördert durch die Wüstenrot Stiftung. Der Preis zeichnet Projekte aus, die Städte und Gemeinden zukunftsweisend gestalten. Der Preis widmet sich der Tradition der europäischen Stadt in zweierlei Hinsicht: Einerseits werden gute Lösungen aufgezeigt, die Mut machen.

Andererseits werden Kontinuitäten in räumlichen Qualitäten sichtbar gemacht und weiterentwickelt. An den richtigen Stellen wird Transformation und Innovation gewagt, um neue Wege aufzuzeigen.
Autor: red

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Kommentare
Straßenfeger
28.07.2025, 18:21 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Schmähkritik
Filzstift und Lineal
29.07.2025, 08:36 Uhr
Wieviel Mio. Euro in Nord versenkt ....
... es dürften wohl mehr als 20 Mio Euro sein, die dort für ein "karbonfreies Quartier" versenkt worden. Fertig ist es bis heute nicht. Viele Mieter mussten umziehen, weil sie die Miete nicht mehr zahlen konnten.

Hier sind vor allem die LINKEN im Stadtrat gefrsgt!

Hat es deshalb nicht für einen Preis gereicht, sondern nur für eine "Belobigung"?
Wanderwölfin
29.07.2025, 10:55 Uhr
Hohes Lob für Nordhausen
Sehr schönes Wohnen. Ich könnte mir vorstellen, dort hin zu ziehen.
Franz Haarkamm
29.07.2025, 13:55 Uhr
Glückwunsch an die Verantwortlichen dieses Projektes!
Eines von nur zwei Projekten im Osten Deutschlands, das in die Auswahl gekommen ist. "Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt"! Dieses Signal geht von Projekten dieser Art von Nordhausen aus. Und es wird wahrgenommen. Nicht nur in Deutschland selbst aus Taiwan soll schon eine Delegation hiergewesen sein. Der Zukunft zugewandt! Ich fürchte ihr großes Engegement ist vergebliche Liebesmühe! Da nimmt man solche Meldungen wahr und denkt: Boah, in Nordhausen kriegen die etwas hin, hier entwickelt sich etwas. Und dann beginnt man zu recherchieren und entdeckt , daß das kaum einer will. Wenn man etwa nach dem Wort Stadtloop sucht, findet man z.B. einen Artikel von Herrn Greiner vom 9.5.23 in dem er nur Spott und Häüme für dieses Projekt übrig hat. (Hahaha, Unwetterkatastrophe, die ausgerechnet über NDH-Nord hereinbrechen soll.) Oder: Das Gejammer der gewählten Volksvertreterin K. Düben-Schaumann über die böse Stadtverwaltung, die ein so tolles Event, wie das Lichterfest absagt, aber an solchen Millionenprojekten wie dem Stadtloop unbeirrt festhält. (Wenn man der Meldung der nnz vom Tag später glauben darf, war das Projekt zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen.) Und so geht es eigentlich bei jedem Projekt, das NDH attraktiver machen könnte, sei es Theater, Stadion, Hexenbesen...
Das brauchen wir alles nicht. Wir brauchen etwas anderes. Mich erinnert das Gebaren vieler Leute an eine Werbung für ein Schuhpflegemittel im Westen aus den 80-er Jahren. "Du, Vati stimmt es, daß ihr früher stundenlang Schuhe geputzt habet mit nem Lappen und ner Bürste... Ja, weil es damals dieses Mittel noch nicht gab. Motto: Der Dreck wird nicht beseitigt, sondern einfach überschmiert. Es ist zwar nicht sauber, aber der Dreck glänzt.
Von daher liebe Entscheider: Das Volk will das alles nicht. Es will der Vergangenheit zugewandt bleiben. Hauptsache ist aber dabei, daß der Dreck glänzt. Bei der nächsten Wahl werdet ihr das schon merken.
Noch einmal: Glückwunsch an die Verantwortlichen für dieses Projekt. Ihr habt alles richtig gemacht! Aber nach Volkes Wille muß Nordhausen halt ein Dreckloch bleiben, aber ein glänzendes. "Shithole-City" statt Oberzentrum.
Straßenfeger
29.07.2025, 14:33 Uhr
Was ist denn nun ein Stadtloop?
Und wann kommt der Ersatz(holz)bau für das intakte aber komplett abgerissene Schwesternwohnheim? (Fragen eines lesenden Arbeiters)
Schröder
29.07.2025, 20:29 Uhr
Die Stadt ist nicht nur Nord...
Der im Artikel zitierte Stadtumbauprozess findet leider nur in ausgewählten
Stadtteilen statt. Für andere Projekte fehlt dann leider das nötige Geld.
In unserem Wohngebiet wurden mehrere Bäume gefällt, Keiner wurde ersetzt.
Auf mehrmalige Nachfrage bei der SWG heißt es nur, dies müsste geplant werden.
Darauf warten wir als Mieter bereits 2 Jahre.
Aber ich habe da volles Verständnis, vor allem wenn ich derartige Artikel lese.
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