Do, 14:00 Uhr
17.07.2025
Handschlag der Großmächte während des Kalten Krieges im All
Kopplung von Sojus und Apollo
Es war der Höhepunkt der Raumfahrt in 1970-er Jahren, mitten im Kalten Krieg der Großmächte, mit beiderseits verhärteten Fronten. In den Nordthüringer Online-Zeitungen erinnert Gunther Hebestreit an diesen denkwürdigen Tag - heute vor 50 Jahren...
So wird in Russland dieser historische Tag begangen. (Foto: Victor Afanasjev)
Trotz der angespannten Weltlage besannen sich die Politiker und folgten den Empfehlungen der Wissenschaftler, gemeinsam an der Erforschung im Weltraum zu arbeiten, Da beide Seiten jedoch grundsätzlich verschiedene Kopplungs- und Lebenserhaltungssysteme auf Ihren Raumstationen hatten, mussten diese zuvor angepasst werden. Gründe für dieses Projekt waren insbesondere gegenseitige Rettungsmissionen aber auch die zukünftige Zusammenarbeit bei gemeinsamen Weltraumflügen.
An der Mission nahmen teil:
Laut Wikipedia war der Ablauf wie folgt:…Die sowjetische Sojus 19 startete am 15. Juli 1975 vom Kosmodrom Baikonur. Es war der erste sowjetische Raketenstart, der international live im Fernsehen übertragen wurde. Genau siebeneinhalb Stunden später startete in Cape Canaveral das Apollo-Raumschiff. Da sich zu dieser Zeit zwei weitere Kosmonauten an Bord der sowjetischen Raumstation Saljut 4 befanden, waren damit sieben Raumfahrer gleichzeitig im All.
In der Erdumlaufbahn zog das Apollo-Raumschiff das Dockingmodul aus seiner Halterung. Sichtkontakt der beiden Raumschiffe am 17. Juli. Bei der Kopplung der beiden Raumschiffe am gleichen Tag übernahm Apollo die aktive Rolle. Bei mehreren Gelegenheiten wechselten die Raumfahrer in das jeweilig andere Raumschiff. Dabei blieb jedes Raumschiff zu jeder Zeit mit mindestens einem Raumfahrer besetzt.
Grafik (Foto: Victor Afanasjev)
Am 17. Juli kam es zum historischen Handschlag zwischen den sowjetischen und US-amerikanischen Raumfahrern in der Erdumlaufbahn. Nach 44 Stunden gemeinsamen Fluges trennten sich Apollo und Sojus für eine halbe Stunde. Apollo schob sich vor die Sonne, um für die Sojus-Kosmonauten eine künstliche Sonnenfinsternis zu erzeugen.
Zweites Docking, dieses Mal war Sojus das aktive Raumschiff. Die Raumfahrer stiegen dabei aber nicht mehr in das andere Raumschiff um. Drei Stunden später entkoppelten sich die beiden Raumfahrzeuge endgültig. Sojus 19 verließ die Erdumlaufbahn und landete am 21. Juli 1975 in der Wüste von Kasachstan. Die Landung wurde erstmals im Fernsehen übertragen.
Die Apollo-Landekapsel wässerte am 24. Juli 1975 im Pazifischen Ozean bei 21°52'N und 162°45'W und wurde von der New Orleans geborgen.
Es wäre bei der Landungsphase der Apollo-Kapsel beinahe noch zu einer Katastrophe gekommen, da die Rettungssysteme nicht rechtzeitig auslösten, doch zum Glück konnte von der Crew nahezu in letzter Sekunde noch wirkungsvoll eingegriffen und das Unheil vermieden werden.
Bereits im Jahr 2010 erinnerte der Bleicheröder Förderverein Institut Rabe an dieses Ereignis und hatte einen der Missionsteilnehmer, Kosmonaut Waleri Kubassow, zu Gast in Bleicherode. Er ließ damals seine Erinnerungen an diese Mission farbenfroh im Rahmen eines Vortrages vor etwa 300 Zuhörern aufleben.
Wissenschaftlich betrachtet war diese Kopplungsmission eine Meisterleistung und sozusagen der erste Meilenstein auf dem Weg zur späteren International Space Station (ISS). Dennoch überstrahlt dieses symbolhafte Treffen als Zeichen der Völkerverständigung die wissenschaftlichen Ergebnisse dieser Mission in der Geschichtsschreibung.
Das Fazit
Wissenschaftler brachten die verfeindeten Nationen zusammen, nicht die Politiker, die unsere Welt immer wieder spalten und in Kriege führen. Schließlich ist Pragmatismus wertvoller als Ideologie für die Entwicklung der Menschheit.
Unsere aktuelle Gegenwart zeigt jedoch, dass eine kleine Gruppe Politiker wieder auf dem Weg ist, Millionen unschuldiger Menschen in einen Krieg zu führen und sterben zu lassen. Es wäre so einfach, dem ein Ende zu setzen.
Sigmund Jähn sagte einmal bei einen Besuch in Bleicherode: Die wissenschaftlich-technische Entwicklung der Menschheit hat im 20. Jahrhundert eine Quantensprung gemacht, doch die menschliche Reife ist nicht proportional mitgewachsen.
Der am 19. Juli 1977 entdeckte Asteroid des äußeren Hauptgürtels (2228) Soyuz-Apollo wurde nach der namensgebenden Mission benannt.
Gunther Hebestreit
Autor: psg
So wird in Russland dieser historische Tag begangen. (Foto: Victor Afanasjev)
Trotz der angespannten Weltlage besannen sich die Politiker und folgten den Empfehlungen der Wissenschaftler, gemeinsam an der Erforschung im Weltraum zu arbeiten, Da beide Seiten jedoch grundsätzlich verschiedene Kopplungs- und Lebenserhaltungssysteme auf Ihren Raumstationen hatten, mussten diese zuvor angepasst werden. Gründe für dieses Projekt waren insbesondere gegenseitige Rettungsmissionen aber auch die zukünftige Zusammenarbeit bei gemeinsamen Weltraumflügen.
An der Mission nahmen teil:
- auf sowjetischer Seite die Kosmonauten Alexei Leonow und Waleri Kubassow,
- auf amerikanischer Seite die Astronauten Thomas Stafford, Donald "Deke" Slayton und Vance Brand.
Laut Wikipedia war der Ablauf wie folgt:…Die sowjetische Sojus 19 startete am 15. Juli 1975 vom Kosmodrom Baikonur. Es war der erste sowjetische Raketenstart, der international live im Fernsehen übertragen wurde. Genau siebeneinhalb Stunden später startete in Cape Canaveral das Apollo-Raumschiff. Da sich zu dieser Zeit zwei weitere Kosmonauten an Bord der sowjetischen Raumstation Saljut 4 befanden, waren damit sieben Raumfahrer gleichzeitig im All.
In der Erdumlaufbahn zog das Apollo-Raumschiff das Dockingmodul aus seiner Halterung. Sichtkontakt der beiden Raumschiffe am 17. Juli. Bei der Kopplung der beiden Raumschiffe am gleichen Tag übernahm Apollo die aktive Rolle. Bei mehreren Gelegenheiten wechselten die Raumfahrer in das jeweilig andere Raumschiff. Dabei blieb jedes Raumschiff zu jeder Zeit mit mindestens einem Raumfahrer besetzt.
Grafik (Foto: Victor Afanasjev)
Am 17. Juli kam es zum historischen Handschlag zwischen den sowjetischen und US-amerikanischen Raumfahrern in der Erdumlaufbahn. Nach 44 Stunden gemeinsamen Fluges trennten sich Apollo und Sojus für eine halbe Stunde. Apollo schob sich vor die Sonne, um für die Sojus-Kosmonauten eine künstliche Sonnenfinsternis zu erzeugen.Zweites Docking, dieses Mal war Sojus das aktive Raumschiff. Die Raumfahrer stiegen dabei aber nicht mehr in das andere Raumschiff um. Drei Stunden später entkoppelten sich die beiden Raumfahrzeuge endgültig. Sojus 19 verließ die Erdumlaufbahn und landete am 21. Juli 1975 in der Wüste von Kasachstan. Die Landung wurde erstmals im Fernsehen übertragen.
Die Apollo-Landekapsel wässerte am 24. Juli 1975 im Pazifischen Ozean bei 21°52'N und 162°45'W und wurde von der New Orleans geborgen.
Es wäre bei der Landungsphase der Apollo-Kapsel beinahe noch zu einer Katastrophe gekommen, da die Rettungssysteme nicht rechtzeitig auslösten, doch zum Glück konnte von der Crew nahezu in letzter Sekunde noch wirkungsvoll eingegriffen und das Unheil vermieden werden.
Bereits im Jahr 2010 erinnerte der Bleicheröder Förderverein Institut Rabe an dieses Ereignis und hatte einen der Missionsteilnehmer, Kosmonaut Waleri Kubassow, zu Gast in Bleicherode. Er ließ damals seine Erinnerungen an diese Mission farbenfroh im Rahmen eines Vortrages vor etwa 300 Zuhörern aufleben.
Wissenschaftlich betrachtet war diese Kopplungsmission eine Meisterleistung und sozusagen der erste Meilenstein auf dem Weg zur späteren International Space Station (ISS). Dennoch überstrahlt dieses symbolhafte Treffen als Zeichen der Völkerverständigung die wissenschaftlichen Ergebnisse dieser Mission in der Geschichtsschreibung.
Das Fazit
Wissenschaftler brachten die verfeindeten Nationen zusammen, nicht die Politiker, die unsere Welt immer wieder spalten und in Kriege führen. Schließlich ist Pragmatismus wertvoller als Ideologie für die Entwicklung der Menschheit.
Unsere aktuelle Gegenwart zeigt jedoch, dass eine kleine Gruppe Politiker wieder auf dem Weg ist, Millionen unschuldiger Menschen in einen Krieg zu führen und sterben zu lassen. Es wäre so einfach, dem ein Ende zu setzen.
Sigmund Jähn sagte einmal bei einen Besuch in Bleicherode: Die wissenschaftlich-technische Entwicklung der Menschheit hat im 20. Jahrhundert eine Quantensprung gemacht, doch die menschliche Reife ist nicht proportional mitgewachsen.
Der am 19. Juli 1977 entdeckte Asteroid des äußeren Hauptgürtels (2228) Soyuz-Apollo wurde nach der namensgebenden Mission benannt.
Gunther Hebestreit


