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Mi, 17:59 Uhr
16.07.2025
SPD-Stadtratsfraktion Nordhausen: Personelles Versagen

Wirtschaftsförderung ist Pflicht für ein Oberzentrum

Die SPD-Stadtratsfraktion Nordhausen nimmt mit großem Befremden die jüngsten öffentlichen Debatten zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region sowie zur Position des Landkreises im aktuellen Zukunftsatlas zur Kenntnis...

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Die dort artikulierte Kritik, insbesondere durch den Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) und die Bürgerliste Südharz, ist in Teilen nachvollziehbar – verkennt jedoch die zentralen Ursachen der aktuellen Misere: das seit Jahren bestehende strukturelle und personelle Versagen innerhalb der Stadtverwaltung, in der Amtszeit des Oberbürgermeisters.

Seit Jahren fehle es in Nordhausen an einem festen, fachlich qualifizierten und kommunikationsstarken Ansprechpartner für den Bereich der Wirtschaftsförderung. "Die vom Oberbürgermeister in einer Doppelfunktion Büroleiter/Wirtschaftsförderung besetzte Stelle konnte diese Rolle in keiner Weise erfüllen – weder inhaltlich noch im Kontakt mit der regionalen Wirtschaft. Wirtschaftsförderung ist in der Stadtverwaltung Chefsache und obliegt ausschließlich der Entscheidung des Oberbürgermeisters. Die Folgen dieser Fehlentscheidung wurden mehrfach im Stadtrat thematisiert und kritisiert – leider ohne die notwendige Einsicht auf Seiten des Verwaltungschefs", so Georg Müller.

Wenn sich die Stadt Nordhausen nicht endlich ihrer Rolle als Oberzentrum bewusst werde und dieser auch gerecht wird, bleibt jede Anstrengung des Landkreises vergebens. Nur in enger Kooperation zwischen Stadt und Kreis – mit einem gemeinsamen wirtschaftspolitischen Zielbild – könne eine positive Entwicklung für den gesamten Südharz gelingen. In den letzten Jahren sind zwischen der Hochschule, der IHK, der Arbeitsagentur und dem Landkreis vorrangig für Existenzgründer und Startups Unterstützungsstrukturen etabliert worden, an denen die Stadt Nordhausen sich derzeitig nicht beteiligt. "Die einseitige Abgabe der Aufgaben der Wirtschaftsförderung an den Landkreis stellt dabei kein kooperatives Miteinander dar, sondern ist Ausdruck eines klaren Organisationsversagen.", sagte der Nordhäuser SPD-Politiker.

"Anders als in den Aussagen des Oberbürgermeisters ist die Wirtschaftsförderung keine freiwillige Zusatzaufgabe, sondern eine Pflicht für ein Oberzentrum. Wer das Gegenteil behauptet, ignoriert die Verantwortung, die eine Kommune gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern – und gegenüber den Unternehmen vor Ort – trägt."

Ob Eisenach, Gotha, Ilmenau oder Mühlhausen – Städte vergleichbarer Größe mit weniger strategischem Vorteil als ein Oberzentrum wie Nordhausen verfügten laut Müller über professionelle und funktionierende Wirtschaftsförderstrukturen. Dass dies in Nordhausen nicht gelingt, ist kein strukturelles Problem – sondern ein Führungsversagen.

Die SPD-Stadtratsfraktion fordert den Oberbürgermeister deshalb unmissverständlich auf, seiner Verantwortung gerecht zu werden und die Stelle der Wirtschaftsförderung schnellstmöglich mit einer kompetenten, kommunikationsstarken und strategisch denkenden Fachkraft zu besetzen. Die Aufgabenstellung für diese Stelle sollte eng mit den Kammern und den NUV abgestimmt werden. Nur so kann das Vertrauen der Wirtschaft in die Stadt zurückgewonnen und die dringend notwendige wirtschaftliche Aufbruchsstimmung erzeugt werden.

Die Wirtschaft brauche klare Ansprechpartner, sichtbare Präsenz in der Verwaltung und ernst gemeinte Kommunikation auf Augenhöhe. Die Stadt Nordhausen darf diese zentrale Aufgabe nicht länger vernachlässigen oder auf andere Ebenen abschieben. "Wer die Wirtschaftsförderung aus der Hand gibt, gibt auch ein Stück Zukunft aus der Hand", schließt Müller seine Überlegungen.
Autor: red

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Kommentare
Checker
16.07.2025, 19:02 Uhr
Wirtschaftsförderung…
Nun auch noch die einseitige Meinung der SPD. Ihr ward diejenigen die Buchmann zur zweiten Runde verholfen hatte und die Misere mit zu verantworten hat. Obwohl jedem von euch klar war, das er es nicht ansatzweise bringt.
Wir haben aber auch noch eine SPD Bürgermeisterin, die scheinbar nur bei Geburtstagen und Feierlichkeiten in Erscheinung tritt und nicht, wie gewünscht der verlängerte Arm des Landrates im Rathaus ist.
Wichtig war eben nur das ja keine andere Partei ans Ruder kommt.
Nun jammert nicht rum und versucht im Interesse der Stadt das bestmögliche raus zu holen.
A.kriecher
16.07.2025, 19:26 Uhr
Gerade SPD Müller
Das Regionalmanager für Nordthüringen in der Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung ist doch immer mit den besten aus der SPD Nordhausen klüngel Clique besetzt gewesen.
Was machen die da eigentlich?
Kitty Kat
16.07.2025, 20:30 Uhr
Fahren Sie mal nach
Leinefelde - Worbis oder weiter. Eine völlig andere Welt, das Auto merkt es als erstes. Kann man da nicht mal nachschauen, was die Kollegen im Eichsfeld soooooooo viel besser machen. Hier gehen jedenfalls die Lichter bald aus. Oberzentrum ist Träumerei...rumms rumms bei Einfahrt ins Traumland Nordhausen garantiert.
Ich stamme nicht von hier und deshalb hält es mich hier gewiss nicht, wenn das Arbeitsleben bald fertig hat. Ich empfinde es als total befremdlich, dass Stadt und Landkreis gegeneinander arbeiten bei so viel strukturellen Problemen. Man hat überall das Gefühl, dass niemand wirklich ein Interesse an den Menschen hat, die hier leben, dass es zum Wohle aller vorangehen soll, Hauptsache Zoff und Krieg in der Kommunalpolitik. Immer mit sich selbst beschäftigt die Herrschaften. Das kommt nicht gut.
Herr Fuchs
16.07.2025, 21:17 Uhr
Danke Checker,
man hätte es nicht besser sagen können. Die Steigbügelhalter für Buchmann beklagen sich jetzt plötzlich über die Quittung, als wäre es nicht vorhersehbar gewesen. Es hätte einen OB mit absoluter Wirtschaftskompetenz geben können, dem zudem.die Bürger am Herzen liegen und nicht der pünktliche Feierabend.
Capone
16.07.2025, 21:28 Uhr
Eigentlich immer der Selbe
Den ewigen Streit in der Region kann man durchaus an einer Person festmachen. Joachim Claus, Klaus Zeh und Kai Buchmann können ein Lied davon singen.
Ex-post
17.07.2025, 00:30 Uhr
unfair
Als Sozialdemokrat hat man es nicht nötig nur das Negative aufzuzählen und seine Heimatstadt, die eine Arbeiterstadt ist und wo viele fleißige Menschen wohnen so schlecht zu machen.

Man hat mir neulich erzählt, dass es um die Schulen im Landkreis nicht so gut bestellt ist. Viel Investitionsstau und dann der Ärger mit Klettenberg und Niedersachswerfen.

In der Stadt Nordhausen ist aber viel passiert.

Herr Müller ist in leitender Anstellung beim Landrat im Landratsamt und soll sich um die Schulen im Landkreis kümmern. Das soll er aber nicht so erfolgreich machen (Warum recherchiert die nnz hier nicht?) auch wenn gebaut wurde, sind nicht alle Bauten auf Stand und richtig ausgestattet.

Unter der Hand wird wohl erzählt, dass der Landrat Herr Jendricke und sein leitender Angestellter Herr Müller das mit den Schulen nicht gut hinbekommen außer Hochglanzbilder.

Gute Berufsschulen soll es auch nur noch wenige geben und Meisterausbildung findet gar nicht mehr statt in Nordhausen. In der Arbeiterstadt Nordhausen wohlgemerkt.

Bildung ist aber die Grundlage. Auch die Kinder im Landkreis brauchen gute Schulen! Wie kann man als Sozialdemokrat, noch dazu in einem hohen Amt wie Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, so einen Beitrag schreiben ohne das Thema Bildung zu erwähnen?

Es war für uns Sozialdemokraten immer wichtig daß auch die Arbeiterkinder eine gute Schule besuchen können. Und für die Betriebe ist gute Ausbildung in den Schulen lebensnotwendig.

Herr Müller ist Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat. Da hat er mit der Bürgermeisterin Frau Rieger (SPD) einen sozialdemokratisch geprägten Plan für die Entwicklung vorzulegen. Das ist deren Pflicht.

Und natürlich hat man das mit dem Kreis abzustimmen. Aber das ist doch einfach, da der Landrat als Chef auch von der SPD ist.

Jeder weiß daß das der Oberbürgermeister nicht hinbekommt. Hier rumnörgeln hilft also nicht. Jetzt muss gehandelt werden.

Wo soll es hingehen? Was soll passieren in Nordhausen?

Das muss jetzt mal zu Papier gebracht werden. Und dann können die anderen Fraktionen im Kreistag und im Stadtrat gar nicht dran vorbei da zu zustimmen. Und dann kann es vorwärts gehen.
altmeister
17.07.2025, 07:51 Uhr
Sind Doppelstrukturen notwendig?
Leider wird oft verkannt, so auch hier durch den SPD-Mann Müller, dass die Stadt Nordhausen genau so zum Landkreis Nordhausen gehört, wie jede andere Gemeinde im Landkreis,
Somit sollte es doch definitiv klar sein, dass alle Maßnahmen, Kooperationen, Förderungen, Zusammenarbeiten usw. des Landkreises zu ca. 50 Prozent von der Stadt mit bezahlt / getragen werden, selbst die personelle Besetzung im Landratsamt!
Kommt hier wieder der Kleinkrieg Landkreis gegen Stadt zum Ausdruck, wird dieser von Herrn Müller bewusst in Kauf genommen?
Statt eine vernünftige, gemeinsame Basis in der Wirtschaftsförderung für den gesamten Landkreis und somit auch der Stadt Nordhausen aufzubauen wird Bashing gegen die Stadt gemacht und das von einem Mitarbeiter der Landkreisverwaltung sowie Geschäftsführers des BIC Nordthüringen!
Wirtschaftsförderung kann nur funktionieren, wenn Landkreis und Stadt gemeinsam arbeiten, dann kann die Region vorankommen.
Wozu also zusätzlich Strukturen mit zusätzlichen Kosten aufbauen in der Stadt? Würde dies nicht zwangsläufig zu einer Arbeit gegeneinander führen, da am erzielten Ergebnis gemessen würde und somit Stadt- und Landkreisteam in Konkurrenz handeln würden?
HisMastersVoise
17.07.2025, 08:58 Uhr
Wider das Vergessen !
Soweit ich mich erinnere, geht dieser Streit gegen den OB nun schon ewig. Es sind immer die gleichen Vorwürfe. Aber ein Umdenken für ein konstruktives Miteinander scheint nicht zu existieren. Es ist äußerst peinlich, dass diese Grabenkämpfe nicht aufhören wollen. Die SPD trägt übrigens auch eine nicht kleine Verantwortung an an der aktuellen Situation. Das wird sehr gern vergessen. Da Nordhausen keinen Infrastrukturfonds wie das Eichsfeld hat, welcher aus der Ära Althaus stammt, ist der Vergleich hier unfair. Auch ist es sinnfrei, die blaue Alternative als verpasste Chance für Nordhausen zu betrauern. Ich suche immer noch die Ergebnisse der aktuellen stärksten Fraktion für Stadt und Landkreis. Schlussendlich fragt sich so mancher. Warum hebt Herr Müller weiter Gräben aus, wo doch besser Brücken zu bauen wären. Ich verstehe das nicht !!
Lautaro
17.07.2025, 11:17 Uhr
Kai Buchmann ist von vielen politischen Fraktionen in die
zweite Amtszeit erhoben worden. Also sollten diese nicht herumstänkern !
Wer die Hierarchiegläubigkeit des Südharzklinikums kennt, weiss dass Herr Buchmann sogar die einfachen Menschen immer gegrüsst hat, was im SHK nicht selbstverständlich ist.
Dass er in diesem Politzirkus versagt hat.....edelt ihn irgendwie.
Südharzmensch
17.07.2025, 11:17 Uhr
Wer ist wieder abgetaucht? Der Kai Buhmann
Wer hat wieder keine Meinung zu allem? Der Kai! Wer freut sich über seine 10000 Euro im Monat und das Ruhestandsgehalt von rund 3000 Euro bis Lebensende, das ihm zusteht, wenn er mal keinen Bock mehr hat! Der Kai.

Der Mann ist zwar extrem untermotiviert und mega überfordert - aber sehr clever.
ossi83
17.07.2025, 12:12 Uhr
Immer wieder das selbe
Geliefert wie bestellt!
Rodishainer
17.07.2025, 13:14 Uhr
Meiner Meinung nach
Ist das Einzige, was beide Parteien richtig gut können, ist sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen!
Strandläufer
17.07.2025, 14:52 Uhr
Spurensicherung
...und wer macht es ihm gleich? Die Alexandra. Immerhin, und das wurde schon schön dargestellt, ist sie am vorderster Front bei Sektchen und Kuchen um die Jubilare zu feiern.
Es gibt schon echt coole Posten. Oder besteht das Geheimnis des Burgfriedens der beiden, dass sie sich aus dem Weg gehen? Mich würde tatsächlich mal so ein Arbeitstag interessieren. Klappen tut in der Verwaltung erlebbar nicht so viel weswegen diese Fußstäpfchen sehr klein sein werden. Wahnsinn!
Novize
17.07.2025, 23:28 Uhr
SPD Stadt verteidigt Landrat
Es ist nicht verwunderlich, wenn die SPD der Stadt dem Parteigenossen Landrat zur Seite springt. Herr Müller tat dies vor zwei Jahren, als der Landrat den OB rechtswidrig suspendierte. Er ist des Landrats verlängerter Arm und einer seiner treuesten und besten Mitarbeiter.
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