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Mo, 16:59 Uhr
11.12.2006

Stück Boden gwonnen

Heringen (nnz). Bis 1994 wurden in das Feld am Heringer Rieth 23 Millionen m³ Abwässer aus Haushalten und Industrie eingeleitet. Obwohl man die Schadstoffe weder sieht noch riecht, können sie gefährlich werden für unser Trinkwasser. Bis Ende 2007 wird saniert. Heute wurde der Spaten gestochen.

rieth (Foto: wf) rieth (Foto: wf)


Bis zum Jahresende 2007 soll das 42 Hektar große Gebiet von insgesamt 37.145 Tonnen Abwasserrückständen befreit werden, die bereits seit Mitte der 1930 er Jahre auf Flächen der Goldenen Aue verregnet wurden. Ab Mitte der 1980er Jahre kam es auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen wiederholt zu Ernteausfällen. Nach der Sanierung sollen die Flächen wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Die Gesamtkosten betragen rund 2,9 Millionen Euro. Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt fördert das Vorhaben mit 2.384.000,00 €. Die erforderlichen Eigenmittel stellt der Altlastenzweckverband Nord-/ Ostthüringen bereiz, dessen Mitglied die Stadt Nordhausen ist. Der Verband wurde 1993 als solidarisches Projekt der Kommunen gegründet und hat allein in den vergangenen zwei Jahren rund sechs Millionen Euro für die Sanierung von Altlasten aufgebracht.Das Heringer Rieth befindet sich innerhalb eines EU-Vogel- und Landschaftsschutzgebietes.

Den symbolischen ersten Spatensicht für die Sanierung des Heringer Rieths haben heute Nachmittag Staatssekretär Dr. Christian Juckenack vom Thüringer Landwirtschafts- und Umweltministerium, Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Peter Zaiß vom Altlastenzweckverband Nord- und Ostthüringen gesetzt. „Man sieht riecht und schmeckt die Belastung nicht, aber eine Gefährdung des Grundwassers ist da.“ Sagte Juckennack, um den Bürger begreiflich zu machen, war ab sofort mit Baggern und anderen Großgeräten eine scheinbar intakte Auenlandschaft zerstört wird. Er weiß darauf hin, daß Deutschland Vorreiter in Sachen Umwelttechnik und Sanierung ist. „Hier hat Thüringen im wahren Wortsinn ein Stück Boden dazugewonnen“ sagte er im Bezug auf das Ende der Sanierungsmaßnahmen Ende 2007.
Autor: nnz

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