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Fr, 15:46 Uhr
11.07.2025
nnz Forum

Die Region wird nicht abgehängt. Sie hängt sich selbst ab!

Die Region wird nicht abgehängt. Sie hängt sich selbst ab - das meint ein Leser der nnz in Reaktion auf die Ergebnisse der "Prognos-Studie", bei der Nordhausen auf den hintersten Rängen landet...

Dazu reicht allein der Blick auf unser Stadt, das Oberzentrum Nordhausen. Im Rathaus scheint völlige Visionslosigkeit zu herrschen. Oder zumindest dringen die Visionen nicht nach außen. Aus Gesprächen mit Insidern ist zu hören, dass es dem OB nicht gelingt, Leute die etwas bewegen können oder wollen, mitzunehmen, Aufbruchstimmung zu verbeiten.

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Das Arbeitsklima und die Stimmung in der Verwaltung sind schlecht. Es gibt hier Leute in der Stadt, die können und wollen was bewegen. Aber die werden wahrscheinlich bald vergrault, wenn das so weiter geht. Klimaschutzmanager sind rar in Deutschland, wir haben einen. Wie lange noch? Was kann er bewirken?

Auch im Stadtrat scheinbar völlige Visionslosigkeit. Die SPD feiert sich für die Wiedereröffnung einer öffentlichen Toilette im "Oberzentrum". Das ist fast schon Real-Satire. Nur leider bemerkt es niemand. Die CDU stimmt gegen wichtige Impulse für die Jugendarbeit, und gegen die für diese Stadt so wichtige Erinnerungsarbeit.

Eine Schande! Sie macht sich in dieser Angelegenheit ohne Not zum Handlanger für die Partei, die immerhin ein Drittel der Wahlberechtigten trotz oder wegen der Tatsache gewählt haben, dass sie drängende Zukunftsfragen wie Demografie und Klimawandel als Probleme leugnet. Hauptsache alles bleibt wie es ist, es gibt keinen Lärm, die Jugendlichen mögen nicht herumlungern und es gibt genügend Parkplätze am Blasiikirchplatz. Und das Potential des Salzabades möge bitte die Landesregierung erkennen und fördern.

Um etwas zu ändern muss man sich viele Fragen stellen?

Wie gehen die Bürger mit ihrer Stadt um? Andere Städte machen öffentliche Clean up Tage. Die Teilnehmenden zeigen damit und schaffen ein öffentliches Bewusstsein, dass es nicht egal ist, wie die Stadt aussieht...
Wie geht die Stadt mit ihren Bürgern um? Wie bürgerfreundlich ist der Bürgerservice? Wie könnte Verwaltung effektiver und bürgerfreundlicher gestaltet werden?

Wie offen sind wir für Neues, für Veränderungen? Wie offen sind wir für die Bedürfnisse Jugendlicher oder älterer Menschen? Wie offen sind wir für Menschen, die anders sind? Wie offen sind wir für die Bedürfnisse der Studierenden, die hier herkommen? Was könnte sie zum Bleiben bewegen? Wie könnte eine echte Wilkommenskultur aussehen, für Menschen, die etwas voranbringen wollen? Der Kyffhäuserkreis ist da schon ein paar Schritte weiter- kann man auch bei Prognos nachlesen.

Es gibt Ansätze, wie die "Ideenkarte", es gab vor Jahren mal eine "Zukunftswerkstatt", man könnte viel mehr daraus machen. Unsere Stadt und die Region haben durchaus Stärken. Und die gilt es weiter zu entwickeln. Die Kiesteiche wurden die Vision von Investoren, bis die Stadt wach wurde. Es gab mal die Vision Biosphäre. Es gibt sie, die Leuchtturmprojekte wie den Stadtumbau Nord, auch der "Campus der Generationen" könnte eines werden...

Es reicht nicht gegen etwas zu sein, man muss auch gemeinsam Visionen entwickeln. Und dann werden plötzlich auch Fördermittel fließen.
C.Marx

Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
free Gigi
11.07.2025, 18:59 Uhr
völlig am Thema vorbei
Bsp. Clean up Tage: zuvor sollte man mal die Ursache beseitigen und solange Menschen mit Äxten o.ä. durch die Stadt laufen, Schulklassen völlig überfremdet sind, stellen sich viel wichtigere Fragen UND genau deshalb haben 1/3 so gewählt wie bekannt.
Straßenfeger
11.07.2025, 20:32 Uhr
Herr Dr. med. Marx hat völlig recht ....
... Nordhausen braucht unbedingt noch die "Biosphäre" , die Bürger sind dumm und nicht veränderungsbereit, zu faul, mal due Stadt sauber zu mschen. Und die Honorare für Ärzte müssen auch mal wieder erhöht werden.

Warum versteht das der Pöbel nicht?!
Kobold2
11.07.2025, 22:26 Uhr
Ja, es ist
In der Vergangenheit immer wieder aufgefallen, das der vorgehaltene Spiegel auch nicht zur Selbsreflexion beiträgt.
Nicht so tiefgründig waren auch einige Kommentare von mir, als ich ebenfalls schrieb, dass man sich hier selbst abhängt, aber die Schuld bei den "anderen" sucht. Man weiss hier grundsätzlich, was angeblich alles nicht geht, sieht nur das Negative, anstatt mal Lösungen zu suchen und aus seiner Nörgelecke zu kommen. Sollen doch erst mal die " Anderen" ! ist die vorherrschende Grundstimmung, mit der man vor allem die Jugend vergrault und damit auch die Zukunft. Zwei unserer 3 Kinder sind deshalb auch nicht mehr hier und damit auch die Enkel.
mobilitymind
12.07.2025, 15:09 Uhr
Der Motor ist die Industrie
Aus dem Text lässt sich relativ schnell der Wunsch nach einer blühenden, sauberen Stadt mit gesunder Infrastruktur und umfassendem Freizeitangebot herausdestillieren.
Soweit ist das naturgemäß nachvollziehbar.

Der Motor für eine florierende Stadt oder Region sind immer Industriearbeitsplätze. Industrie bringt Finanzkraft, bringt Menschen in Arbeit, zieht Familien an. Deren Kaufkraft wiederum befeuert Einzelhandel und Gastronomie. Je mehr solcher Arbeitsplätze es gibt, desto eher siedeln sich zudem Dienstleister an. Und aus diesem Kreislauf entsteht die wirtschaftliche Dynamik, die eine florierende Stadt braucht.

Nun könnte Nordhausen definitiv mehr Industrie gebrauchen. Manches, was verschwand, wurde bis dato nicht gleichwertig ersetzt. Das geht nun schon recht lange so - IFA, FMN, , Reemtsma, Eaton. Um nur einige zu nennen. Dazu die Dauer-Industriefreifläche "Goldene Aue" bei Bielen.
Währenddessen wächst das Erfurter Kreuz munter vor sich hin.

Hier wünsche ich mir lebhafte und eindrückliche Einflussnahme der Politiker aus Stadt und Landkreis. Wir brauchen mehr wertschöpfende Industrie. Dann entwickelt sich sicherlich auch in der Stadt vieles zum Positiven. Beispielsweise bei den Angeboten für Kinder und Jugendliche ist viel Luft nach oben.
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