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Do, 10:56 Uhr
07.12.2006

Bauwerk soll schützen

Nordhausen (nnz). Der unbedarfte Wanderer in der Nordhäuser Gumpe könnte den Eindruck haben, hier wird eine Autobahnbrücke gebaut. Dem ist natürlich nicht so. Was da entsteht, das hat die nnz im Nordhäuser Rathaus erfragt.

Bauwerk in der Gumpe (Foto: psv) Bauwerk in der Gumpe (Foto: psv)


In der Gumpe entsteht derzeit ein Hochwasserschutzbecken. Mit seinem Bau sollen die Überschwemmungen am Unterlauf des Gumpebaches in der Parkallee, in der dortigen Gartenanlage und im Stadtpark ein Ende haben. Das Bauwerk soll noch in diesem Jahr fertig sein. Auftraggeber ist der Gewässerunterhaltungsverband (GUV) „Harzvorland“, der für dieses Projekt rund 360.000 Euro investiert.

GUV-Geschäftsstellenleiterin Kerstin Windisch: „Das Becken hält das Oberflächenwasser auf, das sich bisher von Nordhausen-Nord unkontrolliert in den Gumpebach ergossen hat. Im weiteren Verlauf des Baches ist es dann in der Parkallee auf die zwei - unter der B4 verlegten - zum Stadtparkbach zugeströmt. Diese konnten die Wassermengen nicht bewältigen, so dass sich das Wasser dort staute und ringsum alles überschwemmte. Das Becken ist also quasi ein Puffer, aus dem das Wasser dosiert in den Bach abgegeben werden kann.“

Der Bau des Beckens - es soll zum Jahresende fertig sein - sei technisch anspruchsvoll. „Insbesondere die Gründung im Boden war eine Herausforderung. Wegen des massiv zuströmenden Schicht- und Grundwassers im Gumpetal und des inhomogenen Schichtenaufbaus des Baugrundes musste für die Baugrube ein Brunnen zur Grundwasserabsenkung installiert werden, und um die Baugrube musste eine Drainage verlegt werden“, sagte Frau Windisch. Auch die Verlegung Gas- und Stromleitung, die das Bauwerk kreuzen, sei zeitaufwändig gewesen, da sich diese Versorgungsleitungen auf einer Länge von 100 Metern fast 5 tief in der Erde lägen. Doch die Arbeiten seien seit dem Beginn im Oktober gut voran gegangen: „Stützwände, Decke und Flügelwände des Beckens sind fertig, 20 Tonnen Stahl und 300 Kubikmeter Beton verbaut“, so Frau Windisch.

Anfang 2007 gehe es dann weiter mit dem Bau der Straße über das Becken und dem angrenzenden Landschaftsbau; danach - zum Abschluss des Vorhabens - werde man die Regenwasserkanalisation für die gesamten Plattenbauten aus Nordhausen-Nord so umverlegen, dass das Wasser künftig in das Rückhaltebecken ströme.
Autor: nnz

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