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Di, 15:01 Uhr
15.01.2002

nnz-News-Ticker am Nachmittag

Nordhausen (nnz). Die Meldungen des Tages aus Thüringen, Deutschland und der Welt für Sie zusammengefasst. Ein nnz-Service mit freundlicher Unterstützung der Landeswelle Thüringen.


Großer Teil der Beute von Schweizer Millionendieb sichergestellt
Bei der Festnahme des Schweizer Millionendiebes in Hamburg ist auch ein großer Teil der Beute sichergestellt worden. Das bestätigte die Hamburger Polizei. Die genaue Summe wollte sie aber nicht nennen. Der 38 Jahre alte leitende Angestellte einer Schweizer Geldtransportfirma hatte am Freitag etwa sieben Millionen Euro erbeutet. Er konnte nach der Tat aus der Schweiz flüchten, ging den Fahndern aber gestern in Hamburg ins Netz. In seiner Vernehmung gab er die Tat zu.


Vor Gericht wegen Drogenhandel
Zwei Marokkaner müssen sich seit Dienstag vor dem Erfurter Landgericht wegen Heroinhandels verantworten. Sie sollen laut Anklage von März bis Juni 2001 gewerbsmäßig über 100 Geschäfte mit Drogen gemacht haben. Dabei sollen sie bis zu 20 Gramm Heroin nach Vorbestellung in Erfurt verkauft haben. Der 26 Jahre alte Angeklagte muss sich in 46 Fälle verantworten, der 29-Jährige in 55 Fällen. Der Prozess wird am 21. Januar mit Zeugenaussagen fortgesetzt. Bisher sind 14 Verhandlungstage vorgesehen.


Brandstifter in Australien machen Feuerwehr zu schaffen
Brandstifter haben die Hoffnungen der australischen Feuerwehr auf ein schnelles Ende der Buschbrände zunichte gemacht. Insgesamt 15 neue, vermutlich vorsätzlich gelegte Feuer halten die Helfer rund um Sydney zusätzlich in Atem. Die weiterhin lodernden 50 Brände im südöstlichen Bundesstaat New South Wales konnten unter Kontrolle gebracht werden. Die Behörden haben unterdessen erstmals seit Ausbruch der Feuer am Heiligabend Spendengelder an Betroffene ausgezahlt.


80 Mal zu Adam Riese in Erfurt
Die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt will in diesem Jahr über 80 Mal „Wege zu Adam Ries“ weisen. Der mittelalterliche Rechenmeister Adam Ries (1491-1559) lebte laut Stadtchronik von 1518 bis 1522 nahe der alten Universität. In der reichen Handelstadt Erfurt habe richtiges Rechnen hoch im Kurs gestanden, teilte die Stadtkulturdirektion am Dienstag mit. „Geh zu Adam Ries in die Drachengasse“ war damals ein sprichwörtlicher Rat.


Vereinte Nationen heben Sanktionen gegen Afghanistan auf
Afghanistan kann mit hunderten Millionen Dollar aus den USA und anderen Ländern rechnen, sobald der Sicherheitsrat in dieser Woche die UN-Sanktionen gegen das Land aufhebt. Mit der Annahme einer entsprechenden Resolution könne bis spätestens Freitag gerechnet werden, hieß im UN-Hauptquartier. Die 15 Mitgliedstaaten des Sicherheitsrates seien sich darin einig, dass es nach der Zerschlagung des Taliban-Regimes für die meisten der Sanktionsbestimmungen keine Grundlage mehr gebe.


Sieben Verletzte bei Wohnungsbrand
Bei einem Brand in einem Wohnblock in Bad Salzungen (Wartburgkreis) sind am Dienstagmorgen fünf Kinder und zwei Frauen verletzt worden. 50 Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Nach Polizeiangaben war das Feuer gegen 08.00 Uhr aus zunächst ungeklärter Ursache in einer Wohnung in der ersten Etage des Blocks ausgebrochen. Die Kinder im Alter von einem bis zehn Jahren und eine Frau wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Wohnungsinhaberin erlitt einen Schock.


Telekom lenkt im Streit um DSL-Tarife ein
Die Telekom lenkt im Streit mit ihren Konkurrenten über angeblich zu niedrige Preise für den schnellen Internetzugang ein. Für den 1. Mai kündigte das Unternehmen zum Teil kräftige Preiserhöhungen für seine T-DSL-Tarife an. Auch die Grundgebühren für alle Telefonanschlüsse sollen um gut drei Prozent erhöht werden. Die Neuregelung soll zum 1. Mai in Kraft treten. Im Zuge der Glättung der Euro-Tarife werden dagegen Ortsgespräche billiger: Sie kosten ab Mai statt 6,2 nur noch 6 Cent pro Einheit.


Abgeordnete müssen nun Buch führen
Im Streit um Entschädigungen für Abgeordnete müssen Ausschussvorsitzende und parlamentarische Geschäftsführer nun ein halbes Jahr lang genau Buch führen. Der Verfassungsgerichtshof bat am Dienstag den Rechnungshof, monatlich die finanzielle Extra- Belastung dieser Parlamentarier zu erfassen und zu prüfen. Der Landtag hatte ihnen monatlich 665 Euro (1300 Mark) Entschädigung zugesprochen, da sie zusätzliche Ausgaben für Repräsentation, Reisen, Übernachtungen und Büro hätten.


Bayern München will künftig keine Schecks mehr verschicken
Der FC Bayern München will auf die umstrittenen Vorab-Zahlungen an Fußball-Profis verzichten. Das sagte Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge der Münchner «Abendzeitung». Gestern hatte Nationalspieler Sebastian Deisler bestätigt, dass er einen Scheck seines künftigen Vereins über mehr als 10 Millionen Euro aus steuertechnischen Gründen zurück geschickt hatte. Deisler wechselt zur neuen Saison nach München.


Wegen Sprengstoffanschlag vor Gericht
Nach dem Sprengstoffanschlag auf einen türkischen Imbiss in Eisenach müssen sich seit Dienstag zwei weitere Männer in Eisenach vor Gericht verantworten. Ein 20-Jähriger, der als führender Kopf der rechtsextremistischen Szene in Eisenach gilt, soll einen damals 16-Jährigen zu der Tat im August 2000 angestiftet haben. Ein 21-jähriger Angeklagter, der ebenfalls der rechten Szene zugerechnet wird, ist wegen Beihilfe zu dem Anschlag angeklagt. Die Angeklagten schwiegen zunächst zu den Vorwürfen.


Kein Euro auf Stromboli
Das wohl letzte Paradies für Euro-Skeptiker liegt in Italien. In dem Örtchen Ginostra auf der Insel Stromboli ist das neue Geld bisher nicht eingeführt worden. 20 Einwohner zahlen weiter in Lira. Sie haben Italiens Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in einem Brief gebeten, in Ginostra die Gültigkeit der Lira zumindest bis in den März zu verlängern. Obwohl die Gemeinde bei der Verteilung der Euro-Starterkits und -Geldscheine vergessen wurde, wurden den Bewohnern Medienberichten zufolge Euro-Umrechner zugeschickt.


Schröder lässt Grünen laut Glos keinen Freiraum bei Kombilohn
Das Ergebnis des Koalitionsstreits zum Kombilohn ist für die CSU ein weiterer Hinweis für die Zerstrittenheit bei Rot- Grün. Kanzler Gerhard Schröder ziehe die Schraube gegenüber den Grünen immer weiter an, sagte Landesgruppenchef Michael Glos heute in Berlin. Die Grünen waren zuvor mit ihrer Forderungen nach einem milliardenschweren Sofortprogramm gescheitert, das staatliche Zuschüsse für Geringverdiener vorsah, falls sie Arbeit annehmen. Die Bundesregierung will stattdessen das Kombilohn-Modell ausweiten.


Neues Flüchtlingsdrama bahnt sich im Süden Afghanistans an
Im Süden Afghanistans bahnt sich ein neues Flüchtlingsdrama an. Ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerkes sagte in Genf, im Niemandsland an der Grenze zu Pakistan steckten rund 13 000 Afghanen fest, denen die Einreise verweigert werde. Weitere 40 000 Flüchtlinge würden in den kommenden Tagen erwartet. Die Ankömmlinge benötigten humanitäre Hilfe. Als Grund für das neue Flüchtlingsdrama wurde das Fehlen jeglicher Hilfsleistungen in dem Gebiet südlich der früheren Taliban-Hochburg Kandahar.


Beck nennt Urteil zum islamischen Schlachten empörend
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat Unverständnis über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum islamischen Schlachten, dem so genannten Schächten, geäußert. Er finde es empörend, dass dem Tierschutz keine entscheidende Bedeutung zugemessen worden sei, sagte Beck in Mainz. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts können moslemische Metzger in Deutschland künftig wieder eine Erlaubnis zum Schächten bekommen. Dabei wird dem Tier zum Teil ohne Betäubung die Kehle durchgeschnitten.


Salon in Mähren lockt mit leicht geschürzten Friseusen
Der Besitzer eines Friseursalons im mährischen Olmütz lässt leicht geschürzte Friseusen das Haar seiner Kunden schneiden. Um Männern eine Freude zu bereiten würden die weiblichen Angestellten fast nichts mehr unter dem typischen milchigen Kittel tragen, sagte der Mann der Prager Zeitung «Pravo». Nur wenige Kunden seien vom Anblick der halb nackten Friseusen geschockt. Er habe gar nicht auf seinen Haarschnitt geachtet, sondern die ganze Zeit versucht, den richtigen Blickwinkel einzunehmen, gestand ein begeisterter Kunde.

Mehr Infos gibt es bei LWT
Autor: nnz

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